Antifaschismus aus der Gegenwart herleiten

Geschichte: Henning Fischer hat eine poli­tische Kol­lek­tiv­bio­grafie von kom­mu­nis­ti­schen »Ravens­brü­ck­e­rinnnen« geschrieben

Der Ber­liner His­to­riker Henning Fischer hat die Lebenswege von Frauen vor­gelegt, die die Lager­ge­mein­schaft Ravens­brück grün­deten. Er ver­folgt ihren Lebensweg von ihrer Poli­ti­sierung in der Wei­marer Republik und beschreibt ihr Enga­gement für den poli­ti­schen Umbruch, der in der völ­ligen Ent­rechtung des KZ-Systems endet. Sehr detail­liert beschreibt er die Hoff­nungen der Frauen nach der Befreiung sowie ihre dia­mental unter­schied­liche Geschichte in West- und Ost­deutschland. Während sie in der BRD bald an den Rand gedrängt und als Kom­mu­nis­tinnen wieder kri­mi­na­li­siert werden, werden sie in der DDR zur Teil der offi­zi­ellen Erzählung vom anti­fa­schis­ti­schen Staat.

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