Konferenz der Linkspartei stellte Fragen nach den eigenen Ansprüchen im digitalen Zeitalter

Digitaler oder alter Kapitalismus?

Die Jour­na­listin Nina Scholz lehnte den Begriff genauso ab wie auch den Ter­minus »digi­taler Kapi­ta­lismus«. Es sei vielmehr der alte Kapi­ta­lismus, der schon immer auf Aus­beutung und Arbeits­kampf beruhe, betonte Scholz. Sie kri­ti­sierte, dass auch die Links­partei einen feuil­le­to­nis­ti­schen Kata­stro­phen­diskurs bediene und bei der Digi­ta­li­sierung wie das Kaninchen auf die Schlange starre. Nicht die Gig-Öko­nomie, sondern die Gig-Öko­no­mi­sierung der Arbeits­ver­hält­nisse sei gewachsen

Vor knapp 10 Jahren gab es noch zwei gegen­sätz­liche Sze­narien für die digitale Gesell­schaft. Manche Linke sahen einen Frei­fahrt­schein in den Kom­mu­nismus, eher Kon­ser­vative darüber klagten, dass ganze Branchen wie die Musik­in­dustrie durch das Internet rui­niert würden. Nichts davon ist ein­ge­treten, kon­sta­tierte Sabine Nuss. Sie beschäftigt sich seit Jahren wis­sen­schaftlich mit dem digi­talen Kapi­ta­lismus und gehört zu den Herausgeber*innen des Sam­mel­bandes »Marx und die Roboter«. Am Samstag mode­rierte sie den Abschluss der von der Links­partei .…

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