Wie der Notstand Einzug in die Politik hält. Kommentar

»Wir müssen unseren Alltag ändern und zwar jetzt«

Die Ansage aus dem Bun­des­prä­si­den­tenamt ist eigentlich ein völ­liger Bruch mit der gegen­wär­tigen Doktrin des mün­digen, selbst­ver­ant­wort­lichen Bürgers. Nicht dass es nicht genügend Bei­spiele der ideo­lo­gi­schen Staats­ap­parate gab und gibt, die in die Lebens­führung der Men­schen ein­greifen. Doch das ist meist über »Anstupsen« geschehen.

»Es ist jetzt keine Zeit zu klagen. Wir sollten uns unter­ordnen und den Anord­nungen der Behörden folgen.« So deutlich hat die kon­ser­vative pol­nische Zeitung Gazetta Wyborcza aus­ge­drückt, wie aktuell in Zeiten des Corona-Virus die Bevöl­kerung zum Unter­tanen zurück­ge­stuft werden soll, der nicht pro­tes­tiert und den Insti­tu­tionen folgt. Solche Begriff­lich­keiten aus dem Wör­terbuch der auto­ri­tären Regie­rungs­führung sind jetzt .…

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