Am Beginn der Weimarer Republik standen Staatsmassaker

In diesen Tagen jähren sich Ereig­nisse, die zeigen, wie schmal die Trennung zwi­schen bür­ger­lichem Staat und Faschismus ist

Paul Brandt, Ernst Bursian, Werner Weber: Das sind nur drei von 29 Namen, die am Mon­tag­vor­mittag vor dem Gebäude der Fran­zö­si­schen Straße 32 in Mitte in die Höhe gehalten wurden. Dort waren diese Männer am 11. März 1919 erschossen worden.

Etwas mehr als 100 Jahre später trafen sich nun etwa 50 Men­schen zu einer Gedenk­ver­an­staltung. Initiiert wurde sie vom Regisseur und Buch­autor Klaus Gie­tinger. Er hat in den letzten Jahren über die Gewalt geforscht, mit der im Frühjahr 1919 rechte Frei­korps gegen auf­stän­dische Arbeiter und sie unter­stüt­zende Sol­daten vor­ge­gangen sind.

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Her mit dem ganzen Leben - Brot und Rosen

Keiner schiebt uns weg

Der Inter­na­tionale Frau­en­streik am 8. März gibt Gele­genheit, über neue Formen soli­da­ri­scher Koope­ration nach­zu­denken

Am Freitag werden in Berlin manche Men­schen erstaunt vor ver­schlos­senen Läden und Büros stehen. Denn nicht alle werden mit­be­kommen haben, dass in diesem Jahr in der Haupt­stadt der Inter­na­tionale Frau­entag am 8. März zum neuen Fei­ertag [1] wurde.

Das hat die Koalition aus SPD, Grüne und Linke beschlossen und damit auch noch Clara Zetkin Gerech­tigkeit wie­der­fahren lassen. Auf die Sozia­listin und Frau­en­recht­lerin geht der 8. März zurück. Weil Zetkin, die an der Seite von Rosa Luxemburg am linken Flügel der SPD stand, 1919 KPD-Mit­glied wurde, galt sie manchen nach 1989 nicht mehr würdig, als Namens­ge­berin von Straßen zu fun­gieren. Es gab in ver­schie­denen Städten Umbe­nen­nungen.

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