Nachruf: Reinhard Strecker deckte NS-Seilschaften auf und wurde dafür angefeindet

Leben gegen das Schweigen

Noch im hohen Alter war der Antifaschismus für Strecker ein wichtiges Anliegen. So reiste er vor über zehn Jahren in das westpolnische Słońsk, wo ein Gedenkort für das ehemalige NS-Konzentrationslager Sonnenburg eröffnet werden sollte. Weil es vom zwölf Kilometer entfernten Bahnhof Transportprobleme gab, fuhr Strecker per Anhalter nach Słońsk und war als Erster vor Ort

Die Freie Universität trauert um Reinhard Strecker, der am 2. August 2026 im Alter von 95 Jahren in Berlin verstorben ist.« So würdigt die Berliner Universität in einem Nachruf1 einen Pionier der NS-Aufarbeitung. 1960 durfte die von Strecker konzipierte Ausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« auf Druck des Berliner Senats nicht in den Räumen der FU Berlin gezeigt werden. Erst zwei Monate vor seinem Tod verlieh ihm die …

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Reinhard Strecker wurde zeitlebens für seine Recherchen zu ungesühnten Naziverbrechen angefeindet. Erst spät erfuhr er Anerkennung.

Reinhard Strecker: Unnachgiebig gegen die Verbrecher

Der Antifaschismus war Strecker noch im hohen Alter ein wichtiges Anliegen. So war er persönlich in Slonsk anwesend, als 2015 in der westpolnischen Kleinstadt ein Gedenkort für das ehemalige NS-Konzentrationslager Sonnenburg eröffnet wurde. Weil es vom nahen Bahnhof aus Transportschwierigkeiten gab, trampte Strecker nach Slonsk und war so als Erster vor Ort.

»Die Freie Universität trauert um Reinhard Strecker, der am 2. August 2026 im Alter von 95 Jahren in Berlin verstorben ist.« So würdigt die FU in einem Nachruf einen Pionier der NS-Aufarbeitung. Es ist eine späte Würdigung. Denn 1960 durfte die Ausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« auf Druck des Berliner Senats nicht …

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