Soliaktionen für Kurdistan

Bei tür­ki­schen Angriffen auf kur­dische Gebiete sind in den letzten Tagen zahl­reiche Zivi­listen ums Leben gekommen. Darauf weist die Kam­pagne »Tatort Kur­distan« in einer aktu­ellen Pres­se­meldung hin. Das bun­des­weite Bündnis, in dem Flücht­lings- und Frie­dens­in­itia­tiven, Lan­des­ver­bände der LINKEN, die Links­jugend [solid] und kur­dische Ver­ei­ni­gungen mit­ar­beiten, mobi­li­siert zum 1. Sep­tember in elf Städten zu einem Akti­onstag.

In Erfurt ist ein Info­stand am Anger und in Jena eine »far­ben­frohe Aktion am Uni­campus« geplant. In Berlin, Düs­seldorf und Hamburg sind Kund­ge­bungen ange­kündigt. Neben den Angriffen von tür­ki­schen und ira­ni­schen Militärs auf kur­dische Gebiete wird auch die Rolle deut­scher Unter­nehmen und der Bun­des­re­gierung an der mili­tä­ri­schen Unter­drü­ckung der kur­di­schen Bevöl­kerung zur Sprache kommen. Dazu zählen Rüs­tungs­ex­porte in die Türkei ebenso wie Ver­ur­tei­lungen von kur­di­schen Akti­visten in Deutschland nach dem Para­grafen 129 b wegen Unter­stützung einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­nigung im Ausland.

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Peter Nowak

Protest gegen deutschen »Tatort Kurdistan«

ANTI­KRIEGSTAG Kreuz­berger Bündnis macht auf dem Hein­rich­platz eine bunte Ver­an­staltung gegen deutsche Rüs­tungs­ex­porte in die Türkei. Anti­kriegs­be­wegung sucht neue Mit­streiter und Akti­ons­formen

Am inter­na­tio­nalen Welt­frie­denstag am 1. Sep­tember will ein Bündnis auf den Hein­rich­platz in Kreuzberg gegen deutsche Waf­fen­ex­porte in die Türkei pro­tes­tieren. Auf der Kund­gebung, die von 16 Uhr bis 22 Uhr geht und unter dem Motto »Tatort Kur­distan« steht, sollen unter anderem die Bun­des­tags­ab­ge­ordnete der Linken Ulla Jelpke sowie Ver­tre­te­rInnen des Bünd­nisses »Freiheit für Mumia Abu Jamal« und der Deut­schen Frie­dens­ge­sell­schaft – Ver­ei­nigte Kriegs­dienst­geg­ne­rInnen Berlin-Bran­denburg (DFG-VK) sprechen. Die kul­tu­rellen Dar­bie­tungen reichen von vom Lie­der­macher Detlef K. über den Rapper Jenz Steiner, den Reg­ga­e­mu­siker Gan­jaman bis zur Punk­combo Yok. »Wir haben auf diese Vielfalt großen Wert gelebt«, sagte der Sprecher des Ber­liner Kur­distan-Soli­da­ri­täts­ko­mitees, Nick Brauns.

Die Kam­pagne »Tatort Kur­distan« hat am 8. Mai mit einer Kund­gebung vor dem Bran­den­burger Tor begonnen und soll mit Ver­an­stal­tungen in ver­schie­denen Städten am Mittwoch einen Beitrag zum Welt­frie­denstag leisten. »In Kur­distan wird Krieg mit Waffen und finan­zi­eller Unter­stützung aus Deutschland geführt. Auf der Pro­test­kund­gebung soll die Rolle deut­scher Unter­nehmen und der Bun­des­re­gierung in dem Krieg gegen die kur­dische Bevöl­kerung in der Türkei sichtbar gemacht werden«, zieht Brauns den Zusam­menhang zum Anti­kriegstag.

Die Aktion soll auch der Anti­kriegs­be­wegung, die in den letzten Jahren kaum neue Mit­strei­te­rInnen und Akti­ons­formen gefunden hat, Impulse geben. Zu den Unter­stüt­ze­rInnen der gehören neben Anti­fa­gruppen und dem Projekt Avanti – Undog­ma­tische Linke auch linke Kreuz­berger Ver­an­stal­tungsorte wie das SO 36, der Buch­laden oh21 sowie zahl­reiche Kreuz­berger Kneipen. PETER NOWAK

Die Kund­gebung »Tatort Kur­distan« findet am 1. Sep­tember von 16 bis 22 Uhr auf dem Hein­rich­platz statt. Das Pro­gramm findet man unter http://​tatort​-kur​distan​.blog​.de

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl&dig=2010%2F08%2F31%2Fa0148

Peter Nowak