Neues Rechtsaußenbündnis

Ein ger­ma­ni­scher Recke prangt auf der Inter­net­präsenz des kürzlich gegrün­deten „Her­kules-Kreises“. Das neu­ge­gründete Forum in Hessen soll AfD-Mit­glieder und par­teilose Rechte zusam­men­bringen.

Mit dem Thü­ringer Frak­ti­onschef und AfD-Rechts­außen Björn Höcke tritt der „Her­kules Kreis“ am 27. Mai erstmals in dem ost­hes­si­schen Örtchen Friedlos bei Bad Hersfeld an die Öffent­lichkeit. In der Ein­ladung machen die Initia­toren die Ziel­setzung des Kreises deutlich: „Auch wenn der Her­kules Kreis über­wiegend von AfD-Mit­gliedern getragen wird, soll er vor allem jen­seits der Partei wirken und für alle poli­tisch Inter­es­sierten des frei­heitlich-kon­ser­va­tiven Milieus, unab­hängig von Par­tei­zu­ge­hö­rigkeit offen stehen.“ Dabei soll es sich nach der Intention der Orga­ni­sa­toren kei­neswegs um einen reinen Debat­tier­zirkel handeln: „Ohne die Fesseln der Par­tei­raison und unab­hängig von tages­po­li­ti­schen oder par­tei­tak­ti­schen Erwä­gungen wollen wir ein Forum für geistige Freiheit schaffen, die wir so dringend brauchen, um die rele­vanten Zukunfts­fragen unseres Landes beant­worten zu können.“

In internen Schreiben werden die Bünd­nis­partner kon­kreter benannt. „‘Ein Prozent‘ ver­steht sich dagegen als Bür­ger­be­wegung zum Wohle unseres Landes – konkret, vor Ort, für jeden“, heißt es dort. Damit ist die Ende 2015 gegründete Bewegung „Ein Prozent für unser Land“ gemeint, die neben anderen von Jürgen Elsässer („Compact“-Magazin) und dem Leiter des Instituts für Staats­po­litik Götz Kubit­schek als rechte Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sation kon­zi­piert wurde. (bnr​.de berichtete)

Die Wahl des Ortes für das erste Treffen öffent­liche Treffen des „Her­kules Kreises“ in der ost­hes­si­schen Provinz ist nicht zufällig. Friedlos ist der poli­tische Wir­kungs­kreis von Heiner Hof­sommer, der 1997 wegen angeb­licher Sozi­al­de­mo­kra­ti­sierung der CDU den Rücken kehrte und den rechts­las­tigen „Bund freier Bürger“ (BfB) gründete, dessen nord­hes­si­scher Vor­sit­zender er mehrere Jahre war. Nach dem geschei­terten Versuch, in Ost­hessen eine Schill-Partei auf­zu­bauen, gehörte Hof­sommer zu den Grün­dungs­mit­gliedern der AfD: „Die Zeiten von Mut­lo­sigkeit, Feigheit und Scheu sind vorbei. Jetzt brechen alle Dämme, vor­wärts und auf­wärts mit der Alter­native“, wird Hof­sommers dortige Rede in der „Hers­felder Zeitung“ zitiert.

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Peter Nowak