Gedenken an ermordete Matrosen 1919

Nichts erinnert an das Massaker

Eine Gedenk­ver­an­staltung in der Fran­zö­si­schen Straße kri­ti­siert das feh­lende Geschichts­be­wusstsein am Ort der Morde vom 11. März 1919.

Paul Brandt, Ernst Bursian, Werner Weber: Das sind nur drei von 29 Namen, die am Mon­tag­vor­mittag vor dem Gebäude der Fran­zö­si­schen Straße 32 in Mitte in die Höhe gehalten wurden. Dort waren diese Männer am 11. März 1919 erschossen worden. Etwas mehr als 100 Jahre später trafen sich nun

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Venezuela: Ein Massaker, über das die westliche Welt nicht redet

Vor 30 Jahren ereignete sich der berüch­tigte Caracazo, der zum Auf­stieg der boli­va­ria­ni­schen Bewegung führte

Hun­derte Tote gab es auf den Straßen von Caracas. Viele konnten nicht iden­ti­fi­ziert werden. Auch die Zahl der Schwer­ver­letzten ist unbe­kannt. Nein, das sind keine Nach­richten aus dem Vene­zuela unserer Tage. Es waren Mel­dungen vom 27. Februar 1989 [1]. Das Mas­saker in der vene­zo­la­ni­schen Haupt­stadt ging als »Caracazo« in die Geschichte ein.

Zuvor hatten Tau­sende, vor allem aus den Armen­vierteln rund um Caracas, gegen massive wirt­schaft­liche Ein­schrän­kungen pro­tes­tiert, die der gerade wieder gewählte Sozi­al­de­mokrat Carlos Andres Perez ent­gegen seiner Wahl­ver­sprechen ver­kündet hatte. Die Armen, die sowieso nichts mehr zu ver­lieren hatten, ver­ließen ihre Barrios und pro­tes­tierten im Zentrum von Vene­zuela. Dabei gingen auch viele Scheiben von Nobel­läden zu Bruch. Die Polizei reagierte mit Mas­sen­re­pression.

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