Nach monatelanger Haft in Syrien wurde der kurdische Journalist Ahmet Polad an die Türkei ausgeliefert. Angehörige befürchten, dass er im Gefängnis verschwinden könnte.

Kurdischer Journalist Polad an die Türkei ausgeliefert

Im Gespräch mit der taz kritisiert der Rechtsanwalt Roland Meister, der Eva Maria Michelmann juristisch vertrat, dass deutsche Stellen jegliche Unterstützung für Polad mit dem Verweis ablehnten, er sei kein deutscher Staatsbürger. „Dabei war klar, dass Polad als kurdischer Journalist in der Türkei Verfolgung ausgesetzt ist“, monierte Meister. Tatsächlich wurde Polad nach Angaben von Etha am 11. September ins Istanbuler Metris-Gefängnis gebracht.

Nach fast achtmonatiger Haft in syrischen Gefängnissen wurde der kurdische Journalist Ahmet Polad am 9. September an die Türkei ausgeliefert. Sein offizieller Name ist Mehmet Nizam Aslan. Seit 2016 arbeitete er als Reporter, Moderator und Programmmacher für die kurdischen Medien Etha, Özgür TV und Kurdistana Azad. Polad ist Mitglied der Gewerkschaft YRA/Free Press Union in Syrien (Rojava). Am 19. Januar 2026 war Polad gemeinsam mit …

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Zivilgesellschaftliche Gruppen rufen dazu auf, sich weiter für die Freilassung des kurdischen Journalisten Ahmet Polad einzusetzen. Er war im Januar gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Eva Maria Michelmann in der nordsyrischen Stadt Raqqa verschwunden. Seit dem 19. Juni 2026 ist Michelmann wieder in Köln. Polad ist weiter in Haft.

Journalist weiter in syrischer Haft

Die Forderungen von Peoples Bridge ist hingegen sehr konkret: „Ahmet Polad muss angesichts der Kriminalisierung seines Arbeitgebers in der Türkei das Recht eingeräumt werden, sich in ein Drittland begeben zu dürfen, um weiterhin seiner Tätigkeit als Journalist nachgehen zu können.“

Am 18. Januar hatten regierungsnahe islamistische Milizen und Einheiten der syrischen Übergangsregierung die Stadt Raqqa und andere vorwiegend arabische Gebiete übernommen. Darüber hatte Michelmann mit ihrem Kollegen Ahmet Polad für kurdische Medien berichtet, als beide verschleppt wurden. Ahmet Polad arbeitete als …

Seit dem 18. Januar ist der kurdische Journalist in Syrien verschollen. Solidaritätsgruppen: EU muss Druck auf Übergangsregierung in Damaskus erhöhen

Entführt in Raqqa: Wo ist Ahmet Polad?

Bereits am 24. März hatten Abgeordnete des Europäischen Parlaments, unter ihnen Katrin Langensiepen (Grüne) und Özlem Alev Demirel (Die Linke) EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf das Schicksal von Michelmann, Polad und 4000 weiteren Vermissten aus Raqqa aufmerksam gemacht. Sie forderten, die EU müsse gegenüber der syrischen Übergangsregierung ihre Freilassung und Informationen über ihren Verbleib fordern. »Dieser Fall geht über die beiden betroffenen Personen hinaus; er ist ein Prüfstein für Europas Engag

In der Bundesrepublik erregte der Fall der in Nordsyrien im Januar gekidnappten Deutschen Eva Michelmann in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit. Am 19. Juni war die Journalistin dank des intensiven Drucks, den Angehörige und Anwälte auf die Bundesregierung ausübten, nach fünf Monaten in Haft freigekommen. Doch ihr mit ihr zusammen am 18. Januar in der Stadt Raqqa entführter kurdischer Kollege…

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