»Wir haben es mit einer Krise der sozialen Reproduktion zu tun«

Gabriele Winker über die »Care Revo­lution« und warum die Sorge-Arbeit im Kapi­ta­lismus zunehmend ein Problem dar­stellt

Die Sozi­al­wis­sen­schaft­lerin Gabriele Winker[1] lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mit­be­grün­derin des Femi­nis­ti­schen Instituts Hamburg[2] sowie des bun­des­weiten »Netz­werks Care Revo­lution«. Im ver­gan­genen Jahr war sie Mit­or­ga­ni­sa­torin der Akti­ons­kon­ferenz Care Revolution[3] in Berlin, bei dem ver­schiedene im Bereich sozialer Repro­duktion tätige Gruppen und Per­sonen zusam­men­kamen. Im März ist im Tran­script-Verlag ihr Buch »Care Revo­lution. Schritte in eine soli­da­rische Gesellschaft«[4] erschienen.

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Gabriele Winker im Gespräch über die »Care Revolution«

»Die Selbstsorge kommt zu kurz«

Die Sozi­al­wis­sen­schaft­lerin Gabriele Winker lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mit­be­grün­derin des Femi­nis­ti­schen Instituts Hamburg sowie des bun­des­weiten »Netz­werks Care Revo­lution«. Im ver­gan­genen Jahr war sie Mit­or­ga­ni­sa­torin der Akti­ons­kon­ferenz »Care Revo­lution« in Berlin, bei dem ver­schiedene im Bereich sozialer Repro­duktion tätige Gruppen und Per­sonen zusam­men­kamen. Im März ist im Tran­script-Verlag ihr Buch »Care Revo­lution. Schritte in eine soli­da­rische Gesell­schaft« erschienen. Mit Winker sprach die Jungle World über die Krise sozialer Repro­duktion und die ent­ste­hende Care-Bewegung.

Im März 2014 fand in Berlin die erste Kon­ferenz zur »Care Revo­lution« statt. Was ist seither geschehen?

Die Care Revo­lution nimmt einen grund­le­genden Per­spek­tiv­wechsel vor. Das öko­no­mische und poli­tische Handeln soll nicht weiter an Pro­fit­ma­xi­mierung, sondern an mensch­lichen Bedürf­nissen, primär der Sorge umein­ander aus­ge­richtet sein. Eine Gesell­schaft muss sich also daran messen lassen, inwieweit sie grund­le­gende Bedürf­nisse gut und für alle Men­schen rea­li­sieren kann.

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