Veranstaltungs-Archiv (2001 bis 2015)

Für Termin ab dem 15.10.2015 siehe den Kalender:

http://peter-nowak-journalist.de/calendar/action~agenda/page_offset~-7/request_format~json/
Ver­an­stal­tungs­ka­lender ab 15. Oktober 2015

Ältere Termine sind leider noch nicht in den Kalender nach­ge­tragen und hier mit unein­heit­lichem Design gesammelt:

Rundreise in der Region Süd September/​November, Teil 2:

„Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

Die Arbeits­kämpfe bei der Bahn oder bei Amazon in den letzten Monaten haben deutlich gemacht, dass Streiks durchaus nicht der Ver­gan­genheit ange­hören. Doch in der letzten Zeit wurden Arbeits­kämpfe in Sek­toren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar nicht orga­ni­sierbar galten. So gab es in Berlin einen erfolg­reichen Arbeits­kampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerk­schaft und Geflüchtete kämpfen für das Recht auf Gewerk­schafts­mit­glied­schaft. Einige Facetten dieser neuen Streiks und Arbeits­kämpfe wird der Jour­nalist Peter Nowak auf der Ver­an­stal­tungs­reihe vor­stellen.

Regensburg, 02.11.2015, 19.00 Uhr | LiZe, Dah­li­enweg 2a
München, 03.11.2015, 19.30 Uhr | EineWeltHaus, Schwan­thaler Str. 80

https://​www​.fau​.org/​a​r​t​i​k​e​l​/​a​r​t​_​1​5​0​7​2​8​-​0​94001


Nürnberg:31.10.2015

19:00 Uhr, Hinterzimmer

Peter Nowak

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

Arbeits­kämpfe nach dem Ende der großen Fabriken
Der Jour­nalist Peter Nowak http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/ hat kürzlich in der Edition Assem­blage das Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ (www​.edition​-assem​blage​.de/​e​i​n​-​s​t​r​e​i​k​-​s​t​e​h​t​w​e​n​n​-​m​e​n​s​c​h​-​i​h​n​-​s​e​l​b​e​r​-​m​acht/) her­aus­ge­geben, das er vor­stellen wird. Es richtet seinen Focus auf Streiks und Arbeits­kämpfe in schwer zu orga­ni­sie­renden Branchen aber auch auf neue Formen der außer­be­trieb­lichen Streik­so­li­da­rität, die sich in der letzten Zeit ent­wi­ckelt haben.

Ver­an­stal­terIn: Edition Assem­blage

Die Ver­an­staltung fand im Rahmen der Linken Lite­ra­tur­messe 2015 statt:

http://​www​.linke​-lite​ra​tur​messe​.org/


Leipzig:

19.10.2015 | Conne Island | 19:00 Uhr

Gewalt, Militanz und eman­zi­pa­to­rische Praxis – Machen die Rich­tigen alles falsch?

Dis­kus­si­ons­ver­an­staltung

Seit einigen Monaten ist die Empörung in Leipzig groß, zumindest in den bür­ger­lichen Medien, bei Staat und Staats­schutz. Grund dafür ist eine Reihe von mili­tanten und gewalt­samen Aktionen, poli­tisch moti­viert und aus­gehend von einer Linken die „in der aller­ersten Liga der auto­nomen Szene in Deutschland boxt“ (1). Poli­zei­sta­tionen, Gerichts­ge­bäude und andere Sachen wurden beschädigt, zu wei­teren Aktionen auf­ge­rufen und zum Teil Bekenner_​innenschreiben ver­fasst. Die Leip­ziger Linke setzt sich mit dem Sinn oder Unsinn der Mittel, deren Zweck oder Selbst­zweck, Ent­so­li­da­ri­sierung oder offene Kritik und das Nah- und Fernziel aus­ein­ander, während sich andere auf “links­ex­treme Chaoten” geeinigt haben.

Die öffent­lichen Reak­tionen auf die Vor­fälle folgen ihrer eigenen Logik:
Die säch­sische Regierung und Polizei sieht den Rechts­staat und ihr Gewalt­mo­nopol gefährdet, um eine Aus­weitung der Repression gegen Linke zu legi­ti­mieren. Im selben Bun­desland wird einige Kilo­meter weiter, in Freital, noch mit Rassist_​innen dis­ku­tiert, die Ihr ganz eigenes Gewalt­mo­nopol vor der nächsten Unter­kunft für Geflüchtete durch­setzen wollen. Leipzig wird als Hochburg der „gewalt­be­reiten Auto­nomen“ (2) mar­kiert, „Gewalt­wellen“ und „Gewalt­ex­zesse“ würden Leipzig „ver­wüsten“. Die Hin­ter­gründe sind wie immer schon irrelevant, vor­der­gründig ist die Insze­nierung als ein angeblich immer schlimmer wer­dendes Problem, dass mit mehr Polizei bekämpft werden müsse. Die Extre­mis­mus­doktrin bestimmt den Diskurs und Eckhard Jesse (3) meint, „ein demo­kra­ti­scher Ver­fas­sungs­staat muss jede links- und rechts­außen- oder isla­mis­tische Bewegung bekämpfen, ob die […] nun Gewalt anwenden oder nicht.“. Gewollt ist damit die ein­di­men­sionale Gesell­schaft, die sich nur in ihrer eigenen fest­ge­legten Ordnung wie­der­holen darf.

Der säch­sische Innen­mi­nister und Ver­treter des staat­lichen Gewalt­mo­nopols, Markus Ulbig (CDU), weiß: „Es gibt eben keine gute und schlechte Gewalt – und es gibt keine mora­lische Recht­fer­tigung für Gewalt.« (4) Ja? Nein?! Viel­leicht…

Mit einer Dis­kus­si­ons­ver­an­staltung wollen wir einen Raum für eine poli­tische Debatte über Militanz und Gewalt als poli­ti­sches Mittel schaffen. Dabei werden mit Per­spektive auf Leipzig, die deut­schen und euro­päi­schen Ver­hält­nisse Jutta Dit­furth, Thomas Ebermann und Peter Nowak auf dem Podium dis­ku­tieren.

Welche Formen der effi­zi­enten links­ra­di­kalen Inter­vention kann es ange­sichts einer Radi­ka­li­sierung des Kapi­ta­lismus und der Auf­rüstung des Sicher­heits­staates geben? Können Militanz oder Gewalt zur revo­lu­tio­nären Trans­for­mation bzw. Negation des Bestehenden bei­tragen? Welche Unter­schiede finden sich global in anderen Kon­texten? Wie wirken mili­tante oder gewaltsame Aktionen? Inwieweit kann Militanz sich von Gewalt eman­zi­pieren und zu einer befreiten Gesell­schaft hin­wirken? Wie kann kol­lektiv darüber gesprochen werden, ohne sich in Ent­so­li­da­ri­sierung einer­seits und avant­gar­dis­ti­schen Posi­tionen ande­rer­seits zu ver­fangen?

Wie können wir vorerst scheitern und dabei die Gesell­schaft ver­ändern?

Mode­ration: Jenny Stange
Veranstalter_​innen: linXXnet & Für das Poli­tische

http://www.conne-island.de/termin/2015–10-19.html

Der Mit­schnitt der Ver­an­staltung findet sich hier:

https://www.youtube.com/watch?v=2–8N6TvnKp8


Münster: So, 18. Oktober // 17:00 Uhr // Besetzes Zollamt/​Münster, Sonnenstraße85,

Mietrebell_​innen und Besetzer_​innen gemeinsam gegen Profit mit dem Wohnraum

Ver­an­staltung mit Peter Nowak im besetzten Zollamt

https://​zollamt​.black​blogs​.org/​p​r​o​g​r​a​mm-3/


Frankfurt/​Main: 14.10.2015:

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht. – Lesung mit Peter Nowak (Gallus Zentrum, Krifteler Str. 55, 19:30 Uhr.)

Die Ver­an­staltung findet im Rahmen der Gegen­buch­masse 2015 statt:

http://​www​.stadt​kind​frankfurt​.de/​2​0​1​5​/​0​9​/​1​5​/​g​e​g​e​n​b​u​c​h​m​a​s​s​e​-​2015/


Berlin: 9.10.2015, Museum des Kapitalismus, Böhmische Straße, Berlin-Neukölln,

Buchvorstellung und Diskussionsrunde:

Am Freitag, den 09. Oktober 2015 laden wir alle um 19h zu Ber­liner Buch­pre­miere des Buches Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht in unser Museum. Peter Nowak und Mitautor_​innen lesen gemeinsam, stellen ihr neues Buch vor und treten in einer anschlie­ßenden Dis­kus­si­ons­runde in den Erfah­rungs­aus­tausch mit Organisator_​innen und Initiator_​innen der unter­schied­lichsten Arbeits­kämpfe. Der Ein­tritt ist frei.

http://​www​.muse​umdes​ka​pi​ta​lismus​.de/​d​e​/​t​a​x​o​n​o​m​y​/​t​erm/8


Rundreise in der Region Süd September/​November, Teil 1:

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht:

Die Arbeits­kämpfe bei der Bahn oder bei Amazon in den letzten Monaten haben deutlich gemacht, dass Streiks durchaus nicht der Ver­gan­genheit ange­hören. Doch in der letzten Zeit wurden Arbeits­kämpfe in Sek­toren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar nicht orga­ni­sierbar galten. So gab es in Berlin einen erfolg­reichen Arbeits­kampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerk­schaft und Geflüchtete kämpfen für das Recht auf Gewerk­schafts­mit­glied­schaft. Einige Facetten dieser neuen Streiks und Arbeits­kämpfe wird der Jour­nalist Peter Nowak auf der Ver­an­stal­tungs­reihe vor­stellen.

Rund­reise:
Freiburg, 14.09.2015, 20.00 Uhr | Strand-Café (Adlerstr.12)
Karlsruhe, 15.09.2015, 19.30 Uhr | Vik­to­riastr. 12
Stuttgart, 16. 09.2015, 20.00 Uhr | Stadt­teil­zentrum Gas­pa­ritsch, Roten­berg­straße 125
Mannheim, 17. 09.2015, 20.15 Uhr | wildwest, Alp­hornstr. 38
Frankfurt, 18.09.2015, 20.00 Uhr | Café Exzess, Leip­ziger Straße 91

https://​www​.fau​.org/​a​r​t​i​k​e​l​/​a​r​t​_​1​5​0​7​2​8​-​0​94001


Meißen: 27.7.2015: Vereinsheim des Kleingartenvereins Meißen-Bohnitzsch e.V.:

Leit­me­ritzer Bogen 50,

Allein machen sie Dich ein!

Extrem »krea­tiver« Umgang mit Wahrheit und Gesetz im Job­center Meißen. Ganze Familien werden Opfer von exis­tenz­ver­nich­tenden Gebaren!

Info plus Ver­an­stal­tungs­hinweis

Bescheide kommen nur nach Gerichts­be­schluss (und ohne Bescheid fehlt nicht nur das Geld, man benötigt sie auch für KiTa-Plätze, Mit­tag­essen in der Schule, etc.), es wird kreativ »Mit­wirkung« ein­ge­fordert – nicht nur einmal, nein wie­derholt – auch Aus­künfte, die schon vor Gericht behandelt wurden, es werden ohne jeden Beleg Ein­künte unter­stellt (darauf meinte in einem Ver­fahrn die Rich­terin zum JC-»Justiziar«: Warum geben Sie das dann nicht an die Staats­an­walt­schaft? Wäre doch Sozi­al­leis­tungs­betrug und Schwarz­ar­beitz? Antwort: wir haben keine Beweise! Aha – aber es reicht ihnen, um Zah­lungen zu ver­weigern …), der Leis­tungs­be­zieher (oder eigentlich eher »Nicht-Bezieher…) wird auf­ge­fordert, seinen Inter­net­pro­vieder umfas­sende Aus­kunft gegenüber dem Job­center zu erlauben, die KdU-Neben­kosten werden über Jahre nicht gezahlt, der Betroffene wird auf­ge­fordert zu belegen, wie er seine Heirat finan­ziert hat und wie er die Feier dafür fina­ziert hat (er hat eine ukrai­nische Staats­bür­gerin in der Ukraine gehei­ratet – Kosten nach dama­liger Umrechnung rund 3,50 € – es gab keine Feier)…

Damit und mit vielen anderen »krea­tiven« Schi­kanen bringt das Job­center Meißen langsam aber sicher eine Familie mit 2 Kindern um die phy­sische Existenz! Und das ist in Meißen leider kein Ein­zelfall: aus­ge­sprochen anti­so­ziale und gewis­senlose JC-Mit­ar­beiter scheinen aus so einem selbst­herr­lichen Vor­gehen ihre per­sön­liche Befrie­digung zu ziehen! Nachdem wir mit dem »Fall« langsam an die Öffent­lichkeit gehen, haben sich weitere Betroffene gemeldet.

Appelle an ver­ant­wort­liche Poli­tiker oder die Oppo­sition ver­hallen ungehört! Selbst die Fraktion der Linken möchte alles schön unter der Decke halten…

Darum findet nun am 24. Juli eine Ver­an­staltung statt – zum einen soll über die uns bekannten Fälle berichtet werden – zum anderen , und das ist fast noch wich­tiger, soll ver­sucht werden, eine Ver­netzung, eine Selbst­or­ga­ni­sation der Betrof­fenen her­zu­stellen – denn:

Allein machen sie Dich ein!

Wert­vollen Input und will­kommene Unter­stützung bekommen wir vom Jour­na­listen Peter Nowak ( http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de) und Ver­tre­te­rInnen der Erwerbs­lo­sen­in­itiative BASTA! Berlin (http://​basta​.blog​sport​.eu) – beide haben ihre Teil­nahme zugesagt!

Genaue Infor­ma­tionen ent­nehmt bitte dem ange­hängten Flyer und unter der ange­ge­benen web­adresse.

Wir hoffen auf rege Betei­ligung!

http://elo-forum.info/index.php/Thread/7562-Die-Willkür-des-Landratsamt-Meißen-Eine-Fortsetzungsgeschichte/


Berlin:

Sonntag, 12.7, 15 Uhr, Kotti-Protest-Gecekondu

Zwangsräumungen bis in den Tod

Ver­an­staltung mit Margit Englert, Ver­fas­serin des Buches Rose­marie F. Kein Skandal.

Laura Berner, Mit­au­torin der Studie Zwangs­räu­mungen und die Krise des Hil­fe­systems Mode­rator: Peter Nowak, freier Jour­nalist und Autor u.a. des Buches: “Zwangs­räu­mungen ver­hindern
Für Rose­marie F. war das Kotti-Gece­kondu ein wich­tiger Anlauf­punkt für den Mieter_​innenprotest. Sie betei­ligte sich an Pro­testen gegen Miet­erhö­hungen und Zwangs­räu­mungen und bereitete mit Unterstützer_​innen den Wider­stand gegen ihre Zwangs­räumung vor. Die konnte nicht ver­hindert. Am 11. April 2013, starb Rose­marie F., zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung in der Aroser Allee zwangs­ge­räumt worden war. Die Vor­gänge, die zu Rose­maries Zwangs­räumung führten, sind jetzt in einem Buch auf­ge­ar­beitet, das die Her­aus­ge­berin Margit Englert auf der Ver­an­staltung vor­stellt. Dass die Zustände, die zu Rose­maries Tod führten, keine Aus­nahme sind, zeigt die vor einigen Wochen am Institut für Sozi­al­wis­sen­schaften an der Hum­bold­tuni­ver­sität ver­öf­fent­lichte Studie „Zwangs­räu­mungen und die Krise des Hil­fe­systems“. Eine der Autorinnen ist Laura Berner, die die Ergeb­nisse auf der Ver­an­staltung kurz vor­stellen wird– Ein­ge­laden sind alle, die mit Rose­marie soli­da­risch waren und alle, die gegen die Ver­treibung von Mieter_​innen und für ein Wohnen ohne Exis­tenz­angst kämpfen.
http://​kot​ti​undco​.net/​2​0​1​2​/​0​5​/​2​8​/​c​a​m​p​-​p​r​o​g​ramm/

Halle: VL-Laden, Ludwigstr. 37, 26.6.2015,

Buchvorstellung:

Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht

So gab es in Berlin einen erfolg­reichen Arbeits­kampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerk­schaft: in der letzten Zeit wurden Arbeits­kämpfe in Sek­toren bekannt, die gemeinhin als schwer oder gar­nicht orga­ni­sierbar galten. Einige Facetten dieser neuen Streiks und Arbeits­kämpfe wird der Jour­nalist Peter Nowak auf der Ver­an­stal­tung­vor­stellen. Er ist Her­aus­geber des Buches „Ein Streik steht, wenn­mensch ihn selber macht“, das in der Edition Assem­blage erscheint . Auf der Ver­an­staltung wird es auch um die Frage gehen, wie die Kämpfe am Arbeits­platz mit den Selbst­or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­suchen von Mieter_​innen und Erwerbs­losen ver­bunden werden können. Denn nur dann haben diese Bewe­gungen Chancen, eine gesell­schaft­liche Kraft und viel­leicht sogar einmal eine gesell­schaft­liche Gegen­macht zu ent­wi­ckeln. Zudem richten sich alle diese Kämpfe letztlich gegen das kapi­ta­lis­tische Ver­wer­tungs­in­teresse. Ein erfolg­reicher Arbeits-, Miet- oder Erwerbs­lo­sen­kampf sollte neben der Durch­setzung der unmit­tel­baren Ziele immer auch die Selbst­auf­klärung über die kapi­ta­lis­ti­schen Zustände oder ihre Abschaffung zum Ergebnis haben.

Die Buch­vor­stellung wird von der FAU Halle orga­ni­siert.

http://​fau​halle​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​5​/​2​6​/​e​i​n​-​s​t​r​e​i​k​-​s​t​e​h​t​-​w​e​n​n​-​m​e​n​s​c​h​-​i​h​n​-​s​e​l​b​e​r​-​m​acht/


Halle: VL-Laden, Ludwigstr. 37

Mi, 24.06.2015, 20 Uhr – Lesung und Diskussion:

»KURZE GESCHICHTE DER ANTISEMITISMUSDEBATTE IN DER LINKEN IN DEUTSCHLAND«

Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assem­blage die »Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der Linken in Deutschland« her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen.
Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll ein Vor­schlag zur Ver­sach­li­chung zur Dis­kussion gestellt werden, der an Dis­kus­sionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusam­men­hängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte ständig nur wie­derholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Aus­ein­an­der­setzung mit regres­siven Anti­zio­nismus und ver­kürzter Kapi­ta­lis­mus­kritik gewonnene Grund­lagen auf­zu­geben.

http://​www​.lud​wigstrasse37​.de/​a​r​c​h​i​v​.html


Graz: (Österreich):Schwarzes Radieschen, Steinfeldgasse, 2

Mi. 10.06. 18:00 Transnationaler Widerstand gegen Zwangsräumungen

Ist ein trans­na­tio­naler Wider­stand gegen Zwangs­räu­mungen und Rendite mit der Miete möglich?

Ver­an­staltung mit dem freien Jour­na­listen und Buch­autor Peter Nowak
ab 19 Uhr in der Bibliothek im Schwarzen Radieschen

In ganz Europa werden ein­kom­mensarme Men­schen aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht mehr zahlen können. Doch seit einigen Jahren lassen sich Mieter_​innen nicht mehr still ver­treiben. Kom­menden Mittwoch wollen wir uns die unter­schied­lichen Wider­stands­be­din­gungen von Mieter_​innen in den euro­päi­schen Ländern anschauen. So wurde die spa­nische Pla­ta­forma de los Afec­tadas por la Hip­oteca (PAH) – eines Netz­werks zur Unter­stützung von Men­schen, die wegen Hypo­the­ken­schulden von Zwangs­räumung bedroht sind – zum Vorbild für den Wider­stand gegen Zwangs­räu­mungen in Deutschland. Dort sind vor allem Erwerbslose und Men­schen aus dem Nied­rig­lohn­be­reich von Zwangs­räu­mungen betroffen, was auch Kon­se­quenzen für den Wider­stand hat.

Auf der Ver­an­staltung wird die Frage auf­ge­worfen, ob ein trans­na­tio­naler Mieter_​innenwiderstand auf euro­päi­scher Ebene möglich ist. Dabei werden Pro­jekte wie die Online­plattform *Wohnen in der Krise* vor­ge­stellt, die diesen euro­päi­schen Wider­stand vor­an­treiben können – und über mög­liche Orga­ni­sie­rungs­formen disk­tuiert.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assem­blage das Buch *Zwangs­räu­mungen ver­hindern* her­aus­ge­geben, in dem er Geschichte und Per­spek­tiven der Bewegung gegen Zwangs­räu­mungen in den Mit­tel­punkt stellt. Auf der Ver­an­staltung wird das Buch vor­ge­stellt – und wir ver­suchen einen Film über Zwangs­räu­mungen in Spanien zu bekommen!

Wei­ter­füh­rendes zu Initia­tiven in Öster­reich:

Zwangs­räu­mungen ver­hindern Wien

Raum frei!

http://schwarzesradieschen.noblogs.org/post/2015/06/02/mi-10–06-1800-transnationaler-widerstand-gegen-zwangsraeumungen/


Bremen: Dienstag, 12.5.2015, 19 Uhr
im „Resonanz“ (Hohentorsheerstr. 24)

Gewerkschaft hinter Gittern – Arbeit und Selbstorganisation im Gefängnis

Im Mai 2014 hat sich in der JVA Tegel eine Initiative gegründet, die als nicht-rechts­fä­higer Verein den Anspruch erhebt, jen­seits der offi­zi­ellen Struk­turen der Gefan­ge­nen­mit­ver­ant­wortung (§ 160 StVollzG) als neue Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft die Inter­essen ihrer Mit­glieder in Bezug auf das Arbeits­ver­hältnis und die Arbeits­be­din­gungen zu ver­treten. Seitdem kann die Gefan­genen-Gewerk­schaft als bun­des­weite Orga­ni­sation (GG/BO) großen Zulauf ver­zeichnen.

Von den Jus­tiz­mi­nis­terien und -behörden fordert sie u.a. die Aner­kennung ihrer Tarif­fä­higkeit, die Durch­setzung des gesetz­lichen Min­dest­lohns in den Betrieben der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalten und die Ein­be­ziehung der Gefan­genen in die Ren­ten­ver­si­cherung.

Auf der Ver­an­staltung wird der Jour­nalist Peter Nowak, der in den letzten Monaten in zahl­reichen Zei­tungen über die Gründung und Ent­wicklung der GG/BO publi­ziert hat, darüber sprechen, warum die Koali­ti­ons­freiheit ebenso wie der Min­destlohn auch im Gefängnis gelten muss. Außerdem soll es darum gehen, warum der Kampf darum in einer Zeit, in der die Knast­arbeit wach­sende Bedeutung bekommen hat, eine all­gemein-gewerk­schaft­liche For­derung sein sollte.

Zudem wird Peter Nowak auf gewerk­schaft­liche Orga­ni­sie­rungs­ver­suche von Gefan­genen in der Ver­gan­genheit und Gegenwart in Deutschland und anderen Ländern ein­gehen und ver­suchen auch die Pro­bleme auf­zu­zeigen, vor der solche Orga­ni­sie­rungs­ver­suche stehen.

Wir wollen mit dieser Ver­an­staltung nicht nur die Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft und ihr Anliegen vor­stellen, sondern auch ver­suchen, Kon­takte, Ver­net­zungen und Ideen zu sammeln, die auch in Bremen

Ver­an­staltet von IWW Bremen

http://​www​.gefan​ge​nen​ge​werk​schaft​.de/​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​-​h​i​n​t​e​r​-​g​i​t​t​e​r​n​-​a​r​b​e​i​t​-​u​n​d​-​s​e​l​b​s​t​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​-​i​m​-​g​e​f​a​e​n​gnis/ eine Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft anregen könnten.

Ton­mit­schnitt der Ver­an­staltung:

http://​iww​-bremen​.org/​b​l​o​g​/​2​0​1​5​/​0​7​/​2​2​/​t​o​n​m​i​t​s​c​h​n​i​t​t​-​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​-​h​i​n​t​e​r​-​g​i​t​tern/


Mainz:

Samstag, 23. Mai 2015 11:30 Uhr

41. Open Ohr Festival: 22. – 25. Mai 2015, Zitadelle Mainz:

Deutsche Flüchtlingspolitik – zwischen Macht und Ohnmacht

Eröffnungspodium

Der Flücht­lings­schutz ist heute nicht nur eine globale bzw. euro­päische Her­aus­for­derung, denn die Kom­munen sind in Deutschland nach wie vor der zen­trale Ort der gesell­schaft­lichen Inklusion. Flücht­linge werden mit einem Ver­tei­lungs­system pro­zentual und nach Her­kunfts­ländern auf die Kom­munen ver­teilt. Diese stoßen an ihre finan­zi­ellen sowie sozialen Grenzen.
Wie kann Deutschland die Flücht­lings­ströme auf­fangen, seine Kom­munen ent­lasten und Miss­stände beheben? Dieses Podium beschäftigt sich mit der Frage, was an der deut­schen Flücht­lings­po­litik ver­bessert werden kann und möchte die prak­tische Umsetzung in der Lan­des­haupt­stadt Mainz dis­ku­tieren.

Es dis­ku­tieren: Kurt Mer­kator (Sozi­al­de­zernent der Stadt Mainz), Dorothea Lin­denberg (Women in Exile & Friends), Elmar Brok (MdEP, CDU), Daniel Mühlig (Flücht­lingsrat, Wies­baden)
Mode­ration: Peter Nowak (Freier Jour­nalist und Blogger)

http://​www​.openohr​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​d​a​t​e​i​a​b​l​a​g​e​/​d​o​w​n​l​o​a​d​s​_​2​0​1​5​/​o​o​f​1​5​_​p​r​o​g​r​a​m​m​h​e​f​t.pdf


Bielefeld:20.04. 2015, 19.30 Uhr,FAU-Lokal, Metzer Str. 20,

Die Gefangenengewerkschaft GG/BO stellt sich vor

Eine Veranstaltung mit dem Journalisten und Gewerkschafter
Peter Nowak

m Mai 2014 grün­deten Gefangene in der JVA Tegel die Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft / Bun­des­weite Orga­ni­sation (GG/BO). Zwei ihrer zen­tralen For­de­rungen sind ein all­ge­meiner Min­destlohn auch für Gefangene und die Auf­nahme in die Ren­ten­ver­si­cherung. Während dies in meh­reren euro­päi­schen Ländern, wie z.B. Italien und Öster­reich, längst Rea­lität ist, erhalten Gefangene in Deutschland gerade mal einen Stun­denlohn zwi­schen 1,10 und 1,80 Euro und sind von der Ren­ten­ver­si­cherung aus­ge­schlossen, von anderen arbeits­recht­lichen Stan­dards, wie freie Wahl des Arbeits­platzes und Streik­recht, ganz zu schweigen.
Die Mit­glieder der Gefan­genen-Gewerk­schaf­t/Bun­des­weite Orga­ni­sation (GG/BO) wollen diese Zustände nicht länger hin­nehmen und begehren dagegen auf. Seit Mai sind in einem halben Dutzend Knästen Sek­tionen der GG/BO auf­ge­macht worden, über 300 Gefangene sind der GG/BO bei­getreten.
Die Antwort der Anstalts­lei­tungen auf die Orga­ni­sierung der Gefan­genen sind Repres­sionen wie z.B. Zel­len­durch­su­chungen, Beschlag­nahme von Gewerk­schafts­un­ter­lagen und Mobbing. Über die Aus­sichten, trotz dieser Ein­schüch­te­rungs­ver­suche die volle Gewerk­schafts­freiheit in der Unfreiheit der Knäste durch­zu­setzen und wie die Gefan­genen dabei unter­stützt werden können, berichtet der Jour­nalist und Gewerk­schafter Peter Nowak im Rahmen der Ver­an­staltung.

Ver­an­stal­te­rInnen:
Anar­chis­ti­sches Forum OWL, Antiknast-Gruppe Bie­lefeld, FAU Bie­lefeld und Rote Hilfe Bie­lefeld

http://​www​.gefan​ge​nen​ge​werk​schaft​.de/​d​i​e​-​g​e​f​a​n​g​e​n​e​n​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​-​g​g​b​o​-​s​t​e​l​l​t​-​s​i​c​h​-vor/


Leipzig: 14.4. 2015: 19:00 Uhr // Meuterei // Zollschuppenstraße 1

Buchvorstellung: Zwangsräumung verhindern

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne “Zwangs­räu­mungen ver­hindern” mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen Räu­mungen.

Das Buch geht auf ihre Vor­läufer in der Wei­marer Republik ein und wirft einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor ist.

Ein Interview mit der Sozio­login Ceren Türkmen widmet sich der Frage, warum sich viele Men­schen mit migran­ti­schem Hin­ter­grund gegen Zwangs­räu­mungen wehren. Ein Kapitel behandelt den Wider­stand von Senior*innen und die öffent­lichen Reak­tionen darauf. In einem Interview mit Aktivist*innen geht es um die Per­spek­tiven und Grenzen des Wider­stands gegen die Zwangs­räu­mungen.

PETER NOWAK arbeitet als freier Jour­nalist in Berlin und schreibt u.a. für die Jungle World, das Neue Deutschland, das Inter­net­ma­gazin Tele­polis und das Monats­ma­gazin konkret. Zuletzt erschien von Peter Nowak in der edition assem­blage “Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht – Arbeits­kämpfe nach dem Ende der großen Fabriken”

Ver­an­staltet von der Roten Hilfe Leipzig

https://​anti​re​pression​.noblogs​.org/​p​o​s​t​/​2​0​1​5​/​0​4​/​0​7​/​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​n​g​-​v​e​r​h​i​n​dern/


Berlin: 10.4.2015, 19 Uhr,

Café am Schä­fersee, Resi­denz­straße 43, 13409 Berlin

Vor 2 Jahren, am 11. April 2013, starb Rose­marie F., zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung in der Aroser Allee zwangs­ge­räumt worden war.

Die Vor­gänge, die zu Rose­maries Zwangs­räumung führten, sind jetzt in einem Buch auf­ge­ar­beitet. Gezeigt wird auch ein Film­aus­schnitt­mitRo­se­marie aus dem Film „Mietre­bellen“ in Anwe­senheit der Regisseur_​innen. Ein­ge­laden sind alle, die mit Rose­marie soli­da­risch waren und alle, die gegen die Ver­treibung von Mieter_​innen und für ein Wohnen ohne Exis­tenz­angst kämpfen. Es soll genügend Zeit sein für Gespräche, Dis­kussion und Aus­tausch: Was ist seitdem geschehen? Wie geht es den Leuten, die sich vor zwei Jahren mit Rose­marie zu Nach­bar­schafts­ver­samm­lungen getroffen haben?Was können wir jetzt und in Zukunft gemeinsam gegen Ver­treibung, Zwangs­räu­mungen und Miet­erhö­hungen tun? Es lesen: Margit Englert, Autorin des Buches Rose­marie F. Kein Skandal. Peter Nowak, freier Jour­nalist und Autor u.a. des Buches: Zwangs­räu­mungen ver­hindern.


Frankfurt/​Oder: 26.03.2015:

Am 26.03. findet wie an jedem letzten Freitag des Monats der Libertäre Tresen im Backdoor statt. Los­gehen wird es ab 20:00 Uhr mit einem Vortrag und anschlie­ßender Dis­kussion von Peter Nowak, einem Redakteur, der bei­spiels­weise für die Jungle World und das Neue Deutschland schreibt. Wir laden euch herzlich ein, zum Thema „Gen­tri­fi­zierung und Wider­stand“ ins Gespräch zu kommen:

Gent­ri­fi­zierung – dieses Wort wurde in den letzten Jahren bei vielen Men­schen, die nicht zu den Hoch­be­gü­terten zählen, zu einem angst­be­setzten Begriff. Er steht für die Auf­wertung von Stadt­teilen, die zu Miet­stei­ge­rungen und zur Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Men­schen führt. Längst ist davon auch die prekäre Mit­tel­schicht betroffen, was auch ein Grund dafür ist, dass es der Gen­tri­fi­zie­rungs­diskurs aus der Wis­sen­schaft in die Medien und Talk­shows der Republik geschafft hat. In der Ver­an­staltung wird der Jour­nalist Peter Nowak http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/ auf die Grenzen dieser Debatte hin­weisen.


Wer von Gen­tri­fi­zierung spricht, darf von Kapi­ta­lismus nicht schweigen.

Die Auf­wertung von Stadt­teilen und die Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Bevöl­ke­rungs­teilen ist so alt wie der Kapi­ta­lismus, der Wider­stand der betrof­fenen Mieter_​innen eben­falls. Nur wurde dieser Wider­stand in der Geschichts­schreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_​innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangs­räu­mungen, die seit einigen Jahren in ver­schie­denen Städten ent­standen sind, stehen in dieser Tra­di­ti­ons­linie. Dieser Wider­stand richtet sich nicht nur gegen die Gen­tri­fi­zierung, sondern auch gegen eine gezielte Ver­ar­mungs­po­litik, die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Nied­rig­lohn­sektor trägt.

Im Anschluss gibt*s wie gewohnt Dosen­mukke auf die Ohren und die Mög­lichkeit, bei Küfa und Bierchen an der Bar zu ver­weilen oder an unserem derzeit gut bestückten Info­tisch zu stöbern.

Kein Platz für jedwede Dis­kri­mi­nierung. Das heißt, dass sexis­ti­sches, ras­sis­ti­sches, natio­na­lis­ti­sches und in sonst einer Art und Weise abwer­tendes Ver­halten nicht tole­riert wird.

http://​libert​ae​re​ak​ti​onffo​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​3​/​1​1​/​l​i​b​e​r​t​a​e​r​e​r​-​t​r​e​s​e​n​-​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​n​g​e​n​-​v​e​r​h​i​n​dern/


Rostock: JAZ , Lindenstrasse 3b

Sonntag, 15 März 2015, 20 Uhr

Lesung und Diskussion

*Die Antisemitismusdebatte in der linken Bewegung*

Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der
Jour­nalist Peter Nowak http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/ hat in der edition assem­blage die “Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte” her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen. Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­bat­te­hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll ein Vor­schlag zur Ver­sach­li­chung zur Dis­kussion gestellt werden, der an Dis­kus­sionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusam­men­hängen geführt
wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte ständig nur wie­derholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Aus­ein­an­der­setzung mit regres­siven Anti­zio­nismus und ver­kürzter Kapi­ta­lis­mus­kritik gewonnene Grund­lagen auf­zu­geben.

http://​www​.jaz​-rostock​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​b​l​o​g​_​c​a​l​e​n​d​a​r​&​y​e​a​r​=​2​0​1​5​&​m​o​n​t​h​=​0​3​&​m​o​d​id=61


Kassel: 12.3. 18 Uhr, Rothe Ecke e.V.
Naumburgerstr. 20a

Mindestlohn und Koalitionsfreiheit hinter Gittern!

Mindestlohn und Koalitionsfreiheit hinter Gittern!

MiloimKnast

Am 12.3. um 18 Uhr in der Rothen Ecke begründet der Jour­nalist Peter Nowak (http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/), der in den letzten Monaten in zahl­reichen Zei­tungen über die Gründung und Ent­wicklung der GG/BO publi­ziert hat, warum die Koali­ti­ons­freiheit ebenso wie der Min­destlohn auch im Gefängnis gelten muss und warum der Kampf darum in einer Zeit, in der die Knast­arbeit wach­sende Bedeutung bekommen hat, eine all­gemein-gewerk­schaft­liche For­derung sein sollte.

http://​www​.wob​blies​-kassel​.de/​?​p=651


Dresden: 22. Februar // 15 Uhr // Bautzner Tor // Hoyerswerdaer Straße 37

Gentrifizierung und Widerstand

Vortrag und Dis­kussion mit Peter Nowak*

Gent­ri­fi­zierung – dieses Wort wurde in den letzten Jahren bei vielen Men­schen, die nicht zu den Hoch­be­gü­terten zählen, zu einem angst­be­setzten Begriff. Er steht für die Auf­wertung von Stadt­teilen, die zu Miet­stei­ge­rungen und zur Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Men­schen führt. Längst ist davon auch die prekäre Mit­tel­schicht betroffen, was auch ein Grund dafür ist, dass es der Gen­tri­fi­zie­rungs­diskurs aus der Wis­sen­schaft in die Medien und Talk­shows der Republik geschafft hat. In der Ver­an­staltung wird der Jour­nalist Peter Nowak auf die Grenzen dieser Debatte hin­weisen.

Wer von Gen­tri­fi­zierung spricht, darf von Kapi­ta­lismus nicht schweigen.

Die Auf­wertung von Stadt­teilen und die Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Bevöl­ke­rungs­teilen ist so alt wie der Kapi­ta­lismus, der Wider­stand der betrof­fenen Mieter_​innen eben­falls. Nur wurde dieser Wider­stand in der Geschichts­schreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_​innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangs­räu­mungen, die seit einigen Jahren in ver­schie­denen Städten ent­standen sind, stehen in dieser Tra­di­ti­ons­linie. Dieser Wider­stand richtet sich nicht nur gegen die Gen­tri­fi­zierung, sondern auch gegen eine gezielte Ver­ar­mungs­po­litik, die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Nied­rig­lohn­sektor trägt.


* Der Jour­nalist Peter Nowak schreibt in ver­schie­denen Zei­tungen wie Jungle WorldDirekte Aktion, Neues Deutschland unter Anderem über den Wider­stand von Mieter_​innen und Erwerbslose und hat im letzten Jahr in der Edition Assam­blage das Buch „Zwangs­räumung ver­hindern“ her­aus­ge­geben, in dem die Geschichte und Per­spek­tiven der aktu­ellen Mieter_​innenbewegung im Mit­tel­punkt stehen.

Gent­ri­fi­zierung – dieses Wort wurde in den letzten Jahren bei vielen Men­schen, die nicht zu den Hoch­be­gü­terten zählen, zu einem angst­be­setzten Begriff. Er steht für die Auf­wertung von Stadt­teilen, die zu Miet­stei­ge­rungen und zur Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Men­schen führt. Längst ist davon auch die prekäre Mit­tel­schicht betroffen, was auch ein Grund dafür ist, dass es der Gen­tri­fi­zie­rungs­diskurs aus der Wis­sen­schaft in die Medien und Talk­shows der Republik geschafft hat. In der Ver­an­staltung wird der Jour­nalist Peter Nowak auf die Grenzen dieser Debatte hin­weisen.

Wer von Gen­tri­fi­zierung spricht, darf von Kapi­ta­lismus nicht schweigen.

Die Auf­wertung von Stadt­teilen und die Ver­treibung von ein­kom­mens­schwachen Bevöl­ke­rungs­teilen ist so alt wie der Kapi­ta­lismus, der Wider­stand der betrof­fenen Mieter_​innen eben­falls. Nur wurde dieser Wider­stand in der Geschichts­schreibung oft nicht erwähnt. Die heutige Mieter_​innenbewegung und die Kämpfe gegen Zwangs­räu­mungen, die seit einigen Jahren in ver­schie­denen Städten ent­standen sind, stehen in dieser Tra­di­ti­ons­linie. Dieser Wider­stand richtet sich nicht nur gegen die Gen­tri­fi­zierung, sondern auch gegen eine gezielte Ver­ar­mungs­po­litik, die in Deutschland Namen wie Hartz IV und Nied­rig­lohn­sektor trägt.

http://​wbadresden​.noblogs​.org/​p​o​s​t​/​2​0​1​5​/​0​2​/​1​3/21/


Berlin:19.1.2015, 19.30 Uhr, Kino Moviemento Berlin:

Buchvorstellung Zwangsräumung verhindern im Anschuss an den Film »Verdrängung hat viele Gesichter«

Mit dem Her­aus­geber des Buchs Zwangs­räu­mungen ver­hindern , Peter Nowak / Im Beisein der Filmemacher*innen / Ange­fragt auch Akti­vis­tinnen der Initiative “Zwangs­räumung ver­hindern”

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einiger Zeit lassen sich manche Mieter_​innen nicht mehr still ver­treiben. Damit wurden die tag­täg­lichen Zwangs­räu­mungen zu einem poli­ti­schen Thema. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in dem im letzten Jahr in der Edition Assem­blage her­aus­ge­benen Buch “Zwangs­räu­mungen ver­hindern” die aktu­ellen Pro­teste in einen his­to­ri­schen und inter­na­ti­nalen Kontext gestellt. Er wird im Anschluss an den Film einen kurzen Über­blick über das Buch geben.


2014:

Stuttgart: Donnerstag, 18. Dezember 19 Uhr im Gasparitsch
Rotenbergstr. 125 (U9 Haltestelle Raitelsberg, Ecke Abelsbergstr)

: Ver­an­staltung & Dis­kussion: Zwangs­räu­mungen ver­hindern
Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Bisher gab es dagegen kaum Pro­teste. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter_​innen nicht mehr still ver­treiben. Häufig liegt der Grund für die Miet­schulden in der Wei­gerung der Job­center die volle Miete zu über­nehmen oder in den Nied­rig­löhnen. Oft werden ihnen von der Agentur für Arbeit sämt­liche Ein­künfte gestrichen und die Betrof­fenen können dann auch die Miete nicht mehr bezahlen. Auf der Ver­an­staltung soll daher auch dis­ku­tiert werden, ob und wie der Kampf gegen Zwangs­räu­mungen mit dem Kampf gegen Nied­riglohn und Hartz IV ver­bunden werden kann.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assem­blage das Buch „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ her­aus­ge­geben, in dem Geschichte und Per­spek­tiven dieser Bewegung im Mit­tel­punkt stehen. Auf der Ver­an­staltung wird es vom Her­aus­geber vor­ge­stellt werden.

http://​zkstuttgart​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​1​1​/​1​0​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​e​n​-​z​u​-​s​t​a​d​t​a​u​f​w​e​r​t​u​n​g​-​v​e​r​d​r​a​e​n​g​u​n​g​-​u​n​d​-​w​i​d​e​r​s​t​a​n​d​-​d​a​g​egen/


Berlin: 04.12.2014 | 20 Uhr | Café Cralle | Hochstädter Str. 10a | U9/U6/247

Historische Mieter*innenkämpfe und Perspektiven des Widerstandes

Zum monat­lichen Tresen diesmal eine Ver­an­staltung mit Simon Len­gemann und Peter Nowak:

Seit einiger Zeit wehren sich auch in Berlin Mieter_​innen gegen Zwangs­räu­mungen. Pro­test­bünd­nisse rufen zu Kund­ge­bungen und Blo­ckaden auf. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assem­blage das Buch “Zwangs­räu­mungen ver­hindern” her­aus­ge­geben. Er wird auf der Ver­an­staltung diesen Wider­stand in den Kontext einer Politik der Selbst­er­mäch­tigung stellen, die sich nicht mehr darauf beschränkt, an Regie­rungen und Kapital For­de­rungen für eine sozialere Politik zu stellen. Er stellt eben­falls die Frage, welche Per­spektive dieser Wider­stand hat und ob es ihm gelingen kann, eine Gegen­macht zu ent­wi­ckeln. Dazu ist es auch not­wendig, in die Geschichte zu blicken.

So exis­tierte von 1930 bis Januar 1933 eine Ber­liner Mieter_​innenbewegung, die unter dem Motto “Erst das Essen, dann die Miete” ein poli­ti­scher Faktor war. Der His­to­riker Simon Len­gemann hat diese Ber­liner Mieter_​innenbewegung vor dem Hin­ter­grund der Woh­nungs­po­litik jener Zeit unter­sucht und wird seine For­schungs­er­geb­nisse auf der Ver­an­staltung vor­tragen. Wenn Len­gemann zu dem Schluss kommt, dass die Sozi­al­po­litik ein­kom­mens­schwache Mieter_​innen vor die Alter­native Hunger oder Zwangs­räumung stellte, so klingt das sehr aktuell. Daher wollen wir am Ende gemeinsam Gemein­sam­keiten aber auch Unter­schiede der Mieter_​inenbewegung vor über 90 Jahren und heute dis­ku­tieren.


His­to­rische Mieter*innenkämpfe und Per­spek­tiven des Wider­standes

Berlin: Samstag, 8. Nov. 2014, Juristische Fakultät | Kommode | Bebelplatz 1
11:00–13:00 UHR: Arbeitsgruppen

Arbeit und gewerkschaftliche Organisation unter den Bedingungen des Strafvollzugs

Referent_​innen: ange­fragt sind Anwält_​innen aus dem Bereich des Arbeits-, Europa- und Voll­zugs­recht sowie Gewerk­schafts­ver­treter und Freie Träge der Gefan­ge­nen­hilfe, Mode­ration: akj-berlin

Seitdem sich im Mai 2014 in der JVA Tegel eine Initiative gründete, die als nicht-rechts­fä­higer Verein den Anspruch erhebt, jen­seits der
offi­zi­ellen Struk­turen der Gefan­ge­nen­mit­ver­ant­wortung (§ 160 StVollzG) als neue Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft die Inter­essen ihrer Mit­glieder in Bezug auf das Arbeits­ver­hältnis und die Arbeits­be­din­gungen zu ver­treten, kann die Gefan­genen-Gewerk­schaft als bun­des­weite Orga­ni­sation (GG/BO) großen
Zulauf ver­zeichnen. Von den Jus­tiz­mi­nis­terien und -behörden fordert sie u.a. die Aner­kennung ihrer Tarif­fä­higkeit und die Durch­setzung des gesetz­lichen Min­dest­lohns in den Betrieben der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalten. Berlins Innen­se­nator bestreitet jedoch, dass Gefangene sta­tus­rechtlich als Arbeitnehmer_​innen gelten können, weil im Vollzug Arbeits­zwang bestehe und sie daher kein Lohn­ar­beits­ver­hältnis ein­ge­gangen seien. Folglich könnten sie sich auch nicht auf die Tarif­freiheit berufen und kein Min­destlohn fordern.

Der Work­shops will ver­suchen, Ver­treter der neu gegrün­deten Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft (GG/BO) mit Jurist_​innen aus dem Arbeits-, Europa- und Voll­zugs­recht sowie Vertreter_​innen von Gewerk­schaften und Freien Trägern der Gefan­genen- und Bewäh­rungs­hilfe ins Gespräch zu bringen. Dabei sollen die juris­ti­schen Grund­sätze und -pro­bleme einer gewerk­schaft­lichen Orga­ni­sation unter den Bedin­gungen von Arbeits­zwang und Straf­vollzug erörtert und Stra­tegien einer voll­zugs­rechtlich imple­men­tier­baren Argu­men­tation gesucht werden.

http://​www​.gefan​ge​nen​ge​werk​schaft​.de/​t​a​g​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​/​p​a​ge/2/

Kurz­be­richt über die Arbeits­gruppe:

https://​links​unten​.indy​media​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​27119


Mannheim: 18.09.2014: 20.00 Uhr · Wild West · Alphornstr. 38

Zwangsräumungen verhindern!

Buch­vor­stellung und Dis­kussion mit dem Autor und Jour­na­listen Peter Nowak

Ver­an­staltet vom stadt­po­li­ti­schen Bündnis „Wem gehört die Stadt?“, Mannheim

eit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Bisher gab es dagegen kaum Pro­teste. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat im März 2014 in der Edition Assem­blage das Buch „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ (96 Seiten, 7.80 Euro, ISBN 978–3-942885–52-2) her­aus­ge­geben, in dem Geschichte und Per­spek­tiven dieser Bewegung im Mit­tel­punkt stehen. Auf der Ver­an­staltung wird das Buch vor­ge­stellt werden.

Häufig liegt der Grund für die Miet­schulden in der Wei­gerung der Job­center die volle Miete zu über­nehmen. Ein wei­terer Grund ist die zuneh­mende Totalsank­tio­nierung von Erwerbs­losen. Dabei werden ihnen sämt­liche Ein­künfte gestrichen und die Betrof­fenen können dann auch die Miete nicht mehr zahlen. Auf der Ver­an­staltung soll daher auch dis­ku­tiert werden, ob und wie der Kampf gegen Zwangs­räu­mungen mit dem Kampf gegen Nied­riglohn und Hartz IV ver­bunden werden kann.

Peter Nowak arbeitet als freier Jour­nalist in Berlin und schreibt u.a. für die Jungle World, das Neue Deutschland, das Inter­net­ma­gazin Tele­polis und das Monats­ma­gazin konkret. Peter Nowak befindet sich aktuell auf einer Leserund­reise, die in vier süd­deut­schen Städten statt­findet und durch das Anar­chis­tische Netzwerk Südwest orga­ni­siert (www​.​a​-netz​.org) wird.

Stadt­po­li­ti­sches Bündnis „Wem gehört die Stadt?“, Mannheim
(Kontakt: wgds@​riseup.​net)

http://​www​.anarchie​-mannheim​.de/​a​r​c​h​i​v​2​0​1​4.php


Tübingen: 17.09.2014: Wohnprojekt Schellingsstraße 6: 20 Uhr

Zwangs­räu­mungen ver­hindern! Buch­vor­stellung und Dis­kussion mit dem Autor und Jour­na­listen Peter Nowak

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Bisher gab es dagegen kaum Pro­teste. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat im März 2014 in der Edition Assem­blage das Buch „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ (96 Seiten, 7.80 Euro, ISBN 978–3-942885–52-2) her­aus­ge­geben, in dem Geschichte und Per­spek­tiven dieser Bewegung im Mit­tel­punkt stehen. Auf der Ver­an­staltung wird das Buch vor­ge­stellt werden.

Häufig liegt der Grund für die Miet­schulden in der Wei­gerung der Job­center die volle Miete zu über­nehmen. Ein wei­terer Grund ist die zuneh­mende Totalsank­tio­nierung von Erwerbs­losen. Dabei werden ihnen sämt­liche Ein­künfte gestrichen und die Betrof­fenen können dann auch die Miete nicht mehr zahlen. Auf der Ver­an­staltung soll daher auch dis­ku­tiert werden, ob und wie der Kampf gegen Zwangs­räu­mungen mit dem Kampf gegen Nied­riglohn und Hartz IV ver­bunden werden kann.

Peter Nowak arbeitet als freier Jour­nalist in Berlin und schreibt u.a. für die Jungle World, das Neue Deutschland, das Inter­net­ma­gazin Tele­polis und das Monats­ma­gazin konkret. Peter Nowak befindet sich aktuell auf einer Leserund­reise, die in vier süd­deut­schen Städten statt­findet und durch das Anar­chis­tische Netzwerk Südwest orga­ni­siert (www​.​a​-netz​.org) wird.

Danach: Hausbar mit Cock­tails und gemischter Musik.

https://​www​.facebook​.com/​e​v​e​n​t​s​/​8​1​4​5​3​8​4​1​8​5​9​8690/

Karlsruhe:

Buchvorstellung: Zwangsräumungen verhindern mit Peter Nowak: Dienstag, 16.9., 20 Uhr, Wagenburg Karlsruhe

Am 16.9. wird Peter Nowak sein Buch “Zwangs­räu­mungen ver­hindern” in der Wagenburg Karlsruhe, Haid-und-Neu-Str. 153, vor­stellen. Die Ver­an­staltung beginnt um 20 Uhr.

ka.tumblr.com/post/97208285836/buchvorstellung-zwangsräumungen-verhindern-mit


Freiburg: 15.9.2014, 20 Uhr: Strandcafe, Adlerstraße 12

Buchvorstellung: „Zwangsraeumungen verhindern“

eit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Bisher gab es dagegen kaum Pro­teste. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter_​innen nicht mehr still ver­treiben.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assam­blage das Buch „Zwangs­räumung ver­hindern“ her­aus­ge­geben, in dem Geschichte und Per­spek­tiven dieser Bewegung im Mit­tel­punkt stehen. Auf der Ver­an­staltung soll es vor­ge­stellt werden.

Häufig liegt der Grund für die Miet­schulden in der Wei­gerung der Job­center die volle Miete zu über­nehmen. Ein wei­terer Grund ist die zuneh­mende Totalsank­tio­nierung von Erwerbs­losen. Dabei werden ihnen sämt­liche Ein­künfte gestrichen und die Betrof­fenen können dann auch die Miete nicht mehr zahlen. Auf der Ver­an­staltung soll daher auch dis­ku­tiert werden, ob und wie de Kampf gegen Zwangs­räu­mungen mit dem Kampf gegen Nied­riglohn und Hartz IV ver­bunden werden kann

Buch­vor­stellung: „Zwangs­rae­u­mungen ver­hindern“


Rostock:

Montag, 8. Sep­tember 2014, 19.00 Uhr, Lite­ra­turhaus Rostock, Doberaner Str. 21, 18057 Rostock
Welt­weite Lesung: Freiheit und Aner­kennung für Edward Snowden

Pro­gramm in Rostock
Das inter­na­tionale lite­ra­tur­fes­tival berlin (www​.lite​ra​tur​fes​tival​.com) ist Initiator der welt­weiten Lesung. Viele nam­hafte Schriftsteller/​innen aus der ganzen Welt unter­stützen den Aufruf des ilb als Erst­un­ter­zeichner. Im Lite­ra­turhaus Rostock lesen die Schau­spieler Sandra-Uma Schmitz und Alex­ander Wulke Inter­viewauszüge von Edward Snowden, in denen er begründet, warum er seine per­sön­liche Freiheit für diesen Akt der Zivil­courage auf­ge­geben hat. Mit dem Publikum möchten wir anschließend dis­ku­tieren, im Podium sitzen Prof. Dr. Gesa Mack­enthun und Prof. Dr. Hans-Jürgen von Wen­sierski, die Edward Snowden für die Ehren­dok­tor­würde der Uni­ver­sität Rostock vor­ge­schlagen haben, sowie der Ber­liner Jour­nalist Peter Nowak, der unter Anderem für die Wochen­zeitung Jungle World, die Taz, das Monats­ma­gazin Konkret und das Inter­net­ma­gazin Tele­polis arbeitet und die Debatte zu Snowden und den NSA in den letzten Wochen kom­men­tiert hat.

Das Peter-Weiss-Haus und die subraum eG unter­stützen die Ver­an­staltung ideell und tech­nisch, das Lokal­radio Rostock wird die Ver­an­staltung mit einer Son­der­sendung und einem Mit­schnitt medial begleiten. Am Bücher­tisch der Buch­handlung Sequential Art können die Besucher/​innen in den Neu­erschei­nungen zum Thema Über­wa­chung und Freiheit stöbern.

Alle Men­schen, Insti­tu­tionen, Schulen und Medien, denen Freiheit und Bür­ger­rechte wichtig sind, sind zur Teil­nahme an der welt­weiten Lesung für Edward Snowden ein­ge­laden.

Eine Koope­ration des inter­na­tio­nalen lite­ra­tur­fes­tival Berlins mit dem Lite­ra­turhaus Rostock, der Phi­lo­so­phi­schen Fakultät der Uni Rostock, dem Volks­theater Rostock, dem Lokal­radio Rostock (LOHRO), dem Peter-Weiss-Haus e.V., Sequential Art und der Subraum eG im PWH.

http://www.literaturhaus-rostock.de/programm-und-veranstaltungskalender/rueckblick/veranstaltungsdetails/2014–09-08_freiheit-und-anerkennung-fuer-edward-snowden/

http://www.peterweisshaus.de/calendar/2014–09-08


Berlin:23.08.2014: 16.20 Uhr.

Peter Nowak stellt sein Buch »Zwangs­räumung ver­hindern« auf den Stra­ßenfest in der Richard Sorge Straße vor.

http://suedhang-fhain.de/media/download_gallery/Fuer_die_Oeffentlichkeit_Fest2014/Plakat_Strassenfest_2014_3.0_%28A4%29.pdf


Berlin: 18.7.2014, 19 Uhr, FAU-Büro, Lottumstr. 10

Diskussion: Zwangsräumung und Totalsanktionierung:

eit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Doch seit
einigen Monaten lassen sich Mieter_​innen nicht mehr still ver­treiben.

Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der Edition Assam­blage das Buch „Zwangs­räumung ver­hindern“ her­aus­ge­geben, in der Geschichte und Per­spek­tiven dieser Bewegung im Mit­tel­punkt stehen. Auf der Ver­an­staltung wird es vor­ge­stellt. Häufig liegt der Grund für die Miet­schulden in der Wei­gerung der Job­center die volle Miete zu über­nehmen. Ein wei­terer Grund ist die zuneh­mende Totalsank­tio­nierung von Erwerbs­losen. Dabei werden ihnen sämt­liche Ein­künfte gestrichen und die Betrof­fenen können dann auch die Miete nicht mehr zahlen.

In Forst hat sich 2012 am Wider­stand gegen eine solche Totalsank­tio­nierung der Freun­des­kreis Bert Neumann gegründet, der seine Akti­vi­täten auf der Ver­an­staltung vor­stellen wird. „Wir sind soli­da­risch – helfen uns und anderen. Wir orga­ni­sieren uns und sorgen zusammen dafür, dass die Scheiße aufhört!“, beschrieben die Aktivst_​innen auf der Homepage ihren Ansatz. Genau das ist auch Leit­motiv der Bünd­nisse gegen Zwangs­räu­mungen.

Auf der Ver­an­staltung soll dis­ku­tiert werden, wie der Wider­stand von Erwerbs­losen und Mieter_​innen besser koor­di­niert werden kann. Wäre es nicht sinnvoll, gemeinsame Zahltage vor Job­centern und Arbeits­agen­turen zu orga­ni­sieren, wenn bekannt wird, dass dort Men­schen totalsank­tio­niert werden? Hier bestände die Mög­lichkeit, gemeinsam ein­zu­greifen, bevor der Räu­mungs­termin fest­steht.

http://bertneumann.blogsport.de/2014/05/18/diskussion-am-18–7-in-berlin-zwangsraeumungen-und-totalsanktionierung/


Berlin:

Sonntag, 17.7.2014, 20 Uhr, Kotti-Protest-Gecekondu:

Buchvorstellung

“Zwangs­räu­mungen ver­hindern / Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle” von Peter Nowak

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen Räu­mungen. Das in der Edition Assem­blage erschienene Buch geht auf ihre Vor­läufer in der Wei­marer Republik ein, und wirft einen Blick auf Länder wie Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor ist. Auf der Ver­an­staltung stellt der Her­aus­geber Peter Nowak das Buch vor und einige Thesen zur Per­spektive des Mieter_​innenwiderstands zur Dis­kussion.

Kotti & Co Pro­gramm > (unvoll­ständig aber nicht immer aktuell ; )


Berlin: Freitag der 13te Juli 2014 // 20.00, K-Fetisch, Wildenbruchstr. 86

Dein Block mein Kiez?#7: „Migrantische Kämpfe gegen Verdrängung“

Im Norden Neu­köllns sind Migrant_​innen in einer beson­deren Form von Gen­tri­fi­zierung und Neu­ord­nungen im Kiez betroffen. Die Zusam­men­setzung der Bevöl­kerung in der Nach­bar­schaft hat sich stark ver­ändert, die ange­stammten Familien von sog. Gastarbeiter_​innen und andere nicht-weiße Bevöl­ke­rungs­gruppen der Unter­schicht werden vehement zu ver­drängen ver­sucht.

Gleich­zeitig wären Mieter_​innenbewegung, Miet­streiks und der Aufbau der Kieze ohne die Bewegung, das Wissen, die Selbst­or­ga­ni­sation und die Kampf­be­reit­schaft der Migrant_​innen nicht möglich gewesen.

An diese hete­rogene Geschichte knüpfen die der­zei­tigen Kämpfe um Leben und Wohnen in der Stadt an. Eine Bestands­auf­nahme und eine Ein­ladung mit­zu­machen, denn der Kampf hat gerade erst begonnen.

Mit Ali Gülbol (im Februar 2013 zwangs­ge­räumt und aktiv beim Bündnis Zwangs­räumung Ver­hindern), Ceren Türkmen (Sozio­login und Akti­vistin), Cagri Kahveci (anti­ras­sis­ti­scher Aktivist bei All­mende) und Peter Nowak (Her­aus­geber des Buches „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“).

http://​kfe​tisch​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​0​6​/​1​1​/​d​e​i​n​-​b​l​o​c​k​-​m​e​i​n​-​k​i​e​z​7​-​m​i​g​r​a​n​t​i​s​c​h​e​-​k​a​e​m​p​f​e​-​g​e​g​e​n​-​v​e​r​d​r​a​e​n​gung/


Leipzig:31.05.2014: HTWK-Versammlungsraum, 14.30 Uhr,

Buch­vor­stellung Zwangs­räumung ver­hindern mit Peter Nowak im Rahmen der Buko,

http://www.buko.info/pentabarf/BUKO_36/day_2014-05–31.de.html


Münster: Dienstag, 27. Mai um 19:30Uhr im krachtz, Nieberdingstr. 8:

Buchvorstellung “Zwangsräumungen verhindern” mit dem Autor Peter Nowak

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen Räu­mungen. Das Buch geht auf ihre Vor­läufer in der Wei­marer Republik ein, und wirft einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor ist.

Ein Interview mit der Sozio­Iogin Ceren Türkmen widmet sich der Frage, warum sich viele Men­schen mit migran­ti­schen Hin­ter­grund gegen Zwangs­räu­mungen wehren. Ein Kapitel behandelt den Wider­stand von Senior*innen und die öffent­lichen Reak­tionen darauf. In einem Interview mit Aktivist*innen geht es um die Per­spek­tiven und Grenzen des Wider­stands gegen die Zwangs­räu­mungen.

Ver­an­staltet von Bündnis Recht auf Stadt Münster, edition assem­blage, FAU Müns­terland und unter­stützt vom AStA der Uni-MS

http://​krachtz​.blog​sport​.eu/


Berlin: 20.4.2014, Lichtblickkino, Kastanienallee 77,

Buchvorstellung »Zwangsräumung verhindern«

in Anwesenheit einiger AutorInnen im

Anschluss an Vor­führung von Mietre­bellen:
http://​www​.licht​blick​-kino​.org/​f​i​l​m​/​d​o​k​u​m​e​n​t​a​r​f​i​l​m​/​m​i​e​t​r​e​b​ellen


Berlin: 14.4.2014: 19.15 Uhr: Berliner Mietergemeinschaft, Sonnenallee 101,

Buchvorstellung Zwangsräumung verhindern – Vorbilder, Geschichte und Perspektiven

Buch­vor­stellung Zwangs­räumung ver­hindern – Vor­bilder, Geschichte und Per­spek­tiven
Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern” mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen Räu­mungen. Das in der Edition Assem­blage erschienene Buch geht auf ihre Vor­läufer in der Wei­marer Republik ein, und wirft einen Blick auf Länder wie Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor ist. Auf der Ver­an­staltung stellen einige Autor_​innen ihre Thesen zu Per­spek­tiven und Grenzen der aktu­ellen Mieter_​innenproteste vor und zur Dis­kussion.

http://​www​.edition​-assem​blage​.de/​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​n​g​-​v​e​r​h​i​n​d​e​r​n​-​v​o​r​b​i​l​d​e​r​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​-​u​n​d​-​p​e​r​s​p​e​k​t​iven/


Mannheim: 20.2.2014, Jugendzentrum Forum, Neckarpromenade 46, 19.30 Uhr,

Wir möchten euch gerne auf die Ver­an­staltung „Hartz IV – Erfah­rungen und Wider­stand“ am 20. Februar im Jugend­kul­tur­zentrum FORUM (Neckar­pro­menade 46, 68167 Mannheim) hin­weisen. Gast­geber sind das Jugend­kul­tur­zentrum FORUM, DIE LINKE. Mannheim und die Pira­ten­partei Mannheim.

19:30 Uhr Dis­kus­si­ons­ver­an­staltung mit:
Marcel Kallwass, kri­ti­scher Ex-Student der Hoch­schule der Bun­des­agentur für Arbeit (HdBA). Er kri­ti­siert die Vor­ge­hens­weise seines Arbeit­gebers und der Job­center auf seinem Blog im Internet und ist des­wegen bereits gekündigt worden. Er wird über Erfah­rungen aus der „Innen­sicht“ berichten.
Peter Nowak, Jour­nalist mit dem Schwer­punkt „Soziale Bewe­gungen“ und Autor des Buches „Zahltag – über Zwang und Wider­stand unter Hartz IV. Er wird Mög­lich­keiten vor­stellen, sich im Job­center gegen die Zumu­tungen des Hartz IV-Régime zu wehren. Dazu gehören die Zahltage und die Initiative „Keine/​r muss allein zum Amt“, die Betrof­fenen helfen soll, ihre Inter­essen gemeinsam besser durch­zu­setzen. Texte von Peter Nowak auch zum Erwerbs­lo­sen­wi­der­stand finden sich hier.
Julien Ferrat, Experte zu JUMP Plus, Mit­glied im Kreis­vor­stand der Partei DIE LINKE. Mannheim
Anne Helm, Expertin der Pira­ten­partei für Sozi­al­po­litik, Mit­glied der BVV Berlin-Neu­kölln
Mode­ration: Karl­heinz Paskuda, Jugend­kul­tur­zentrum FORUM.

18:30 Uhr Vokü
Es soll eine kom­mu­ni­kative Ver­an­staltung werden, deshalb gibt es vorab ein gemein­sames vege­ta­ri­sches Essen gegen frei­willige Spende!

Ver­an­stal­tungs­hinweis: „Hartz IV – Erfah­rungen und Wider­stand“

Ein Mit­schnitt der Ver­an­staltung findet sich hier:


Magdeburg:

04.01.14. 15 Uhr, Unibibliothek, OVGU

Antisemitismusstreit – Buchlesung und Diskussion mit: Peter Nowak

Die Gruppe 365 Tage offensiv – gegen Staat und Kapital lädt ein mit Peter Nowak über sein neu erschie­nenes Buch „Kurze Geschichte des Anti­se­mi­tis­mus­streit der deut­schen Linken“ zu dis­ku­tieren. Die VeraBUCHLESUNG_PETER NOWAKnstaltung findet in der Uni­ver­si­täts­bi­bliothek Otto-von-Gue­ricke-Uni­ver­sität statt.

Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der edition assem­blage die „Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte“ her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen.

Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll ein Vor­schlag zur Ver­sach­li­chung zur Dis­kussion gestellt werden, der an Dis­kus­sionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusam­men­hängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte ständig nur wie­derholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Aus­ein­an­der­setzung mit regres­siven Anti­zio­nismus und ver­kürzter Kapi­ta­lis­mus­kritik gewonnene Grund­lagen auf­zu­geben.
Peter Nowak lebt in Berlin und arbeitet als Jour­nalist unter Anderem für die Jungle World und das Online­ma­gazin Tele­polis. Texte finden sich auf der Homepage: peter​-nowak​-jour​nalist​.de

http://365tageoffensiv.blogsport.eu/2013/12/18/04–01-14-antisemitismusstreit-buchlesung-und-diskussion-mit-peter-nowak/


2013:

Berlin: 29.11.2013, Vetomat, Scharnweberstr. 35. 19 Uhr:

Diskussion des Buches Kurze Geschichte des Antisemitismusstreits in der deutschen Linken mit den Autoren und freien Journalisten Peter Nowak

http://​bewegung​.taz​.de/​t​e​r​m​i​n​e​/​d​i​s​k​u​s​s​i​o​n​-​d​e​s​-​b​u​c​h​e​s​-​k​u​r​z​e​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​-​d​e​s​-​a​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​s​t​r​e​i​t​s​-​i​n​-​d​e​r​-​d​e​u​t​s​c​h​e​n​-​l​inken


Hannover

14.11.2013 | 19:30 Uhr | Kargah e.V., FAUST-Gelände – Hannover-Linden

Arbeitskämpfe von prekär Beschäftigten

Das lohnt sich eh nicht?

Gerade Men­schen in Minijobs und Leih­arbeit sind häufig mit Arbeits­rechts­ver­let­zungen und Willkür kon­fron­tiert. Es herrscht bei den Ange­stellten, wie auch bei den Arbeit­ge­be­rInnen die Meinung vor, das Arbeits­recht würde hier nicht gelten. Hinzu kommt, dass viele Ange­stellte direkt mit den Arbeit­ge­be­rInnen zusam­men­ar­beiten und daher aus Angst vor Schi­kanen sich nur selten wehren.

Dass dies auch anders geht zeigt ein Arbeits­kampf in einem Späti (den Ber­liner Kiosken).
Ein­ge­laden sind Mag Wompel (Redak­teurin von Labournet) und Peter Nowak (freier Jour­nalist), die über Arbeits­kämpfe unter pre­kären Bedin­gungen berichten werden.

Die Mög­lich­keiten der Kämpfe in solch pre­kären Bereichen scheinen oft begrenzt. Ver­ein­zelung und Ein­schüch­terung über­wiegen. Wer sich wehrt, hat allein nur geringe Druck­po­ten­tiale: ein Streik läuft schlichtweg ins Leere – Leih­ar­bei­te­rInnen erden nicht weiter ein­ge­setzt. Doch es zeichnet sich all­mählich ab, wie auch gewerk­schaftlich in diesen höchst pre­kären und indi­vi­dua­li­sierten Fällen Druck erzeugt werden kann.

Alle Ver­an­stal­tungsorte sind bar­rie­refrei erreichbar.

Orga­ni­siert von der FAU-Han­nover in Koope­ration mit dem FAUST e.V., dem Karagah e.V. dem AstA der Uni Han­nover, der Stiftung Leben und Umwelt / Hein­rich­Böll­Stiftung Nie­der­sachsen sowie der Rosa­Lu­xem­burg­Stiftung Nie­der­sachsen.

http://​www​.fau​.org/​o​r​t​s​g​r​u​p​p​e​n​/​h​a​n​n​o​v​e​r​/​a​s​y​/​a​r​t​_​1​3​1​0​3​1​-​0​83731


Berlin:

Montag, den 7.Oktober 2013

um 20:00 Uhr im Buch­laden Schwarze Risse Gnei­sen­austr. 2a /U-Station Mehringdamm

Diskussion und Lesung mit P.Nowak

Peter Nowak stellt sein neues Buch vor:

: Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der deut­schen Linken

In 25 Jahren Anti­se­mi­tis­mus­streit in der deut­schen Linken ist viel geschrieben worden. Peter Nowak liefert eine knappe Zusam­men­fassung und geht auf die zen­tralen Grund­la­gen­texte der Dis­kussion ein. Das Buch bietet den Leser*innen einen Über­blick über die Geschichte des Anti­se­mi­tis­mus­streits und gibt ihnen so die Mög­lichkeit, sich eine eigene Position in einer Aus­ein­an­der­setzung zu bilden, die in den letzten beiden Jahr­zehnten die Linke aller Frak­tionen und Strö­mungen beschäftigt hat.

P.S.Wir werden die Dis­kussion fort­setzen am 2.Dezember 2013 mit der Vor­stellung des neuen Buches von Peter Ullrich: Deutsche, Linke und der Nahost-Kon­flikt

Peter Nowak arbeitet als freier Jour­nalist in Berlin und schreibt u.a. für die Jungle World, das Neue Deutschland, das Inter­net­ma­gazin Tele­polis und das Monats­ma­gazin Konkret

7.Oktober 2013:Diskussion und Lesung mit P.Nowak

Erfurt: 19.09.2013:

Die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der linken Bewegung, Dis­kus­si­ons­ver­an­staltung mit Peter Nowak:

Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der edition assem­blage die „Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte“ her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen. Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll ein Vor­schlag zur Ver­sach­li­chung zur Dis­kussion gestellt werden, der an Dis­kus­sionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusam­men­hängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte ständig nur wie­derholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Aus­ein­an­der­setzung mit regres­siven Anti­zio­nismus und ver­kürzter Kapi­ta­lis­mus­kritik gewonnene Grund­lagen auf­zu­geben.

Peter Nowak lebt in Berlin und arbeitet als Jour­nalist unter Anderem für die Jungle World und das Online­ma­gazin Tele­polis.

Die Ver­an­staltung ist eine Koope­ration der Offenen Arbeit Erfurt mit dem Bil­dungs­kol­lektiv Biko und gefördert vom Lokalen Akti­onsplan der Stadt Erfurt.
mehr: http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/ [via]

Ein Kom­mentar zur Ver­an­staltung:

Peter Nowak hat am 19.09.2013 in Erfurt einen Vortrag (orga­ni­siert vom BiKo und der Offenen Arbeit) über die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der linken Bewegung im deutsch­spra­chigen Raum gehalten, der auf seinem Buch „Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der in der deut­schen Linken“ basierte, das kürzlich bei Edition Assem­blage erschienen ist. Der Vortrag ist eher in einem chro­no­lo­gisch-erzäh­lendem Stil gehalten, die theo­re­ti­schen Dis­kus­sionen über die ideo­lo­gische Struktur und den Stel­lenwert des Anti­se­mi­tismus sind hin­gegen kaum ent­faltet. Der Vortrag ist dennoch inter­essant – vor allem für solche, die sich zunächst einen Über­blick über die Gemengelage ver­schaffen wollen. Sta­tionen des Vor­trags sind u.a. die Texte „Gerd Albartus ist tot“ und „Das Ende der Politik“ der Revo­lu­tio­nären Zellen / Rote Zora (inter­essant: die Text­sammlung „Früchte des Zorns“), der Zerfall des Kom­mu­nis­ti­schen Bundes und die Spaltung des „Arbei­ter­kampfes“, die Dis­kus­sionen um eine Ham­burger Wand­be­malung, die Nie-Wieder-Deutschland-Kam­pagne und später die Dis­kus­sionen nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11.09.2001. Unver­ständlich bleibt mir, was ein „pro­gres­siver Anti­zio­nismus“ sein soll, den Nowak vom „regres­siven Anti­zio­nismus“ unter­schieden wissen will.

http://​audio​archiv​.blog​sport​.de/​t​a​g​/​p​e​t​e​r​-​n​owak/


Dresden: 11.07.2013 – kos­mo­tique e.V.

Martin-Luther-Str. 13

„Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der deut­schen Linken“

Referent: Peter Nowak

Start: 20.00Uhr

Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür
sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der edition assem­blage die „Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte“ her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte
erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen. Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die gra­vie­renden Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll ein Vor­schlag zur Ver­sach­li­chung zur Dis­kussion gestellt werden, der an Dis­kus­sionen anknüpft, wie sie in der letzten Zeit in linken Zusam­men­hängen geführt wurde, die weder ein Interesse daran haben, dass sich die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte ständig nur wie­derholt, die aber auch nicht bereit sind, bestimmte in der Aus­ein­an­der­setzung mit regres­siven Anti­zio­nismus und ver­kürzter Kapi­ta­lis­mus­kritik gewonnene Grund­lagen auf­zu­geben.

Peter Nowak lebt in Berlin und arbeitet als Jour­nalist unter Anderem für die Jungle World und das Online­ma­gazin Tele­polis. Texte finden sich auf der Homepage http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/

http://​afadresden​.blog​sport​.de/​2​0​1​3​/​0​5​/​2​9​/​a​k​-​a​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​-​d​i​e​-​e​r​s​t​e​-​v​o​r​t​r​a​g​s​r​e​i​h​e​-​steht


Heidelberg: 03.06.2013:

Sozialchauvinismus und Selbstermächtigung

Vortrag von Peter Nowak im Rahmen der Ver­an­stal­tungs­reihe

Cam­pusCamp 2013 — vom 30.5. bis 9.6.2013 auf dem Campus Hei­delberg

http://​www​.cam​puscamp​.de/​?​q​=​n​o​d​e/290


Mannheim: 20.4.2013: Libertäre Buchmesse:

Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der deut­schen Linken
Lesung mit Peter Nowak

http://buchmessemannheim.blogsport.eu/historie/2013–2/programm-2013/


Berlin:17.04.2013, Eiszeit-Kino: 18.30 Uhr,

Prekäre Arbeitsverhältnisse – Anpassung Gewerkschaft Zeitarbeit:

Diskussion im Rahmen des Globale Filmfestivals nach der Vorführung des Films »Die Ausbildung« mit Regisseur Dirk Lutter und Journalist Peter Nowak, der in seinen Artikeln über Arbeitskämpfe in schwer organierbaren Branchen in der Taz, der Jungle World und der Tageszeitung Neues Deutschland berichtet.

http://​www​.globale​-film​fes​tival​.org/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​g​l​o​b​a​l​e​/​g​l​o​b​a​l​e​1​3​_​p​r​o​g​r​a​m​m.pdf


Dresden:25.03.2013: 20.30 Uhr, AZ Conni,

»OLLI. R. – EIN WOOBLIE IM KNAST«

INFO­VER­AN­STATUNG MIT PETER NOWAK

Zum Tresen am 25. März freuen wir uns auf den Jour­na­listen Peter Nowak. Er wird uns über die aktuelle Situation von Olli und dessen Gewerk­schafts­arbeit im Knast infor­mieren. Außerdem soll es um Mög­lichkeit und Grenzen von Gewerk­schafts­arbeit im Knast gehen.

Diese Ver­an­staltung wird gemeinsam mit der FAU Dresden orga­ni­siert. Das ist die “Freie Arbeiter_​innen Union”, eine anarcho-syn­di­ka­lis­tische Gewerk­schaft. Die sich auch in Dresden aktiv für die Rechte von Arbeitnehmer_​innen ein­setzt.

INFO­VER­AN­STATUNG MIT PETER NOWAK
ROTE HILFE TRESEN & VOKÜ

http://​rote​hil​fedresden​.blog​sport​.eu/​t​r​e​s​e​n​-​a​m​-​2​5​-​m​a​e​r​z​-​o​l​l​i​-​r​-​e​i​n​-​w​o​o​b​l​i​e​-​i​m​-​k​nast/


Berlin:

Donnerstag, 14.03.2013 | 19:00 Uhr Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1

Das vergessene Massaker in Berlin

Buchvorstellung mit Dietmar Lange. Moderation Peter Nowak

Mehr als 1000 Men­schen sind selbst nach vor­sich­tigen offi­zi­ellen Schät­zungen im März 1919 in Berlin ermordet worden, als ein Gene­ral­streik, der von den während der Novem­ber­re­vo­lution ent­stan­denen Räte­or­ga­ni­sa­tionen getragen wurde, von rechten Frei­korps und Stand­ge­richten im Auftrag der Reichs­re­gierung blutig zer­schlagen wurde. Der Großteil der Opfer waren auf­be­geh­rende Arbeiter_​innen, aber auch kri­tische Intel­lek­tuelle und bekannte Kriegsgegner_​innen gerieten in den Fokus des Terrors.

Der Ber­liner His­to­riker Dietmar Lange hat in dem Buch „Mas­sen­streik und Schieß­befehl“ (Edition Assem­blage, Münster 2012, 176 Seiten, 19,80 Euro) das weit­gehend ver­gessene Mas­saker wieder bekannt gemacht. Auf der Ver­an­staltung wird er über die soziale und poli­tische Lage in Berlin im Frühjahr 1919, die Ziele der Streik­be­wegung und die Antwort der Staats­ap­parate sprechen.

Auch über die wei­ter­rei­chenden poli­ti­schen Kon­se­quenzen des Mas­sakers, für das keiner der Täter juris­tisch belangt wurde, soll auf der Ver­an­staltung dis­ku­tiert werden. Der Publizist Sebastian Haffner zog bereits 1969 eine Ver­bindung von „den Tau­send­fachen Morden in den Monaten der Noske-Zeit zu den mil­lio­nen­fachen Morden in den fol­genden Jahr­zehnten der Hit­lerzeit“. Ist eine solche Dar­stellung nicht wesentlich rea­li­täts­naher als die aktuelle offi­zielle Geschichts­dar­stellung „Zer­störte Vielfalt“, nach der die Nazis 1933 in Berlin eine weit­gehend heile Welt zer­störten?

Schließlich wollen wir uns der Frage widmen, ob ein Gedenk- und Erin­ne­rungsort für die Opfer der Mas­saker nicht endlich auf der Tages­ordnung steht. Einer der zen­tralen Orte des Terrors waren die Arbeiter_​innenquartiere in den Stadt­teilen Lich­tenberg und Fried­richshain.

http://​www​.rosalux​.de/​e​v​e​n​t​/​4​8​0​2​0​/​d​a​s​-​v​e​r​g​e​s​s​e​n​e​-​m​a​s​s​a​k​e​r​-​i​n​-​b​e​r​l​i​n​.html


Zahltag in Forst: 12.3.2013

  • Leben von Null Euro? Pro­teste bringen Unruhe ins Job­center in Forst12. März: Zahltag vor dem Jobcenter in Forst
    Kurz vor Weih­nachten wurde dem Forster Erwerbs­losen mit­ge­teilt, dass er ab dem 1. Januar für drei Monate kein Geld (Hartz IV) mehr erhält. Diese 100%-Sanktion bedeutet, dass er lau­fende Kosten für Wohnung, Strom, Gas, Internet und Wasser nicht mehr begleichen kann. Im ver­gan­genen Jahr wurde Bert Neumann zum dritten Mal die gleiche Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nahme“ (ein Anfänger-Com­puter-Kurs) zuge­wiesen. Anfang November hatte er krank­heits­be­dingt gefehlt und konnte keinen Kran­ken­schein vor­weisen. Er leidet unter der chro­ni­schen Magen-Darm-Ent­zündung „Morbus Chron“. Diese tritt immer wieder in Schüben auf und ist mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen ver­bunden. In Forst herrscht Ärz­te­mangel. Neue Pati­enten werden nicht mehr auf­ge­nommen. Die ihn behan­delnden Ärzte sitzen in Cottbus und Berlin und sind während eines Krank­heits­schubes nicht erreichbar. Hinzu kommt, dass Erwerbslose ohne Geneh­migung ihre Gemeinde nicht ver­lassen dürfen. Den Ärz­te­mangel bestätigt auch das Job­center.
    Während heute Akti­vis­tinnen vor dem Gebäude des Job­center Infor­ma­ti­ons­ma­terial ver­teilten und direkte Bera­tungen für Hartz-IV-Emp­fän­ge­rInnen anboten, machten andere während der Pres­se­kon­ferenz des Kabi­netts klar, dass sie nicht schweigen, wenn die Men­schen­würde mit Füßen getreten wird. Gemeinsam mit Bert Neumann wurde erneut das Gespräch mit seiner Fall­ma­na­gerin gesucht. Doch trotz ent­ge­gen­kommen wurde die 100%-Sanktion nicht rück­gängig gemacht.
    Die Lei­terin für Rechts­an­ge­le­gen­heiten des Job­centers Spree-Neiße findet es laut Aussage vom 11.03. in der Lau­sitzer Rund­schau „bedau­erlich, dass sich dieser Fall so ent­wi­ckelt habe“, doch die „Sank­tionen seien aber eine poli­tische Ent­scheidung, die das Job­center umsetzen müsse“. Dazu erklärt Erik Hof­edank: „Die Agenda 2010 hat den Druck auf Erwerbslose in prekäre und schlecht bezahlte Arbeit sys­te­ma­tisch erhöht. Auch die Job­center-Mit­ar­bei­te­rInnen stehen unter hohem Druck, trotzdem bestehen Hand­lungs­spiel­räume, die viel zu selten genutzt werden.“
    Die Hartz IV Sank­tionen sind ver­fas­sungs­widrig und ver­stoßen gegen die Men­schen­rechte. Eine Ver­bes­serung wird es ohne Gegen­druck nicht geben. Um diesen auf­zu­bauen ist es wichtig nicht allein zu bleiben und sich zu orga­ni­sieren. „Wir sind alle Bert Neumann“ bedeutet, dass nicht ein­zelne im Hartz IV-System ver­sagen, sondern dass das Hartz IV-System versagt. Niemand soll allein gelassen werden.” Pres­se­mit­teilung vom Freun­des­kreis Bert Neumann vom 12.03.2012. Siehe dazu auch Fotos vom 12.03 auf der Homepage des Freun­des­kreises Bert Neumann externer Link

Forst, 8.2.2013:

Podiumsgespräch zu Hartz-IV-Sanktionen stärkt Vernetzung

Podiumsgespr�¤ch

Am Freitag den 8.2. hat im Park7 in Forst ein Podi­ums­ge­spräch mit dem Titel „Hartz-IV-Sank­tionen treffen ein­zelne, gemeint sind alle.“ statt­ge­funden. Der Hartz-IV-Rebell Ralph Boes und der Jour­nalist Peter Nowak berich­teten von ihrem Einsatz gegen die Schi­kanen der Job­center. Obwohl es um exis­ten­zielle Fragen ging, schafften es die beiden Refe­renten immer wieder das Publikum mit Anek­doten über das absurde Hartz-IV-System zum Lachen zu bringen.

Wieso hängt der Satz „Der Kunde ist König“ eigentlich über keinem Schreib­tisch im Job­center? Und wieso stößt die amts­in­terne Datenbank an ihre Grenzen, wenn man „vollzeit, selbst­ständig und ehren­amtlich“ arbeitet? Wer sind eigentlich diese „Trans­fer­emp­fänger“, von denen immer gesprochen wird?

Ralph Boes legt lei­den­schaft­liche dar: „Wenn mil­lionen Men­schen, die arbeiten gehen, ihr Gehalt durch Hartz IV auf­stocken müssen, ist das nichts anderes als ein rie­siges Sub­ven­ti­ons­pro­gramm für schlechte Arbeit. Wenn Erwerbslose mit aller Macht in sinn­ent­leerte Arbeits­ver­hält­nisse gepresst werden, ver­liert der erste Satz des Grund­ge­setzes – Die Würde des Men­schen ist unan­tastbar – seine Bedeutung. Die Gesetze und Ver­wal­tungs­vor­schriften, die das Gerüst des Hartz-IV-Systems bilden, sind mit den Men­schen­rechten nicht ver­einbar.“

Er hat den Weg gewählt, sich selber bewusst in die Schuss­linie aller Sank­tionen zu stellen und sich zur „Ratte im Test­labor“ zu machen, um gemeinsam mit einem starken Unter­stüt­ze­rIn­nen­kreis und Rechts­an­wäl­tInnen einen Prä­ze­denzfall zu schaffen, der für eine Ver­fas­sungs­klage not­wendig ist. Die Spreng­kraft eines solchen Falles wäre enorm, des­wegen setzen die Behörden momentan alles daran, dass er keine Sank­tionen mehr bekommt.

Für alle anderen Hartz-IV-Emp­fän­ge­rInnen geht es weiter wie bisher oder es wird schlimmer. Die Anzahl der Sank­tions-Betrof­fenen hat im letzten Jahr deutsch­landweit einen Höchst­stand erreicht. Der juris­tische Weg ist in den meisten Fällen zwar erfolg­reich aber auch lang­wierig und kräf­te­zehrend. Peter Nowak hat sich als Autor des Buches „Zahltag“ intensiv mit Wider­stands­stra­tegien gegen Hartz-IV beschäftigt. Er machte an dem Abend deutlich: „Die Iso­lierung der Erwerbs­losen, prekär Beschäf­tigten und auch der Mit­ar­bei­te­rInnen auf den Ämtern erfolgt nach dem Prinzip „Teile und herrsche“. Der Aufbau eines soli­da­ri­schen Umfeldes ist zentral, um den Alltag mit der Hartz-IV-Maschi­nerie zu meistern und Sank­tio­nie­rungen zu ver­hindern. Am besten nie allein zum Amt gehen!“

Während der gesamten Ver­an­staltung gab es immer wieder Bei­träge aus dem Publikum, in denen von erschüt­ternden per­sön­lichen Erfah­rungen mit Hartz-IV berichtet wurden. Mit jedem Ein­zelfall wurde deut­licher, dass diese Teil des gleichen Pro­blems sind. Netz­werke zur Unter­stützung von Hartz-IV-Betrof­fenen in der Region leisten vor allem auf dem Gebiet der Beratung und Betreuung über­mensch­liches. Es fehlt aber an Pro­zessen der Selbst­er­mäch­tigung und gemein­samen posi­tiven Erfah­rungen. „Alles was Spaß macht, schafft Kraft“ – diese Weisheit hat Ralph Boes mit seiner Art ein­drucksvoll ver­mittelt.

Vor allem im Fall des jungen Forsters Bert Neumann besteht akuter Hand­lungs­bedarf. Er hat seit Januar vom Job­center Spree-Neiße eine 100%-Sanktion bekommen und hat momentan kein Geld, um seine Miete zu zahlen oder Essen zu kaufen. Noch über zwei Stunden nach der Ver­an­staltung saßen Akti­vis­tInnen zusammen, um sich aus­zu­tau­schen und gemeinsame nächste Schritte auf den Weg zu bringen.

http://​bert​neumann​.blog​sport​.de/​2​0​1​3​/​0​2​/​0​9​/​a​u​s​w​e​r​t​u​n​g​-​p​o​d​i​u​m​s​g​e​s​p​r​aech/


2012:

Nürnberg:

Die nervöse Ordnung gereizter Denkmodelle

Symposium / 16.11.2012

Aka­demie der Bil­denden Künste in Nürnberg

Moderne Gesell­schaften ver­fahren nach einem para­doxen jedoch gedul­deten
Prinzip: Sie for­mu­lieren eine Heer­schar von Erklä­rungs­mo­dellen, die
neben­ein­ander glei­cher­maßen exis­tenz­be­rechtigt sind und sich dennoch
wider­sprechen. Das offenbar werden dieser Wider­sprüche kaschiert die
moderne Gesell­schaft geschickt: Erklä­rungs­mo­delle werden stets strikt
getrennt gedacht und erhalten ihre eigene Wirk­sphäre, die sich nicht
mit der der jeweils anderen kreuzt: Wir trennen Politik von Religion,
Sozio­logie von Öko­nomie, Kunst von Design. Selbst innerhalb der
Dis­zi­plinen arbeiten wir mit kon­kur­rie­renden Ideen, die sich
wider­sprechen, die sich aber durch ihre Trennung dennoch nicht
gegen­seitig aus­lö­schen. Eine Ver­mengung der Zustän­dig­keiten gilt im
Rahmen unserer modernen Ver­fassung, wie sie Bruno Latour beschreibt,
als ille­gitim: Sie führe zu Wider­sprüchen, welche die mühsam auf­ge­baute
Ordnung der Modelle ins Wanken brächte.

Dies stellt so lange kein Problem dar, wie wir die moderne Ver­fassung
glaub­würdig auf­recht erhalten können. In Anbe­tracht der Ver­än­de­rungen
unserer Gesell­schaften scheint die wider­spruchslose Ordnung in immer
grö­ßerer Bedrängnis zu sein. Jüngere Bei­spiele sind zahl­reich: Das
enorme Tempo des revo­lu­tio­nären Auf­be­gehrens in den ara­bi­schen Ländern,
die gegen­wärtige all­um­fas­sende Finanz­krise oder die mas­siven
poli­ti­schen, öko­no­mi­schen und gesell­schaft­lichen Folgen der nuklearen
Kata­strophe in Japan zeugen von einer sen­siblen Ver­schränkung und
ner­vösen Ordnung unserer Denk­mo­delle. So lässt sich eine direkte Linie
nach­zeichnen von einem Erd­beben in Japan zum Ergebnis einer
Land­tagswahl in Baden-Würt­temberg. Geo­lo­gische und poli­tische Pro­zesse
reagieren sehr sen­sibel und nervös auf­ein­ander. Die feh­lende
gegen­seitige Resistenz kon­kur­rie­render Ord­nungen tritt damit offen zu
Tage.

Das Sym­posium unter­nimmt den Versuch, die Ver­schränkung unserer
Denk­mo­delle und deren gegen­seitige Kon­kurrenz nach­zu­zeichnen: Wie
voll­zieht sich Wandel solcher Denk­mo­delle durch deren Kon­kurrenz?
Wodurch wird Wandel gehemmt oder gefördert? Neben einer his­to­ri­schen,
poli­ti­schen und kul­tu­rellen Ver­ortung des Themas wirft das Sym­posium
einen Blick auf die Rolle der Medien innerhalb dieser Pro­zesse: Medien
fun­gieren zum einen als Kata­ly­sator von Ver­än­derung – zum anderen als
ideo­lo­gi­scher Hemm­schuh der selben.

Wei­terhin dis­ku­tiert das Sym­posium die prin­zi­pielle Mög­lichkeit
bewusster Inno­vation und Ver­än­derung. An diesem Punkt stellt sich die
berech­tigte Frage nach der viel­be­schwo­renen Inno­va­ti­ons­kraft der
Künste: Künst­le­rische Stra­tegien gelten als Gegen­modell zu
her­kömm­lichen gesell­schaft­lichen Prak­tiken, denn die Kunst han­tiere mit
sich ständig ver­än­dernden Ideen und Ord­nungen. Sind künst­le­rische
Stra­tegien also prin­zi­piell weniger anfällig für ideo­lo­gische
Denk­muster? Sind sie eher dazu in der Lage, fest­ge­legte Modelle
schneller und häu­figer über Bord zu werfen als andere gesell­schaft­liche
Bereiche? Kommt die Kunst besser mit chao­ti­schen Zuständen und einer
feh­lenden Ordnung zurecht bzw. fordert sie diese nicht sogar ständig
heraus? Falls ja, innerhalb welcher Grenzen? Lassen sich künst­le­rische
Stra­tegien – wie von den Künstlern oft behauptet – in andere Bereiche
gesell­schaft­licher Praxis über­haupt trans­for­mieren? Oder ist die
Behauptung, dass die Kunst für die Gesell­schaft Inno­vator, Erfinder und
Mene­tekel in Per­so­nal­union sei, bloße Illusion, welche die
kos­ten­in­tensive Existenz von Aka­demien und För­der­geldern zu
recht­fer­tigen sucht? Ist es nicht vielmehr so, dass seit dem Ende der
Avant­garden das invasiv inno­vative Potential der Kunst auf andere
gesell­schaft­liche Felder als ver­schwindend gering ein­zu­schätzen ist.
Ein Blick in die Kunst­ge­schichte scheint dies gleich­zeitig zu
bestä­tigen und zu wider­legen. Auch die aktu­ellen Kunst­dis­kurse zeichnen
ein eher ernüch­terndes Bild: Zeit­ge­nös­sische Kunst hat kaum bis
kei­nerlei direkten Ein­fluss auf unsere Denk­mo­delle. Dennoch – die
aktu­ellen Dis­kurse beweisen, dass das Thema Kunst & Politik innerhalb
des Betriebes als äußerst relevant betrachtet wird.


Programm

10 Uhr / Prof. Jochen Flinzer, Vize­prä­sident der Aka­demie
Begrüßung

10:15 Uhr / Peter Wendl
Warten auf den Untergang – Ein­führung

10:30 Uhr / Dr. Harry Lehmann
Die gesell­schaft­liche Funktion der Kunst

11:30 Uhr / Prof. Dr. Dirk Rus­te­meyer
Irri­tation und Sta­bi­lität – Künst­le­rische, wis­sen­schaft­liche und phi­lo­so­phische Refle­xi­ons­stile in der modernen Kultur

12:30 Uhr / Mit­tags­pause

13:30 Uhr / Dr. Wolfgang Pohrt
Die Ver­treibung aus dem Paradies

14:30 Uhr / Stefan Hei­den­reich
Tech­niken der Welt­erklärung

15:30 Uhr / Kaf­fee­pause

16:30 Uhr / Felix Trautmann
Die Kunst der Post-Demo­kratie – Wahr­nehmung und Kritik der »unsicht­baren Ideo­logie«

17:30 Uhr / Peter Nowak
Sozi­al­chau­vi­nismus – das Bündnis von Bou­levard und Bürger

18:30 Uhr / Abschluss­dis­kussion

19:30 Uhr / Sym­po­si­umsfest

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Stefan Hei­den­reich
* 1965 in Biberach/​Riss, lebt in Berlin, arbeitet als Theo­re­tiker und Essayist. Er unter­richtet in Zürich Kunst und Archi­tektur und forscht derzeit in Lüneburg zur Medi­en­theorie des Netzes. Zuletzt erschienen Was ver­spricht die Kunst? (1998/2009), Flipflop. Digitale Kultur (2004) und Mehr Geld (2008). Derzeit arbeitet er an den Büchern Über Uni­ver­sität (2012) und For­de­rungen (2012).
Mehr unter: www​.ste​f​an​hei​den​reich​.de

Dr. Harry Lehman
lebt und arbeitet als Phi­losoph in Berlin. Seine theo­re­ti­schen Inter­essen liegen in den Bereichen Ästhetik, Kunst­phi­lo­sophie, Sys­tem­theorie und Gesell­schafts­theorie; zudem schreibt er Essays, Kri­tiken und Kata­log­texte über zeit­ge­nös­sische Kunst, Lite­ratur und Neue Musik.

Peter Nowak
wurde am 12.11.1960 in Fulda geboren, besuchte in Bie­lefeld das Ober­stu­fen­kolleg und stu­dierte in Berlin Poli­tik­wis­sen­schaft. Er arbeitet als freier Jour­nalist für ver­schiedene Zei­tungen, unter Anderen den Wochen­zei­tungen Freitag und Jungle World, der Tages­zeitung taz und dem Inter­net­ma­gazin Tele­polis. Seine aktu­ellen Artikel sind auf dem Blog http://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/ doku­men­tiert.
Er ist Her­aus­geber der Bücher „Bei leben­digen Leib, Von Stammheim zu den F-Typ-Zellen, Gefäng­nis­system und Gefan­ge­nen­wi­der­stand in der Türkei, Unrast Verlag 2001 und „Zahltag, Zwang und Wider­stand, Erwerbslose unter Hartz“, Unrast Verlag 2009. Für den von der Initiative gegen Über­wa­chung Leip­ziger Kamera 2009 her­aus­ge­ge­benen Sam­melband „Kon­troll­ver­luste – Inter­ven­tionen gegen Über­wa­chung“ schrieb er das Kapitel „Was Job­center mit Kon­trolle und Über­wa­chung zu tun haben“. Zur Zeit bereitet er die End­re­daktion des Buches „Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte in der deut­schen Linken“ vor, das in der Edition Assam­blage erscheinen wird.

Dr. Wolfgang Pohrt
(* 1945) ist ein deut­scher Sozi­al­wis­sen­schaftler und poli­ti­scher Publizist.

Prof. Dr. Dirk Rus­te­meyer
lehrt Bil­dungs­phi­lo­sophie an der Uni­ver­sität Trier und Kul­tur­phi­lo­sophie an der Uni­ver­sität Witten/​Herdecke.

Felix Trautmann
stu­dierte Phi­lo­sophie, Sozio­logie und Poli­tik­wis­sen­schaft an der TU Darm­stadt. Magis­ter­arbeit zur poli­ti­schen Phi­lo­sophie der Dekon­struktion und Fragen poli­ti­scher Teilhabe (bei Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy). Seit 10/2009 Dok­torand am Institut für Phi­lo­sophie der Goethe-Uni­ver­sität Frankfurt. Im Win­ter­se­mester 2010/11 wis­sen­schaft­licher Mit­ar­beiter am Lehr­stuhl für Prak­tische Phi­lo­sophie und im Exzel­lenz­cluster ‚Die Her­aus­bildung nor­ma­tiver Ord­nungen‘.

http://​www​.adbk​-nuernberg​.de/​s​y​m​p​o​s​i​u​m​/​a​r​c​h​i​v​/​o​r​d​n​u​n​g​/​p​r​o​g​r​a​m​m.php


Gera:

14.11.: Peter Nowak bietet Alternative zu Thilo Sarrazin

Unter dem Titel „Wider die Sar­ra­zi­ni­sierung der Gesell­schaft“ wird der Jour­nalist Peter Nowak mit einem Vortrag und anschlie­ßender Dis­kussion am Mittwoch, dem 14.11. ab 20:00 Uhr im Stadt­museum eine Alter­native zur Lesung von Thilo Sar­razin anbieten. Peter Nowak wird deutlich machen, dass die Ideo­logie des Sozi­al­chau­vi­nismus gesell­schaftlich weit ver­breitet und Sar­razin nur der lau­teste Exponent dieser Strömung ist. Mit seinem Nütz­lich­keits­ras­sismus wurde er zum Laut­sprecher all derer, die Res­sen­ti­ments gegen alle hegen, die dem Standort Deutschland angeblich schaden. Das können wahl­weise Emp­fänger von „Hartz IV“, so genannte „Plei­te­griechen“ oder Migranten sein. Bereits im Vorfeld können sich Inter­es­sierte ab 18:00 Uhr an einem Stand vor dem Kultur- und Kon­gress­zentrum darüber infor­mieren. Initiiert wurde die Alter­na­tiv­lesung von der Bil­dungs­reihe am Don­nerstag (bad.) . Die Ver­an­staltung wird dabei unter­stützt von einem breiten Bündnis ver­schie­dener Akteure aus Gera. Der Ein­tritt ist frei. Peter Nowak lebt in Berlin und arbeitet als Jour­nalist unter Anderem für Konkret, Tele­polis, Jungle World und Freitag-Online und ist Her­aus­geber des Buches „Zahltag -Zwang und Wider­stand: Erwerbslose in Hartz IV“ . http://​bad​reihe​.word​press​.com

http://​www​.gera​-nazifrei​.com

Pres­se­re­ak­tionen zur der Ver­an­staltung:

http://​gera​.otz​.de/​w​e​b​/​l​o​k​a​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​d​e​t​a​i​l​/​-​/​s​p​e​c​i​f​i​c​/​A​l​t​e​r​n​a​t​i​v​-​V​o​r​t​r​a​g​-​z​u​-​S​a​r​r​a​z​i​n​-​i​n​-​G​e​r​a​-​6​8​6​4​45814

Unter dem Titel »Wider der Sar­ra­zi­ni­sierung der Gesell­schaft« bietet der Jour­nalist Peter Nowak mit einem Vortrag und Dis­kussion morgen, 14. November, ab 20 Uhr, im Stadt­museum Gera eine Alter­native zur Lesung von Thilo Sar­razin an.

Gera. Peter Nowak ist freier Jour­nalist und beob­achtet seit Jahren die Ent­wicklung der Ideo­logie des Sozi­al­chau­vi­nismus und er erklärt, warum Sar­razin der lau­teste Ver­treter dieser Strömung ist. Mit seinem Nütz­lich­keits­ras­sismus wurde er zum Laut­sprecher all derer, die Abnei­gungen gegen alle hegen, die dem Standort Deutschland angeblich schaden. Das können wahl­weise Emp­fänger von »Hartz IV«, soge­nannte »Plei­te­griechen« oder Migranten sein. Bereits im Vorfeld können sich ab 18 Uhr Inter­es­sierte der Alter­na­tiv­ver­an­staltung an einem Stand vor dem Kultur- und Kon­gress­zentrum darüber infor­mieren. Initiiert wurde die Alter­na­tiv­lesung von der Bil­dungs­reihe am Don­nerstag und vielen Unter­stützern.


Cottbus: 22.03.2012:

Infoveranstaltung zu »M31« in Cottbus – Antifa Cottbus


Saarbrücken: Donnerstag, 15.03.2012 |

18:00 Uhr RLS-Regionalbüro Saarland, Vortragssaal,
Futterstraße 17–19

Vortrag/​Diskussion:

VON MONTAGSDEMO BIS AGENTURSCHLUSS

Die Kämpfe der Erwerbslosen

mit Peter Nowak, Berlin

Sich wehren statt sich zum Opfer machen zu lassen – weder im Alltag noch in öffent­lichen Dis­kus­sionen. Erwerbs­lo­sen­in­itia­tiven und kämp­fe­rische Erwerbslose hat Peter Nowak in all­täg­lichen Aus­ein­an­der­set­zungen mit den Angriffen und Zumu­tungen der Arbeits­agen­turen und bei öffent­lichen Pro­testen in den letzten Jahren begleitet: Die Pro­teste gegen Hartz IV haben die Ver­hin­derung der Gesetze nicht erreicht, waren aber kei­neswegs erfolglos. Seitdem steht das Thema Repression und Ernied­rigung von Erwerbs­losen öfter auf der Tages­ordnung. Der Wider­stand der Betrof­fenen hält an. Die Palette reicht von den ver­mehrten Klagen vor den Sozi­al­ge­richten bis zu offenen Wider­stands­formen wie der Aktion „Zahltag“ und der Kam­pagne „Keiner geht allein zum Amt“. Peter Nowak stellt die Kämpfe vor und ordnet sie in den Alltag der Erwerbs­losen ein. Er fragt nach ihren Zielen und Ergeb­nissen sowie den Ver­bin­dungen zu anderen sozialen Kämpfen.

Peter Nowak (www​.peter​-nowak​-jour​nalist​.de) publi­ziert als Jour­nalist in Berlin zu Ereig­nissen, Bewe­gungen und Kämpfen im deut­schen Alltag, u.a. in taz, Freitag, Neues Deutschland sowie auf tele​polis​.de. In seinem Buch „Zahltag. Zwang und Wider­stand: Erwerbslose in Hartz IV“ (2009) beschreibt und ana­ly­siert er die Kämpfe der Erwerbs­losen.

http://​www​.saar​.rosalux​.de/​e​v​e​n​t​/​4​5​5​6​2​/​v​o​n​-​m​o​n​t​a​g​s​d​e​m​o​-​b​i​s​-​a​g​e​n​t​u​r​s​c​h​l​u​s​s​.html


Münster:

16.03.2012, 20.00 Uhr, Infoveranstaltung,Internationales Zentrum die Brücke |
Wilmergasse 2, Münster |

Von Stammheim – an den Bos­porus
Anläßlich des Tages der Poli­ti­schen Gefangenen,den 18.März orga­ni­sieren wir eine Ver­an­staltung:
Redner werden sein Wolfgang Lettow vom Netzwerk für die poli­ti­schen Gefan­genen und Peter Nowak freier Jour­nalist und Buch​autor​.Er hat 2001 das Buch»Bei leben­digem Leib Von Stammheim zu den F-Typ-Zellen Gefäng­nis­system und Gefan­ge­nen­wi­der­stand in der Türkei her­aus­ge­geben. http://​www​.unrast​-verlag​.de/​u​nrast,4,4,0.html?q=stammheim+bosporus&qm=1

Peter Nowak wird darüber reden,wie die Iso­la­ti­onshaft made in Stammheim in die Türkei expor­tiert wurde,sowie über den Wider­stand dagegen.
Wolfgang Lettow wird reden über den Krieg gegen den kur­di­schen Widerstand.Auch mit dem Schwer­punkt über die Zer­schlagung kur­di­scher und anderer aus­län­di­scher Struk­turen in Deutschland​.So wie die Bekämpfung von mili­tanten deut­schen Anti­mi­li­ta­risten durch den Anti­ter­ror­pha­ra­grafen 129a.

Nach den Bei­trägen stehen wir für soli­da­rische Kritik auch in Bezug auf eine bessere Öffent­lich­keits­arbeit gerne zur Ver­fügung.

v.i.s.d.P. Verein für poli­tische Flücht­linge
Kontakt Inter­kul­tu­relles Zentrum Don Quijote vfpf@​gmx.​net
http://political-prisoners.net/item/1327-muenster-16032012–2000-uhr-infoveranstaltung.html

2011:

Berlin:

15 Jahre TREND online­zeitung
Ver­an­stal­tungs­wo­chenende
REFORM & REVO­LUTION
Wege aus dem Kapi­ta­lismus

Freitag, den 21. 1. 2011 – 19.30 Uhr Mehringhof, 10961 Berlin Gnei­sen­au­straße 2, Ver­an­stal­tungs­etage

Braucht eine sozi­al­eman­zi­pa­to­rische Bewegung eine Partei?
Eröff­nungs­ver­an­staltung

Input­re­ferat Harry Waibel
Not­wendige Lehren aus dem Scheitern des Mar­xismus-Leni­nismus für den Klas­sen­kampf heute.

Es dis­ku­tieren mit Harry Waibel:
Anne Seeck, Peter Djor­djevic, Peter Nowak, Robert Schlosser und Bernard Schmid

Der Mar­xismus-Leni­nismus ist his­to­risch und poli­tisch gescheitert. Da aber eine pro­le­ta­rische Orga­ni­sierung unum­gänglich ist, müssen die mar­xis­tisch-leni­nis­tische Ideo­logie und ihr Par­tei­konzept, wie es von Lenin und Trotzki ent­wi­ckelt und durch­ge­setzt wurde, ent­schieden kri­ti­siert werden. Ihr Kon­strukt vom „Demo­kra­ti­schen Zen­tra­lismus« ent­springt der mili­tä­ri­schen Auf­fassung einer ver­ti­kaler Orga­ni­sierung, deren wesent­liches Merkmal die all­mächtige Dominanz der an der Spitze der Pyramide ste­henden Führer ist. Im Sinne von Rosa Luxemburg kann die Rolle der Kom­mu­nisten im Klas­sen­kampf nicht die von Chefs über ihre Ange­stellten oder von Offi­zieren über ihre Sol­daten sein. Vielmehr gilt heute mehr denn je, dass die pro­le­ta­rische Orga­ni­sierung eine hori­zontale Struktur hat. Schließlich wird mit einer hori­zon­talen Orga­ni­sierung bereits heute der Keim für eine Aus­beu­tungs- und Unter­drü­ckungs­freie Gesell­schaft gelegt.

Sonn­abend, den 22. 1. 2011 Uhr Mehringhof Ver­an­stal­tungs­etage

13–15 Uhr Uhr Peter Nowak (Berlin)
Von den sozialen Kämpfen zur revo­lu­tio­nären Orga­ni­sierung
Der Verlauf der Sozi­al­pro­teste in den ver­gan­genen Monaten hat einmal mehr das Fehlen einer kom­mu­nis­tische Orga­ni­sierung deutlich vor Augen geführt. In dem Workshop soll über die Gründe dis­ku­tiert werden, warum eine solche Orga­ni­sierung oft in Ansätzen stehen bleibt? Liegt es nur an Fehlern der unter­schied­lichen linken Gruppen oder sind die ver­än­derten Arbeits­be­din­gungen im Post­for­dismus dafür ver­ant­wortlich, dass klas­sische Orga­ni­sie­rungs­mo­delle nicht mehr greifen? Dabei soll nicht der Ein­druck erweckt werden, dass früher alles besser war. Es sollen auch über aktuelle Orga­ni­sie­rungs­an­sätze dis­ku­tiert werden.

http://​www​.trend​.info​par​tisan​.net/​t​r​d​1​2​1​0​/​t​5​0​1​2​1​0​.html


2010:

Berlin: Montag, 18. Oktober 2010 – 19:30 – 22:00,Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Kottbusser Damm 72

Öffentliche Verkehrsmittel zum Nulltarif?

Viele Men­schen können es sich in Zeiten hoher Arbeits­lo­sigkeit und Pre­ka­ri­sierung nicht mehr leisten mit öffent­lichen Ver­kehrs­mitteln zu fahren. Andere fahren grund­sätzlich nur mit dem Auto. Unter den Gesichts­punkten sozialer und öko­lo­gi­scher Nach­hal­tigkeit, v.a. aber des Kli­ma­wandels und seiner Folgen, besteht hier drin­gender Hand­lungs­bedarf.

Warum benutzen wir nicht einen Teil des von uns geschaf­fenen gesell­schaft­lichen Reichtums für die kos­tenlose, öffent­liche Mobi­lität?

Ziel der Ver­an­staltung ist, Wege hin zu einer kli­ma­freund­lichen und sozialen Mobi­lität innerhalb Berlins und anderen Städten zu dis­ku­tieren.

Mit:
Akti­vis­tInnen ver­schie­dener Kam­pagnen:

- Uwe Hiksch
(Natur­freunde)

- Peter Nowak
(Jour­nalist, Unter­stützer von Berlin-fährt-frei)

Mode­ration: Micky Haque
(Dipl. Poli­tologe)

-Ein­tritt frei-

Ver­an­stalter:
Bil­dungswerk Berlin der HBS

Bil­dungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

http://​calendar​.boell​.de/​d​e​/​e​v​e​n​t​/​o​e​f​f​e​n​t​l​i​c​h​e​-​v​e​r​k​e​h​r​s​m​i​t​t​e​l​-​z​u​m​-​n​u​l​l​tarif


Berlin:5.9.2010:

um 17 Uhr im Café Grös­senwahn
Kin­zigstr. 9, (HH), Berlin-Fried­richshain

Warum dieser Hass?
Oder die Grenzen eman­zi­pa­to­ri­scher Islam­kritik

EineTrend-Diskussonsveranstaltung mit den Journalisten Peter Nowak woie Hans vom »Heinersdorfer Bündnis« und Georg Klauda

http://​www​.stress​faktor​.squat​.net/​t​e​r​m​i​n​e​.​p​h​p​/​s​f​.​p​h​p​?​t​a​g​=​0​5​0​92010


Hamburg:

Donnerstag – 27. Mai 2010 – 19 Uhr – Centro Sociale (Sternstr. 2)

Zwischen Schikanen und Widerstand – Erwerbslosenproteste gegen Hartz IV

Seit den Mas­sen­de­mons­tra­tionen gegen Hartz IV, welche die Gesetze nicht ver­hindern konnten, scheint es still um die Erwerbs­lo­sen­be­wegung geworden zu sein. Ver­bessert hat sich bekanntlich nichts: Auch im April 2010 waren über 3,4 Mil­lionen Men­schen erwerbslos und damit den Schi­kanen beim Job­center sowie medialer Hetze aus­ge­setzt. Doch neue Akti­ons­formen wie der „Zahltag“ haben sich in vielen Städten eta­bliert. Um z.B. den Druck beim Weg zum Amt zu mindern, werden Erwerbslose soli­da­risch begleitet. Indem ein oder mehrere Per­sonen des Ver­trauens den zer­mür­benden Job­center­besuch mit­gehen, konnten viele ihre Angst über­winden und offensiv ihre Rechte ein­fordern. Mit der Ver­an­staltung wollen wir Wider­stands­mög­lich­keiten auf­zeigen, zum mit- und nach­machen anregen und den Blick auf neue Formen des Erwerbs­lo­sen­pro­testes richten.

Peter Nowak, Jour­nalist und Her­aus­geber des Buches „Zahltag – Zwang und Wider­stand: Erwerbslose in Hartz IV“, skiz­ziert die Ent­wicklung des Wider­standes gegen Hartz IV und stellt Ansätze der Erwerbs­lo­sen­or­ga­ni­sierung vor.

Weitere Ver­an­stal­tungen die in den nächsten Wochen statt finden behandeln Arbeits­kämpfe in der Schweiz und eine weitere Ver­an­staltung beschäftigt sich mit der Krise der Gewerk­schaften.

mehr Infos gibt es auf der Seite vom Projekt Revo­lu­tionäre Per­spektive: http://​www​.prp​-hamburg​.tk


2009:

Nürnberg:Komm

Samstag, den 28.11.2009

Ver­an­staltung im Rahmen der 14ten Linken Lite­ra­tur­messe:

Buch­vor­stellung mit dem Autor Peter Nowak
Zahltag
Zwang und Wider­stand: Erwerbslose in Hartz IV.

Die Pro­teste gegen Hartz IV haben die Ver­hin­derung der Gesetze nicht erreicht, waren aber kei­neswegs erfolglos. Seitdem steht das Thema Repression und Ernied­rigung von Erwerbs­losen ver­mehrt auf der Tages­ordnung. Der Schwer­punkt des Buches liegt auf dem fort­dau­ernden Wider­stand der Betrof­fenen. Die Palette reicht von den ver­mehrten Klagen vor den Sozi­al­ge­richten bis zu Wider­stands­formen – wie der Aktion Zahltag – und die­so­li­da­rische Begleitung von Erwerbs­losen.
unrast trans­parent – soziale krise

http://​www​.linke​-lite​ra​tur​messe​.org/​1​4llm/


Frankfurt/​Main:

7Präsentation: Programmreihe unrast transparent

DONNERSTAG 15.10.2009, 20 UHR

Unrast Verlag 2009

U. a. mit den Autoren von:
»Die extreme Rechte in Deutschland«
ANDREAS SPEIT & PAUL WELLSOW (HRSG.)
»Die Neue Rechte in Frank­reich«
BERNHARD SCHMID
»Autonome Natio­na­listen«

HRSG. JÜRGEN PETERS & CHRISTOPH SCHULZE,

Zahltag von Peter Nowak ‚
Café ExZess, Leip­ziger Straße 91, Frankfurt/​M.
(BOCKENHEIM U6+U7 LEIP­ZIGER STRAßE)
Ver­an­stalter: P.A.C.K., Initia­tiv­kreis gegen Buch­masse

Der Unrast Verlag stellt in dieser Ver­an­staltung seine Pro­gramm­reihe unrast trans­parent sowie 3 in dieser Reihe erschienene Bücher zum Rechten Rand vor.

Im Rahmen der Ver­an­staltung werden fol­gende Bücher vor­ge­stellt: »Die extreme Rechte in Deutschland« hrsg. von Andreas Speit & Paul Wellsow, mit einer Dar­stellung der aktu­ellen Struktur der extremen Rechten, von NPD, Freien Kame­rad­schaften, Rechtsrock bis zur Neuen Rechten. Der Sam­melband »Die extreme Rechte in Deutschland« bietet entlang von zehn Bei­trägen zu den wich­tigsten Akteuren und Poli­tik­feldern dieses Spek­trums einen Über­blick.

»Die Neue Rechte in Frank­reich« von Bernhard Schmid stellt eine spe­zi­fische Strömung innerhalb der anti­de­mo­kra­ti­schen extremen Rechten dar, die in den späten 1960er Jahren ent­standen ist. Sie ver­suchte die theo­re­ti­schen Lehren aus dem his­to­ri­schem Miss­erfolg der fran­zö­si­schen Rechten und zugleich aus den »Fehl­ent­wick­lungen« des deut­schen Natio­nal­so­zia­lismus – aus rechter Sicht -, zu ziehen.

»Autonome Natio­na­listen« hrsg. von Jürgen Peters & Christoph Schulze beschreibt die Moder­ni­sierung neo­fa­schis­ti­scher Jugend­kultur. Es handelt sich um eine Strömung in der mili­tanten Neo­na­zi­szene, die sich diverser Symbole, Codes und Sprach­formen bedient, die bisher in der Linken ver­ortet waren. Das Buch nimmt Ent­ste­hungs­ge­schichte, Ideo­logie, poli­tische Praxis, Habitus und Selbst­ver­ständnis der AN unter die Lupe und beleuchtet ihr Ver­hältnis zu anderen Orga­ni­sa­tionen der extremen Rechten.

Aktion Zahltag – Beginn einer neuen Erwerbs­lo­sen­selbst­or­ga­ni­sierung? Buch­vor­stellung mit Peter Nowak, Her­aus­geber des Buches „Zahltag – Zwang und Wider­stand: Erwerbslose in Hartz IV

Nach dem Ende der Montagsdemonstrationen vor 5 Jahren schien die Erwerbslosenbewegung im Tiefschlaf zu liegen. Doch seit einiger Zeit finden in zahlreichen Städten Zahltagaktionen und auch die Aktion »Niemand muss allein zum Amt« unter Erwerbslosen Zustimmung.
In dem Buch „Zahltag – Zwang und Widerstand: Erwerbslose in Hartz IV“ wird skizziert, wie Erwerbslose nach der Einführung von Hartz IV die Arbeitsagenturen und Jobcenter als Orte der Demütigung und Unterdrückung in den Fokus ihrer Proteste rückten. Daneben organisierten sie in verschiedenen Städten Aktionen gegen drohende Zwangsumzüge, die Vertafelung der Gesellschaft und Bundeswehrwerber in den Arbeitsagenturen. Ob diese Aktionen der Beginn einer neuen Erwerbslosenbewegung sein könnten, soll Gegenstand der gemeinsamen Diskussion sein.

http://​www​.gegen​buch​masse​.de/​h​t​m​l​2​0​0​9​/​g​b​m​2​0​0​9​-​0​7​.html


Berlin:26.09.2009: 14 Uhr

Im Buchladen Schwarze Risse im Rahmen des Festes 30 Jahre Mehringhof

Lesung:
Peter Nowak Zahltag – Zwang und Wider­stand, Erwerbslose in Hartz IV

http://​www​.mehringhof​.de/​3​0​j​a​h​r​e​.html


Berlin: Mehringhof-Clash, 11.07.2009, 16 Uhr,

Buchvorstellung im Rahmen der Linken Buchtag 2009

Leip­ziger Kamera. Initiative gegen Über­wa­chung (Hg.)
Kon­troll­ver­luste
Inter­ven­tionen gegen Über­wa­chung
Buch­vor­stellung und Dis­kussion mit den Autor_​innen: Peter Ullrich (Leip­ziger Kamera – Initiative gegen Über­wa­chung): »Kon­troll­ver­luste – Inter­ven­tionen gegen Über­wa­chung, kurze Ein­führung ins Buch« Peer Stolle/​Tobias Sin­geln­stein (Ver­fasser von »Die Sicher­heits­ge­sell­schaft«): »In den Sicher­heits­diskurs inter­ve­nieren« Lars Brett­hauer (Reflect): »Die Linke und ihre Kritik des Sicher­heits­staats« Peter Nowak (freier Jour­nalist): »Über­wa­chung von Arbeits­losen« Mode­ration: Unrast-Verlag Das Buch Kon­troll­ver­luste ver­sammelt Bei­träge zu Fragen einer eman­zi­pa­to­ri­schen und prak­ti­schen Kritik an der aktu­ellen Über­wa­chungs­ge­sell­schaft. Es führt sehr unter­schied­liche Stra­tegien und Per­spek­tiven der linken Über­wa­chungs­kritik zusammen. Kri­tische Wis­sen­schaft­le­rInnen, Akti­vis­tInnen und Initia­tiven stellen theo­re­tische, aber vor allem stra­te­gische und akti­ons­ori­en­tierte Über­le­gungen an, reflek­tieren ihre Hand­lungs­er­fah­rungen und beleuchten Pro­bleme und Poten­ziale von Bewegung(en) gegen immer mehr Über­wa­chung und Kon­trolle. Ver­an­stalter: Linke Buchtage Berlin Ort: Clash (Kneipe im EG) Mehringhof Gnei­sen­austr. 2a 10961 Berlin

https://www.unrast-verlag.de/veranstaltungen/1101–16h—berlin-buchvorstellung-quotkontrollverlustequot–linke-buchtage-berlin


2007:

Berlin: Buch­laden Schwarze Risse, Berlin, Gnei­sen­austr. 2a,

Peter O. Chot­jewitz liest aus dem Buch „Mein Freund Klaus“, Mode­ration: Peter Nowak


Berlin: 30.09.2007, 19 Uhr, Haus der Demokratie,

Moderation des Streitgesprächs »Wieviel Populismus verträgt die Linke?« zwischen Jürgen Elsässer und Bernard Schmid«

Der Publizist Jürgen Elsässer und Mit­ar­beiter der Tages­zeitung junge Welt hat mit seinem Buch “Angriff der Heu­schrecken, Zer­störung der Nationen und glo­baler Krieg”, das er als “Manifest für einen linken Popu­lismus” bezeichnet, viel Kritik aus­gelöst.

Der Mit­ar­beiter der Jungle World Ber­narhd Schmid wirft Elsässer in einem in der Neu­auflage des Buches abge­druckten Brief­wechsel vor, rechte Argu­men­ta­ti­ons­muster zu gebrauchen.
Wir laden Jürgen Elsässer und Bernhard Schmid zum Streit­ge­spräch über linken Popu­lismus ein. Dabei stehen für uns zwei Fragen im Mit­tel­punkt. Kann es einen linken Popu­lismus über­haupt geben? Warum finden manche nichts dabei, sich Pop-Linke oder Pop-Antifa zu nennen, ver­teilen aber sehr frei­giebig das Etikett des Popu­lismus? Wir hoffen auf eine leb­hafte Debatte.


Berlin 20./21. 1.2006
Berlin- Kreuzberg, Mehringhof, Gnei­sen­austr. 2a

10 Jahre TREND ONLINE­ZEITUNG

Kommunismus.

Was sonst.

Frei.: 20.1.06 um 21.00
Ver­samm­lungsraum, 1. Stock Einlass ab 20.00
Eröff­nungs­ver­an­staltung
+++ Internet und revo­lu­tionäre Politik: Peter Nowak im Gespräch mit Karl-Heinz Schubert +++ Helmut Höge liest „Ecoli« +++ Detlev K. zele­briert seine „Rote Revue« +++ Dias, Transpis, Musik, Bücher, Essen & Trinken +++

Sam.: 21.1.06 um 15.00
Blauer Salon, 1. Stock
Kom­mu­nis­tinnen und die Sozi­al­fo­rums­be­wegung
Ein Workshop Peter Nowak und Andreas Kom­rowski zur Frage der Orga­ni­sierung kom­mu­nis­ti­scher Politik heute.

http://​www​.trend​.info​par​tisan​.net/​t​r​d​1​2​0​5​/​i​n​h​a​l​t​.html


2004:

Potsdam: Die EU und die Türkei

Wochen­end­se­minar vom 2.–4. April 2004

in Potsdam, Hochland-Tagungshaus, Guten­berg­straße 78

Mehr als die Hälfte der Deut­schen ist nach einer Umfrage des Essener Zen­trums für Tür­kei­studien für einen mit­tel­fris­tigen Bei­tritt der Türkei zur Euro­päi­schen Union. Auch die Bun­des­re­gierung unter­stützt einen Bei­tritt, kon­ser­vative Kreise sehen dagegen das christ­liche Abendland in Gefahr.

Vor­aus­setzung ist für die Befür­worter (58%) aller­dings die Erfüllung der Bei­tritts­kri­terien Rechts­staat­lichkeit, Achtung der Men­schen­rechte und Min­der­hei­ten­schutz.

Unser Seminar will zusammen mit dem arbeits­kreis kri­ti­scher juris­tinnen und juristen (akj-berlin) genau diese Punkte unter­suchen und die Vor- und Nach­teile eines EU-Bei­tritts der Türkei dis­ku­tieren.

32% der Befragten sprachen sich gegen einen EU-Bei­tritt der Türkei aus. Auch ihre Ängste und Vor­be­halte sollen erörtert werden. Am Seminar werden mehrere Ver­tre­te­rinnen ver­schie­dener tür­ki­scher Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tionen und ehe­malige poli­tische Gefangene teil­nehmen.

Die AGs im Ein­zelnen:

AG 1 Poli­tische Gefangene in der Türkei

Referent: Peter Nowak (freier Jour­nalist)

Die Repres­sionen gegen poli­tische Geg­ne­rInnen ist in der Türkei nach wie vor besonders stark aus­ge­prägt. Auch die sys­te­ma­tische Folter ist bis heute aktuell. Im Zuge der EU-Annä­herung macht die blutige „rote Folter“ zunehmend der unblu­tigen „weißen Folter“ platz. Zen­traler Bestandteil dieser „weißen Folter“ sind die Iso­la­ti­ons­ge­fäng­nisse, in denen seit dem 19. Dezember 2000 vor­wiegend poli­tische Gefangene unter­ge­bracht sind.

In der AG wird die Ent­wicklung der Folter und sons­tiger Repres­sionen in der Türkei dar­ge­stellt sowie der Kontext dieser Repression in der tür­ki­schen Gesell­schaft auf­ge­zeigt werden.

http://​akj​.rewi​.hu​-berlin​.de/​k​o​n​g​r​e​s​s​/​t​u​e​r​k​e​i​.html


2003:

Schweinfurt: Stattbahnhof,

9.11. 2003: 19 Uhr,

Info-Abend: Zustand in Venezuela

Schweinfurt (jel) Anlässlich des ersten Jah­restags des Putsch­ver­suchs in Vene­zuela ver­an­stalten der Jour­nalist Peter Nowak und der Fotograf Jens Klinker am mor­gigen Sonntag, 9. November, um 19 Uhr im Statt­bahnhof einen Infor­ma­tions- und Dis­kus­si­ons­abend. schweinfurt (jel) Anlässlich des ersten Jah­restags des Putsch­ver­suchs in Vene­zuela ver­an­stalten der Jour­nalist Peter Nowak und der Fotograf Jens Klinker am mor­gigen Sonntag, 9. November, um 19 Uhr im Statt­bahnhof einen Infor­ma­tions- und Dis­kus­si­ons­abend.

https://​www​.mainpost​.de/​r​e​g​i​o​n​a​l​/​s​c​h​w​e​i​n​f​u​r​t​/​I​n​f​o​-​A​b​e​n​d​-​Z​u​s​t​a​n​d​-​i​n​-​V​e​n​e​z​u​e​l​a​;​a​r​t​7​4​2​,​2​4​18176


Halberstadt:

Ver­an­staltung: Von Stammheim zu den F-Typ-Kna­esten in der Tuerkei

am 9.05.03 in Halberstadt in der Zora Johanniskloster 9, 16 Uhr

Von Stammheim zu den F-Typ-Kna­esten in der Tuerkei

Seit mehr als 2 Jahren befindet sich poli­tische Gefangene in der Tuerkei im
Hun­ger­streik gegen die Ein­fuehrung der Iso­la­ti­onshaft.
Sie kaempfen gegen eine staat­liche Methode, die auch Weisse Folter genannt
wird. Damit sollen die poli­ti­schen Gefan­genen gebrochen werden. Die Wurzeln
dieser Methode fuehren in dei BRD der 70er Jahre. Dort wurden die poli­ti­schen
Gefan­genen aus der revo­lu­tio­neren Linken in Iso­la­ti­ons­kna­esten wie
Stuttgart-Stammheim und Koeln-Ossendorf total­iso­liert.
Der Referent Peter Nowak hat als freier Jour­nalist u.a. fuer die
Tages­zeitung junge Welt ueber Repression gegen die poli­tische Linke publi­ziert. (Hier
Hinweis auf meine Homepage).
Ueber die Situation in der Tuerkei hat er das Buch »Bei leben­digem Leib…»
her­aus­ge­geben, dass im Herbst 2001 im Unrast-Verlag erschienen ist

die Ver­an­staltung findet im Rahmen einer Infor­ma­ti­ons­woche zu den 129a Ver­fahren in Sachsen/​Anhalt statt. Weiter Ver­an­stal­tungen u.a. am 8.05.03 Info­ver­an­staltung zum Ver­fahren mit Rechts­anwalt Thomas Herzog und Soli­konzert am 10.05.03


2002:

Berlin: 18.3. 2002, 21 Uhr, Schnarup-Thumby, Scharnweberstr. 38, (U-Bhf. Samariterstrasse);

Veranstaltung: Solidarität ist eine Waffe! Mit Ilse Schwipper (ehemalige Gefangene aus der Bewegung 2.Juni) und Peter Nowak (freier Journalist) und Autoren des Buches Von Stammheim zu dem F-Typ-Zellen über die Geschichte des 18.März, den aktuellen Stand des Todesfastens und die drohende Abschiebung von Ihsan Ersoy

http://​www​.mumia​.de/​d​o​c​/​a​k​t​u​e​l​l​/​2​0​0​2​0​3​0​4​m​1​8​p​g​0​0​d​e​.html


2001:

Wolfsburg: 1.12.2001: b 18 Uhr
im selbstverwalteten Jugendhaus Ost, Walter-Flex-Weg 2

Ver­an­staltung zum Todes­fasten in der Türkei
Buch­vor­stellung „Bei leben­digem Leib“

Prügel, Folter, andere men­schen­ver­ach­tende Schi­kanen oder gar Ermor­dungen gehören für revo­lu­tionäre und demo­kra­tische Gefangene in der Türkei schon seit Jahr­zehnten zum Gefäng­nis­alltag. In den bis­he­rigen Gemein­schafts­zellen konnten sich die Gefan­genen noch gegen Folter und Angriffe wehren. Sie boten somit einen gewissen Schutz. Diese schüt­zenden Gefan­ge­nen­kol­lektive gibt es seit dem 19. Dezember 2000 nicht mehr. Der tür­kische Staat ver­legte die poli­ti­schen Gefan­genen in neu­errichtete Iso­la­ti­ons­ge­fäng­nisse, den soge­nannten F-Typ Gefäng­nissen, die nach dem Vorbild des deut­schen Iso­la­ti­ons­ge­fäng­nisses in Stammheim erbaut wurden.
Die Iso­la­ti­onshaft ist eine in den USA und Europa ent­wi­ckelte und prak­ti­zierte Form der Folter. Sie wird inter­na­tional als „Weiße Folter“ geächtet.

Auf­grund der kurz­be­vor­ste­henden Ver­legung in die Iso­la­ti­ons­ge­fäng­nisse begannen die Gefan­genen am 20. Oktober 2000 einen Hun­ger­streik, um ihrer For­derung Nach­druck zu ver­leihen, die F-Typ-Gefäng­nisse sofort zu schließen. Einen knappen Monat später wan­delten die Gefan­genen den Hun­ger­streik in ein Todes­fasten um.
Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tionen, Ärzte- und Anwalts­kammern schlossen sich der For­derung der Gefan­genen an.

Die Antwort des tür­ki­schen Staats auf den berech­tigten Wider­stand der revo­lu­tio­nären und demo­kra­ti­schen Gefan­genen war das Mas­saker vom 19.–22.Dezember 2000. Spe­zi­al­ein­heiten der Polizei und des Militärs stürmten mehrere Gefäng­nisse, um das Todes­fasten gewaltsam zu beenden. Diesen Angriff, bei dem 28 Frauen und Männer starben, bezeichnete der tür­kische Staat als: „Rückkehr ins Leben“

Trotz des bru­talen Vor­gehens des tür­ki­schen Staats gegen die Gefan­genen, deren Ange­hö­rigen und allen Men­schen, die sich gegen die Iso­la­ti­ons­folter aus­sprechen, geht das Todes­fasten in den tür­ki­schen Knästen weiter. Auch außerhalb der Gefäng­nisse begannen Men­schen mit dem Todes­fasten, um sich mit den Gefan­genen zu soli­da­ri­sieren und ihren For­de­rungen Nach­druck zu ver­leihen. Der Wider­stand gegen die F-Typ-Knäste dauert nun seit über einem Jahr an. Neuster Höhe­punkt des staat­lichen Terrors gegen den berech­tigten Wider­stand, ist die Erstürmung von Häusern in den Armen­vierteln Armutlu und Ali­beyköy, in denen sich Todes­fas­tende auf­hielten. Allein bei Beginn der Mili­tär­ope­ration am 5. November 2001 starben fünf Men­schen. Die Todes­fas­tenden wurden ver­schleppt und in ein soge­nanntes Ver­hör­zentrum der Polizei gebracht. Mitt­ler­weile sind mehr als 75 Men­schen bei den Mas­sakern des tür­ki­schen Staates ermordet worden.

Die Soli­da­rität mit dem berech­tigten Kampf der revo­lu­tio­nären und demo­kra­ti­schen Gefan­genen in der Türkei muss endlich auch in Deutschland stärker werden. Das Schweigen muss gebrochen werden. Zu diesem Zweck werden Refe­ren­tInnen des Komitee gegen Iso­la­ti­onshaft / IKM aus Hamburg und des Soli­da­ri­täts­ko­mitee TAYAD (Ange­hö­rigen-Verein) aus Bie­lefeld über die Hin­ter­gründe der Ereig­nisse und von der aktu­ellen Situation berichten. Das vor kurzem erschienene Buch „Bei leben­digem Leib“, das sich mit der Situation der Gefan­genen beschäftigt, wird von einem der Autoren, Peter Nowak aus Berlin, vor­ge­stellt und erläutert.

Refe­ren­tInnen: Komitee gegen Iso­la­ti­onshaft IKM (Hamburg), Soli­da­ri­täts­ko­mitee TAYAD (Bie­lefeld) und Peter Nowak (Berlin), einer der Autoren des Buches „Bei leben­digem Leib“.

AG für inter­na­tionale Soli­da­rität
im selbst­ver­wal­teten Jugendhaus Ost ·
Walter-Flex-Weg 2b · 38446 Wolfsburg


Wien:14.11.2001, 19 Uhr, Afroasiatisches Institut,

Buchpräsentation: »Bei lebendigem Leib« mit Peter Nowak.

Ver­an­staltet von Prison Watch Inter­na­tional, Wien

Wir möchten alle Freun­dInnen und Unter­stüt­ze­rInnen gerne am 14.11.2001 zur Buch­prä­sen­tation des im Betreff ste­henden Titels ins Afro Asia­tische Institut ab 19:00 Uhr herz­lichst ein­laden.

Prä­sen­tiert wird das Buch »Bei leben­digem Leib«, dessen Inhalt wir nun
kurz beschreiben möchten:

Der ver­gessene Gefan­ge­nen­kampf in der Türkei!

Seit dem 20.10.Oktober 2000 befinden sich revo­lu­tionäre poli­tische Gefangene in der Türkei in einem Todes­fasten. Mehr als 70 Gefangene sind mitt­ler­weile gestorben und ein Ende ist nicht absehbar. Doch ein selt­sames Schweigen ist um diesen Gefan­ge­nen­kampf. Auch in der Linken ist er größ­ten­teils kein Thema.

Das im deut­schen Unrast-Verlag erschiene Buch »Bei leben­digem Leib« zeigt

hin­gegen auf, dass die Gefan­genen gegen die gleichen Iso­la­ti­ons­haft­be­din­gungen kämpfen, denen gegen die auch in der BRD und anderen euro­päi­schen Ländern revo­lu­tionäre Gefangene gekämpft haben und macht deutlich, dass der Gefan­ge­nen­kampf in der Türkei eine inter­na­tionale Dimension hat. Der in Berlin lebende freie Jour­nalist Peter Nowak ist Mit­her­aus­geber des Buches und wird es in Wien und Linz vor­stellen. Peter Nowak hat u.a. für die Frank­furter Rund­schau, die junge Welt und das Neue Deutschland zur Repression in der Türkei publi­ziert und hat im Rahmen seiner Recherche für das Buch im letzten Jahr mehrmals die Gefan­genen und ihre Ange­hö­rigen besucht.

http://​www​.anti​im​pe​ria​lista​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/2661


Nürnberg:11.11.2001, im (Ex-) KOMM (K4), Nürnberg, Königstr. 93

So., 12.00, Weisser Saal
»Bei leben­digem Leib. Von Stammheim zu den F-Typ Zellen« Buch­vor­stellung mit
Peter Nowak.

Peter Nowak prä­sen­tiert das Buch, das einen Ein­blick in das Gefäng­nis­system
und den Wider­stand der Gefan­genen in der Türkei gibt. Scho­nungslos
dar­ge­stellt wird der tür­kische Straf- und Repres­si­ons­ap­parat: seine Militär- und
Spe­zi­al­ge­fäng­nisse, die Anwendung der aus der BRD impor­tierten Iso­la­ti­onshaft, die gezielte Folter, Zwangs­er­nährung und zahl­reiche Mas­saker an den Gefan­genen.
Auf der anderen Seite berichtet das Buch über die Selbst­or­ga­ni­sation und den
Wider­stand der Gefan­genen, dem bis heute anhal­tenden Todes­fasten der
poli­ti­schen Gefan­genen in der Türkei, gilt hierbei ein beson­deres Augenmerk.
Abschließend werden schließlich die Soli­da­ri­täts­struk­turen im In- und Ausland
vor­ge­stellt.

https://​www​.nadir​.org/​n​a​d​i​r​/​a​k​t​u​e​l​l​/​2​0​0​1​/​1​0​/​2​3​/​6​8​8​8​.html


Oldenburg, Alhambra, Hermannstraße 83, 19.3. 2001;

Ver­an­stal­tungs­be­richt
Am 19.März fand im Alhambra im Rahmen einer Ver­an­stal­tungs­reihe, eine – mit über 60 Leuten recht gut besuchte – Ver­an­staltung zur Situation in der Türkei statt. Peter Nowak, freier Jour­nalist aus Berlin und Selcuk Koza­gacli, Rechts­anwalt aus Ankara berich­teten über den Wider­stand der Todes­fas­tenden in der Türkei, die Situation nach der Erstürmung der Gefäng­nisse und die Ein­führung der Iso­la­ti­onshaft, die von der EU zum Auf­nah­me­kri­terium für die Türkei gemacht wurde. Nicht anwesend waren hin­gegen die Ange­hö­rigen der poli­ti­schen Gefan­genen, die auf der Ver­an­stal­tungs­reise durch die BRD über die Situation der revo­lu­tio­nären Akti­vis­tInnen berichten wollten. Das deutsche Gene­ral­kon­sulat hatte ohne Angaben von Gründen die Aus­stellung der Ein­rei­sevisa für die Ange­hö­rigen ver­weigert. Als Protest gegen diese Maß­nahme wurde vom Bündnis gegen Iso­la­ti­ons­folter (Oldenburg) nach­fol­gende Pres­ser­klärung gefaxt. Im Anschluß an die Ver­an­staltung fanden sich spontan um die 30 Leute zusammen, die diese (die Pres­se­er­klärung, Anm. der Tip­perIn) in der Innen­stadt zu pla­ka­tieren.
Bündnis gegen Iso­la­ti­ons­folter Oldenburg c/​o Alhambra, Hermannstr.83, 26135 Oldenbu
rg

http://​www​.alhambra​.de/​z​e​i​t​u​n​g​/​0​1​-​a​p​r​i​l​/​t​u​r​k​e​i.htm