Titus Engelschall, Elfriede Müller, Krunoslav Stojakovic, „Revolutionäre Gewalt – ein Dilemma“, Mandelbaum Verlag Wien 2019, 298 Seiten, 20 Euro, ISBN: 978-3-85476-687-2

Revolution und Gewalt

In dem Chile-Kapitel zeigt sich aller­dings das anfangs benannte Problem, das sich durch das gesamte Buch zieht. Die Autor*innen bezeichnen den par­la­men­ta­ri­schen Weg zum Sozia­lismus, wie ihn Allende anstrebte, als gewaltfrei. Mit einer anar­chis­tisch begrün­deten Gewalt­freiheit und deren immer außer­par­la­men­ta­ri­schen Akti­ons­mitteln der direkten Aktion, des Streiks, Boy­kotts oder der Sabotage beschäf­tigen sie sich nicht.

Wie hältst Du es mit der Gewalt? Diese Frage beschäftigt Linke seit Jahr­hun­derten. Es gab zu allen Zeiten Anhänger*innen der kon­se­quenten, revo­lu­tio­nären oder sozia­lis­ti­schen Gewalt­freiheit, für die sich mit Gewalt gegen Per­sonen keine eman­zi­pative Gesell­schaft auf­bauen lässt, die fol­ge­richtig auch mit der gleichen Ent­schie­denheit gegen jede Staats­gewalt waren. Doch sie kommen in dem von Titus Engel­schall, Elfriede Müller und Kru­noslav Sto­ja­kovic im Man­delbaum-Verlag erschie­nenen Buch „Revo­lu­tionäre Gewalt – ein Dilemma“ nicht vor. Das zeigt sich schon auf dem Cover des Buches. Es zeigt das letzte Foto von .…

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