Buchvorstellung: Spuren der Solidarität

Betriebliche Organisierung ist schwer. Wir verbringen Stunden um Stunden in Gesprächen mit Kolleg*innen, führen Aktionen durch und scheitern in den meisten Fällen. Wir fallen hin, stehen wieder auf und probieren es aufs Neue. Dieser Prozess wird selten als ein wesentlicher Teil dessen verstanden, was Arbeiter*innen tun, um ihre Stellung im Kapitalismus zu verstehen und zu verbessern.

Der Sammelband Spuren der Solidarität bietet einen seltenen Einblick in den Lern- und Diskussionsprozess aktiver Gewerkschafter*innen. Die Texte sind überwiegend im Umfeld der Basisgewerkschaft IWW (Industrial Workers of the World) entstanden. Sie beinhalten Geschichten, Analysen und Strategiedebatten aus zahlreichen Ländern.

Die Autor*innen sind keine professionellen Schriftsteller*innen, sondern Arbeiter*innen, die über ihre Erfahrungen und Hoffnungen reflektieren und darüber nachdenken, wie sich unsere Situation verbessern lässt. Durch die Darstellung ihrer Praxis und ihrer Lernprozesse ziehen sie Lehren aus der Misere am Arbeitsplatz und eröffnen Perspektiven für gesellschaftliche Veränderungen.

Die Lesung führt in den Sammelband ein: Welche politischen Überlegungen stecken hinter dem Buch und warum ist das Buch für die gewerkschaftliche radikale Linke spannend?