Protest zu A100 flammt erneut auf

Das »Bündnis A100 stoppen« will am Sonntag auf der Kreuzung Elsenstraße/​Puschkinallee ab 15 Uhr für eine Stunde den Verkehr still­legen. Mit der Blo­ckade soll gegen den Wei­terbau der Autobahn A100 von Neu­kölln nach Treptow, Lich­tenberg und Fried­richshain demons­triert werden. Seit Jahren wenden sich die A100-Gegner*innen gegen diese Pläne. »Es geht darum, eine neue Mobi­lität in den Städten zu dis­ku­tieren. Dabei kann man von China lernen, wo die Elek­tro­mo­bi­lität einen zen­tralen Stel­lenwert ein­ge­nommen hat«, erklärt Tobias Trommer, Sprecher der Initiative, gegenüber dem »nd«.

Anlass für die Pro­test­aktion sind Pläne für die noch in Bau befind­lichen Trasse von Neu­kölln zur Straße Am Trep­tower Park. Dabei soll nun offenbar eine Rampe über die Ringbahn führen, welche laut Autobahngegner*innen bereits den Wei­terbau nach Fried­richshain und Lich­tenberg vor­be­reite. Außerdem würde die Rampe Mehr­kosten erzeugen, wodurch die A100-Gegner*innen auch ein Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ver­letzt sehen, welches zusätz­liche Aus­gaben aus­schließt.

Von Rot-Rot-Grün fordert die Initiative, die neue Tras­sen­va­riante zu ver­hindern. Wenn der Mitte-links-Senat dies nicht ver­hindere, igno­riere er die eigene Koali­ti­ons­ver­ein­barung. Diese schließe Pla­nungen für den 17. Bau­ab­schnitt nach Fried­richshain und Lich­tenberg aus, was sei­nerzeit ein Kom­pro­miss­re­gelung war. Ange­sichts der aktu­ellen Dis­kussion über Luft­ver­schmutzung durch den Auto­verkehr fühlen sich die Gegner*innen bestätigt. Sollte die A100 bis zum Trep­tower Park ver­längert werden, werde der zuneh­mende Verkehr den Men­schen in Alt-Treptow und Fried­richshain »den Platz zum Leben und die Luft zum Atmen nehmen«, so die Initiative.

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Peter Nowak