Migration – Zeichen von Freiheit oder zu bekämpfendes Übel?

Es sollten auch die Stimmen der Men­schen aus dem glo­balen Süden und der euro­päi­schen Peri­pherie gehört werden, die sich kri­tisch zur Migration äußern und auf die Folgen für die Betrof­fenen und ihre Her­kunfts­länder hin­weisen

»Es ist nicht Europa, das uns ein Leben in Würde schuldet, sondern mein Land.« Dieser Satz steht über einem Essay von Saikou Suwareh Jabai. Dort bringt der gam­bische Jour­nalist einige Argu­mente in die Debatte um Migration ein, die sich manche der »Refuge Welcome«-Bewegung doch einmal durch den Kopf gehen lassen sollten.

Er schildert dort die ganz indi­vi­du­ellen Folgen der Migration am Bei­spiel seiner beiden Brüder:

„Migration – Zeichen von Freiheit oder zu bekämp­fendes Übel?“ wei­ter­lesen

Mit Sankara gegen Sapi

In einer kolos­salen Statue will der sene­ga­le­sische Prä­sident Abdoulaye Wade die afri­ka­nische Renais­sance sym­bo­li­siert sehen. Die meisten Sene­ga­lesen spüren wenig von der Wie­der­geburt. Dennoch wächst die Zahl derer, die lieber im Land bleiben, als ihr Glück im ungast­lichen Europa zu suchen.

Der Hüne blickt sie­ges­gewiss in die Ferne. Er hält ein Kind in die Höhe, mit der linken Hand zieht er eine Frau hinter sich her. Dieses Monument am west­lichen Rand der sene­ga­le­si­schen Haupt­stadt Dakar ist der afri­ka­ni­schen Renais­sance gewidmet. Deshalb wurde die 49 Meter hohe Bronze­statue auch am 4. April dieses Jahres ein­ge­weiht, am 50. Jah­restag des Abzugs der fran­zö­si­schen Sol­daten aus dem Senegal.

Doch auch Monate nach der offi­zi­ellen Zere­monie ist die Kritik an dem Monument im Senegal nicht ver­stummt. Es diene eher dem Ego des Prä­si­denten Abdoulaye Wade als der afri­ka­ni­schen Renais­sance, monieren Oppo­si­ti­ons­po­li­tiker. Der Prä­sident macht es seinen Kri­tikern auch leicht. So rekla­miert Wade das geistige Eigentum an der Statue für sich und bean­sprucht deshalb 35 Prozent der Erlöse, die durch Ein­trittsgeld erzielt werden sollen. Bisher hat der Koloss aller­dings nur Aus­gaben ver­ur­sacht. Der Bau ver­zö­gerte sich wegen tech­ni­scher Pro­bleme und hat min­destens 27 Mil­lionen Euro gekostet. Das kom­for­table Kon­fe­renz­zentrum unterhalb des Monu­ments ist noch immer geschlossen.
Auch die Ästhetik der Statue, die an den sozia­lis­ti­schen Rea­lismus der fünf­ziger Jahre erinnert, sorgt vor allem bei sene­ga­le­si­schen Intel­lek­tu­ellen für Spott. »Warum musste auch aus­ge­rechnet eine nord­ko­rea­nische Bau­brigade mit der Errichtung eines Monu­ments beauf­tragt werden, das die afri­ka­nische Wie­der­geburt sym­bo­li­sieren soll?« Diese Frage stellt sich auch der zwi­schen seiner Her­kunfts­stadt Dakar und Berlin pen­delnde Künstler Mansour Ciss. Über den der­zei­tigen Zustand des Senegal und West­afrikas macht er sich in seinen Arbeiten eigene Gedanken, und deren Ergeb­nisse sind weniger heroisch als Wades Monument.

Auf der dies­jäh­rigen Dak’ Art, einer der wich­tigsten afri­ka­ni­schen Aus­stel­lungen für zeit­ge­nös­sische Kunst, ist Ciss mit seinem Afro-Projekt ver­treten. Nach dem Vorbild des Euro und des Dollar hat er Geld­scheine einer nicht exis­tie­renden afri­ka­ni­schen Währung gestaltet. Ciss will pro­ble­ma­ti­sieren, dass rund 50 Jahre nach der Unab­hän­gigkeit die Währung der von Frank­reich kolo­ni­sierten west­afri­ka­ni­schen Staaten noch immer den Namen Franc trägt. Ob eine afri­ka­nische Währung tat­sächlich einen Beitrag für die afri­ka­nische Unab­hän­gigkeit leisten könnte, lässt er offen. Auf den Einwand, dass eine Ein­heits­währung für den gesamten Kon­tinent schon wegen der wirt­schaft­lichen Dis­pa­ri­täten zwi­schen Ländern wie Senegal, Nigeria und Süd­afrika derzeit kaum durch­zu­setzen wäre, ent­gegnet Ciss, er sei kein Ökonom, sondern Künstler. Auch ihm geht es um Sym­bolik, aber anders als der Prä­sident ver­braucht er dafür nicht Tonnen von Kupfer, sondern nur Papier.

Auf einem der von Ciss gestal­teten Afro-Scheine ist das Kon­terfei Thomas San­karas zu sehen, eines Offi­ziers, der den west­afri­ka­ni­schen Staat Burkina Faso vier Jahre lang regierte und 1987 von Militärs ermordet wurde (Jungle World, 41/07). Dass Sankara nicht nur ein Motiv für Künstler ist, sondern bei der Jugend in vielen Ländern des Kon­ti­nents den Status eines afri­ka­ni­schen Che Guevara genießt und wie dieser häufig auf T-Shirts und Pla­katen abge­bildet wird, liegt an seinen Sozi­al­pro­grammen, die als »Marktfrauen­sozialismus« bekannt wurden. San­karas Regierung ließ die teuren Limou­sinen seiner Vor­gänger ver­kaufen, er för­derte Gesund­heits- und Bil­dungs­ein­rich­tungen und die Frau­en­eman­zi­pation. Gegen den hef­tigen Wider­stand isla­mi­scher Gruppen wurde die Geni­tal­ver­stüm­melung ver­boten, die Poly­gamie bekämpft und ein ehr­gei­ziges Ver­hü­tungs­pro­gramm auf­gelegt. Auf öko­no­mi­schem Gebiet för­derte die Regierung die Pro­duktion von Tex­tilien im Land und dros­selte die Importe aus Europa.

Die Initia­tiven, die sich heute in ganz West­afrika auf Thomas Sankara berufen, sehen in der öko­no­mi­schen Ent­wicklung den Schlüssel für die afri­ka­nische Unab­hän­gigkeit. »Eine Bevöl­kerung, die Hunger und Durst leidet, ist abhängig. Wir müssen den Hunger besiegen und die Men­schen­würde wie­der­her­zu­stellen, um unab­hängig zu werden«, so lautete San­karas Credo. Seine Anhänger ver­stehen das auch als Kritik an der teuren Sym­bol­po­litik Wades.

Auf öko­no­mi­schem Gebiet folgt Wades Parti Démo­cra­tique Séné­galais, die im Jahr 2000 als »Partei der sozialen For­de­rungen« die Wahlen gewonnen hatte, weit­gehend den Vor­gaben des Inter­na­tio­nalen Wäh­rungs­fonds und der eins­tigen Kolo­ni­al­macht Frank­reich, bei der Senegal Ende 2008 einen Not­kredit in Höhe von 83 Mil­lionen Dollar auf­nehmen musste, um die Gehälter der Staats­an­ge­stellten bezahlen zu können. Aller­dings kon­ze­dieren auch Wades Kri­tiker, dass dessen Regierung in der Bil­dungs­po­litik einige Erfolge vor­zu­weisen hat. Tat­sächlich findet man auch in ärmeren Stadt­teilen von Dakar Schul­ge­bäude in gutem Zustand. Viele scheinen erst vor kurzem reno­viert worden zu sein. Die Zahl der Analpha­beten ist in den ver­gan­genen Jahren zurück­ge­gangen, was die Regierung als Ergebnis ihrer Politik dar­stellt. Aller­dings müssen viele Kinder nach der Schule arbeiten, um zum Lebens­un­terhalt der Familie bei­zu­tragen. In Dakar findet man im Schatten hoher Bäume kom­plette Tex­til­werk­stätten, in denen Kinder und Jugend­liche tätig sind. Sie sind dort vor Sonne, Sand und Auto­ab­gasen besser geschützt als das Heer der Stra­ßen­ver­käufer, unter denen es eben­falls viele Min­der­jährige gibt und die auf allen großen Straßen und Plätzen ihr schier uner­schöpf­liches Waren­sor­timent anbieten.

Weil die Zahl der Mobil­te­lefone in den ver­gan­genen Jahren sprunghaft zuge­nommen hat, sind Tele­fon­karten der große Renner. Vor allem bei Tou­risten sind T-Shirts, die eine besondere sene­ga­le­sische Note auf­weisen, sehr begehrt. Wem ein Lan­des­wappen oder eine Stadt­an­sicht von Dakar zu kon­ven­tionell sind, der kann für umge­rechnet drei Euro ein T-Shirt mit der Auf­schrift erwerben: »Wenn Du mich nicht in Ruhe lässt, gehe ich zurück in den Senegal.« Der Spruch wurde von Aus­wan­derern in Frank­reich erfunden, die damit iro­nisch auf Dis­kri­mi­nie­rungen reagierten. Sie, die immer wieder auf­ge­fordert werden, in ihre Her­kunfts­länder zurück­zu­gehen, drohten den Fran­zosen, sie ihre schlecht bezahlten Jobs alleine machen zu lassen.

Die Migration über­wiegend junger Men­schen wird im Senegal zunehmend kri­tisch gesehen. Noch in den neun­ziger Jahren war die Aus­wan­derung nach West­europa der Traum vor allem junger und gut aus­ge­bil­deter Sene­ga­lesen. Die mit der Abschottung Europas ver­bun­denen Erschwer­nisse der Migration und die schlechte Behandlung der­je­nigen, die es bis auf den Kon­tinent geschafft haben, stellten dieses idea­li­sierte Bild Europas in Frage. Das hat vor allem Kon­se­quenzen für die­je­nigen, die es nicht geschafft haben, sich in Europa eine Existenz auf­zu­bauen. Lange Zeit wurden sie im Senegal als Ver­sager stig­ma­ti­siert. Mitt­ler­weile kümmern sich Orga­ni­sa­tionen um die Men­schen, die aus Europa abge­schoben oder schon während der Migration auf­ge­griffen und zurück­ge­schickt worden sind. Wie in anderen afri­ka­ni­schen Ländern beginnen auch im Senegal die Zurück­ge­kehrten, sich zu orga­ni­sieren.

Diese Initia­tiven stellen die Frage, ob die jungen Men­schen nicht im Land bleiben und dort für eine bessere Zukunft ein­treten sollten, statt den gefahr­vollen Weg nach Europa zu wählen. Auch in der sene­ga­li­schen Popu­lär­kultur hat sich dieser Wandel nie­der­ge­schlagen. Früher wurden erfolg­reiche Aus­wan­derer als Helden besungen, über die Geschei­terten wurde geschwiegen. Das hat sich geändert. Der im Senegal populäre Rapper Didier Awadi fragt in seinen Songs mitt­ler­weile, ob die afri­ka­nische Jugend nicht Europa den Rücken kehren und sich in ihren Ländern für grund­le­gende Ver­än­de­rungen ein­setzen sollte. In seinem Studio im Zentrum von Dakar hängen Plakate von Thomas Sankara, dem ersten gha­nai­schen Prä­si­denten Kwame Nkrumah, von Frantz Fanon, Martin Luther King und Malcolm X. In seinen Pro­test­songs sampelt er Aus­schnitte aus ihren Reden.

Auch Pape Amadou Fall und Cheikhou Coulibaly singen über die Schwie­rig­keiten der Migration und rufen die Jugend dazu auf, im Land zu bleiben. Aller­dings geht es in ihren Texten um den Zusam­menhalt und weniger um Ver­än­de­rungen. Das Duo füllt den Saal, wenn es einmal in der Woche weit nach Mit­ter­nacht in einen Club in einem Vorort von Dakar auf­tritt. Die Musiker sind populär. Im Senegal sagen viele, Prä­sident Wade habe ihnen sogar den Wahlsieg im Jahr 2000 zu ver­danken. Damals hatten sie mit »Yatal Gueew« die Hym­ne der um Wade ver­einten Oppo­sition geschrieben, die bald im ganzen Land bekannt geworden war. In diesem Song ver­gleichen Pape & Cheikh den Senegal mit einem großen Boot, das nicht kentern darf. Es gelte, Ruhe zu bewahren, um in den stür­mi­schen Zeiten der Wahl den Hafen der Demo­kratie zu erreichen.

Damals wurde die seit 40 Jahren regie­rende Sozia­lis­tische Partei abge­wählt, das von vielen befürchtete Chaos blieb aus. Noch in der Wahl­nacht erkannte der abge­wählte Abdou Diouf seine Nie­derlage an und gra­tu­lierte dem Gewinner Abdoulaye Wade. Noch immer schreiben viele Sene­ga­lesen dem Song »Yatal Gueew« eine demo­kra­tie­för­dernde Wirkung zu. Die Musiker wider­sprechen dem nicht und genießen ihre Popu­la­rität. Auch wenn ihnen Prä­sident Wade ein Haus in Dakar geschenkt hat, erscheinen Pape & Cheikh auf der Bühne noch immer als die ein­fachen Jungs aus dem Dorf, und für ihre Fans ist das keine Attitüde.

Populär bei der Jugend in den Vor­orten von Dakar sind die beiden auch, weil sie in Wolof singen. Ursprünglich die Sprache einer Bevöl­ke­rungs­gruppe, wird Wolof mitt­ler­weile von etwa 80 Prozent der Sene­ga­lesen gesprochen. Viele, die sich dieser Sprache bedienen, wollen sich bewusst von der fran­ko­fonen Ober­schicht distan­zieren.

Auch Prä­si­denten Wade will sich nun als För­derer des Wolof bei der Bevöl­kerung beliebt machen. Das ist ein Bruch mit der Politik Leopold Senghors, des ersten Prä­si­denten des unab­hän­gigen Senegal, der ein erklärter Freund Frank­reichs war und als Literat auch in fran­zö­si­scher Sprache geschrieben hat. Die sene­ga­le­sische Füh­rungs­schicht kom­mu­ni­zierte damals auf Fran­zö­sisch. So war es eine Sen­sation, als der sene­ga­le­sische Uni­ver­sal­ge­lehrte Cheikh Anta Diop in den sieb­ziger Jahren als Prä­si­dent­schafts­kan­didat einer pan­afri­ka­ni­schen Partei einen Wahl­kampf nur auf Wolof führte. Viele Stimmen hat er damals nicht bekommen. Doch die größte Uni­ver­sität des Landes in Dakar wurde nach dem 1986 ver­stor­benen Anta Diop benannt.

Ein Kreis von Wis­sen­schaftlern kümmert sich um die För­derung und Aktua­li­sierung der Arbeiten Anta Diops. In der Uni­ver­sität sind mehrere Räume seinem wis­sen­schaft­lichen und poli­ti­schen Lebenswerk gewidmet. Mit seiner These, die alt­ägyp­tische Kultur sei eine ori­ginär afri­ka­nische gewesen, sorgte Diop in den fünf­ziger Jahren in Paris für einen hef­tigen Streit unter Wis­sen­schaftlern. Er musste jah­relang um seine aka­de­mische Repu­tation kämpfen. Viele junge Intel­lek­tuelle und Künstler sehen in Diop einen Vor­kämpfer der afri­ka­ni­schen Renais­sance. Ob er heute im Senegal bei Wahlen mehr Stimmen gewinnen würde als vor 30 Jahren, ist aller­dings fraglich.

Denn ein Großteil der armen Bevöl­kerung muss sich im Alltag mit sozialen Pro­blemen her­um­schlagen, die seit dem Amts­an­tritt Wades eher noch gewachsen sind. Dem sene­ga­li­schen Armuts­be­richt zufolge haben mehr als zwei Drittel der Familien keine aus­rei­chende Ernährung. Auch die schlechte Strom- und Was­ser­ver­sorgung und das desolate Stra­ßen­system sind ein häu­figer Anlass für Kritik. Immer wieder kommt es zu Pro­testen. So orga­ni­sierten einige Ver­brauch­ver­bände am 30. März 2008 eine Demons­tration gegen die Erhöhung der Lebens­hal­tungs­kosten (Jungle World, 15/08). Nachdem alle Demons­tra­tionen ver­boten worden waren, kam es in Dakar zu hef­tigen Aus­ein­an­der­set­zungen mit den Sicher­heits­kräften.

Derzeit beschäf­tigen sich die sozialen Bewe­gungen vor allem mit der Pri­va­ti­sie­rungs­po­litik. So soll die sene­ga­le­sische Gesell­schaft für die Ver­marktung von Ölsaaten (Sonacos) ver­kauft werden. Sie kauft den Bauern ihre Erd­nuss­ernte ab und ver­ar­beitet sie zu Öl, das von der Gesell­schaft auch ver­marktet wird. Ein Ver­treter des sene­ga­le­si­schen Bau­ern­ver­bandes CNCR beschreibt die Rolle der Sonacos: »Sie ist ein unent­behr­liches Element in einem Wirt­schafts­zweig, der in einem Jahr mit guter Ernte einen Profit von mehr als 70 Mil­li­arden CFA (umge­rechnet 106 Mil­lionen Euro) erwirt­schaftet. Ihre Tätigkeit kommt den Bauern, aber auch den Trans­port­un­ter­nehmen, Zulie­ferern und Banken zugute.« Eine Pri­va­ti­sierung der Sonacos könnte ins­be­sondere den Bauern schaden, befürchtet die CNRC. Zudem ist die staat­liche Land­wirt­schaft­liche Spar­kasse schon teil­pri­va­ti­siert worden, und die Unter­stüt­zungs- und Dienst­leis­tungs­struk­turen für die Bauern wurden in den ver­gan­genen Jahren redu­ziert.

Viele Sene­ga­lesen haben mit der Pri­va­ti­sie­rungs­po­litik im Alltag schlechte Erfah­rungen gemacht. So habe sich nach dem Verkauf des staat­lichen Elek­tri­zi­täts­un­ter­nehmens Senelec der Service ver­schlechtert. »Die Inef­fi­zienz des Strom­be­triebs ist ebenso sattsam bekannt wie all die Pro­bleme, die daraus für die Preise, die Finan­zierung, die Strom­aus­fälle und die ungleiche Strom­ver­sorgung resul­tieren«, heißt es in einem Bericht von Assises natio­nales du Senegal, einem Bündnis, in dem sich NGO zusam­men­ge­schlossen haben. Es beteiligt sich auch an der Vor­be­reitung des Welt­so­zi­al­forums, das im Februar 2011 in Dakar statt­finden soll. Der Wider­stand gegen die Pri­va­ti­sierung wird dort ein wich­tiges Thema sein, ebenso der Umgang mit der Migration.

Die sozialen Bewe­gungen im Senegal werden dort auch deutlich machen, dass eine Debatte über die afri­ka­nische Renais­sance, wie sie die Regierung führt, die sozialen Pro­bleme nicht löst. Viele Akti­visten sprechen Wolof. In dieser Sprache gibt es für »schlechtes Leben« einen Begriff, er heißt Sapi und kann auch mit Bit­terkeit über­setzt werden.

http://​jungle​-world​.com/​a​r​t​i​k​e​l​/​2​0​1​0​/​2​7​/​4​1​2​7​3​.html

Peter Nowak