Seit 2015 hat der Militärische Abschirmdienst 13 Fälle von Adbusting mit »extremistischer Urheberschaft« bei Werbe­plakaten der Bundeswehr erfasst.

Tätergruppe Adbuster

Deutsche Geheim­dienste und Ermitt­lungs­be­hörden ver­folgen mit großem Eifer Per­sonen, die Wer­be­plakate staat­licher Insti­tu­tionen sati­risch ver­fremden. Unter­stützer der soge­nannten Adbuster halten das Vor­gehen der Behörden für unver­hält­nis­mäßig.

»Unerhört! Adbusting gegen die Gesamt­scheiße« – ein Buch mit diesem Titel hat der »Berlin Busters Social Club« her­aus­ge­geben. Es erschien zunächst im Eigen­verlag, mitt­ler­weile gibt es die zweite Auflage im Unrast-Verlag. Der Her­aus­ge­ber­kreis wolle das Buch am 13. März um 20 Uhr im Ber­liner Buch­laden Schwarze Risse vor­stellen. Der Termin wurde wegen des Corona-Not­stands ver­schoben. .»Wir konnten uns nicht vor­stellen, was für ein Erfolg die Sammlung von Bildern und Geschichten poli­ti­scher Stra­ßen­kunst werden würde«, sagt einer der Her­aus­geber, der seinen Namen nicht nennen will, im Gespräch mit der Jungle World. Dass er anonym bleiben will, ist ver­ständlich. Denn auch diverse .…

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Sicherheitsbehörden ordnen Adbusting als »gewaltorientierten Linksextremismus« ein

Satire treibt Geheimdienste um

Adbuster*innen ver­fremden oder über­kleben Plakate, um deren ursprüng­liche Aus­sagen lächerlich zu machen. Das Bun­desamt für Ver­fas­sungs­schutz und der Mili­tär­ge­heim­dienst MAD sind alar­miert.

Nicht erst nach dem ras­sis­tisch moti­vierten Mas­senmord von Hanau stellen sich viele die Frage, ob die Sicher­heits­organe in ihrer aktu­ellen Beschaf­fenheit in der Lage sind, der Gefahr von rechts adäquat zu begegnen. Schließlich machen zivil­ge­sell­schaft­liche Gruppen die Erfahrung, dass der Feind noch immer links gesehen wird. Sie können sich durch die Antwort auf eine Kleine Anfrage der innen­po­li­ti­schen Spre­cherin der Links­fraktion, Ulla Jelpke, bestätigt sehen. Sie wollte von der Bun­des­re­gierung wissen, wieso das .…

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