Fußballpatriotismus in Krisenzeiten

Die Ber­liner Sozi­al­psy­cho­login Dagmar Schediwy erklärt das ver­stärkte Natio­nal­fah­nen­schwenken mit der Zunahme pre­kärer Arbeits- und Lebens­be­din­gungen

Seit Freitag ist Deutschland wieder Schland geworden. Schwarz­rot­golde Fähnchen sind mitt­ler­weile Alltag. Nachdem in den letzten Jahren viele Artikel ver­fasst wurden, die sich mit dem nun nicht mehr so neuen Fuß­ball­pa­trio­tismus befassen, scheint das Interesse nach­zu­lassen. Des­wegen ist es besonders bemer­kenswert, dass die Ber­liner Sozi­al­psy­cho­login Dagmar Schediwy auch im Jahr 2012 ein Buch zum neuen deut­schen Fuß­ball­pa­trio­tismus aus sozi­al­psy­cho­lo­gi­scher Per­spektive her­aus­bringt. Die Wis­sen­schaft­lerin hat dort die Ergeb­nisse zahl­reicher Befra­gungen von Fuß­ballfans ver­öf­fent­licht. Sie hat die Inter­views auf Fan­meilen in ver­schie­denen deut­schen Städten bei den Welt­meis­ter­schaften 2006 und 2010 sowie den Euro­pa­meis­ter­schaften 2008 durch­ge­führt.

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