Protest gegen Uber und Co.

»Wildwest-Zustände in der Taxibranche«

Ver­kehrs­mi­nister Scheuer will den Taxi­markt libe­ra­li­sieren. Dabei arbeiten Fahrer schon heute unter pre­kärsten Bedin­gungen, berichten die Gewerk­schafter Klaus Meier und Andreas Kom­rowski.

Seit Monaten pro­tes­tieren Taxi­fahrer gegen den Fahr­dienst Uber. Worum geht es?
Andreas Kom­rowski: Die Pro­test­ak­tionen von Taxi­fahrern ent­zün­deten sich am Vor­haben des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­riums unter Andreas Scheuer, das Per­so­nen­be­för­de­rungs­gesetz zu libe­ra­li­sieren. Dabei geht es vor allem um.…

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Berliner Trinkwasser

Einmal Auffüllen, bitte!

Refill heißt die Initiative: Geschäfte füllen mit­ge­brachte Fla­schen kos­tenlos mit Lei­tungs­wasser auf. Das Kenn­zeichen ist ein Was­ser­tropfen-Logo.

Der Run auf Mine­ral­wasser in den Geschäften ist groß, vor allem dann, wenn die Tem­pe­ra­turen die 30-Grad-Marke weit über­schreiten. Noch mehr Plas­tik­fla­schen als sonst ver­müllen dann Berlins Straßen. Christina Schlosser hat eine umwelt­freund­liche Alter­native ent­deckt, um ihren Durst zu löschen. Die Erzie­herin lässt sich in einem Bio­laden in Fried­richshain die mit­ge­brachte Flasche kos­tenlos mit Trink­wasser auf­füllen. Das Geschäft gehört zu den Ein­rich­tungen, die sich der Initiative „Refill“ (Abfüllen) ange­schlossen haben.Die Idee kommt aus Bristol in England. Von dort wurde sie nach Hamburg impor­tiert und fand schnell Nach­ahmer in anderen Städten. „Es geht uns um die .…

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Stuttgart: S21-Gegner schenken der Stadt eine Skulptur

Ein Denkmal für das Ungeheuer

Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt.

Die Stadt Stuttgart bekommt von dem Bild­hauer Peter Lenk eine Skulptur geschenkt. Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt. Auch in Berlin, Bonn und anderen Städten hat er mit seinen Skulp­turen und Reliefs bereits .…

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Wolfgang Hien über Erfolge und Hindernisse eines modernen Gesundheitsschutzes in der Arbeitswelt

Vereinzelung fördert Arbeitsbelastung

Wolfgang Hien war Che­mie­la­borant und später Arbeits­wis­sen­schaftler und Medi­zin­so­ziologe. Er leitet das For­schungsbüro für Arbeit, Gesundheit und Bio­graphie in Bremen und beschäftigt sich mit Gesund­heits­be­las­tungen in der Wohn- und Arbeitswelt. Im VSA-Verlag ist kürzlich sein Buch »Gegen die Zer­störung von Herz und Hirn« erschienen.

Wie kamen Sie zu Ihrem Lebens­thema, dem Kampf um men­schen­würdige Arbeit?

Zentral waren meine eigenen Erfah­rungen als Aus­zu­bil­dender bei BASF in den 1960er Jahren. Meine Vor­stel­lungen von Men­schen­würde fand ich dort nicht wieder. Man wurde auf die Fabrik kon­di­tio­niert. Dagegen kämpfte ich an. Ich habe dann auch in anderen Indus­trie­be­trieben erlebt, dass Arbeiter unter Bedin­gungen schuften mussten, die.…

„Ver­ein­zelung fördert Arbeits­be­lastung“ wei­ter­lesen
Wolfgang Hien war Chemielaborant bei BASF in den 1960er-Jahren, heute ist er ein renomierter Arbeits- wissenschaftler und Medizinsoziologe. Im Interview geht er auf die Entwicklung der Gesundheitsfragen am Arbeitsplatz ein und zeigt, warum der Kampf um menschenwürdige Arbeit noch von brennender Aktualität ist.

Wir sind selbst die Expert*innen

Im VSA-Verlag ist sein Buch «Gegen die Zer­störung von Herz und Hirn» erschienen, in dem er im Interview mit dem Sozi­al­wis­sen­schaftler Peter Birke über seinen lebens­langen Kampf für eine men­schen- würdige Arbeit berichtet:

Nach Aus­bildung und 17 Jahren Betriebs­er­fahrung als Che­mie­la­borant und Gewerk­schafts­ak­tivist stu­dierte er Bio­chemie und Phi­lo­sophie in Hei­delberg sowie Sozio­logie, Psy­cho­logie, Päd­agogik und Arbeits­wis­sen­schaft in Bremen, was 1988 zu einem Abschluss als Diplom-Päd­agoge und 1992 zur Pro­motion zum Doktor der Staats­wis­sen­schaften (Doc- tor rerum poli­ti­carum, Dr. rer. pol) in Arbeits- und Gesund­heits­wis­sen­schaften. Seit 1989 in For­schung und Lehre tätig, zwi­schen 2003 und 2005 Referats- leiter für Gesund­heits­schutz beim Bun­des­vor­stand des Deut­schen Gewerk­schafts­bundes (DGB). Seit seit Januar 2006 ist er Inhaber und Leiter des For­schungs­büros für Arbeit, Gesundheit und Bio­graphie in Bremen.

Der psy­chische Druck nimmt zu

Auf seine Website wolfgang​-hien​.de ist zu lesen: «Gesund­heits­för­derung bedeutet in erster Linie, die Würde des Men­schen zu achten.» Und: «Einen grossen Ein­fluss auf unser Leben hat die Arbeitswelt. Sie kann uns Aner­kennung und Sinn geben. Doch die neo­li­berale Radi­ka­li­sierung unserer Betriebe bürdet Körper, Geist und Seele hohe Belas­tungen auf. Die Folge: Arbeits­be­dingte Krank­heiten nehmen zu. Dieser Ent­wicklung sollte Einhalt geboten werden. Dafür möchte ich meine arbeits- und gesund­heits­wis­sen­schaft­liche Kom­petenz ein­setzen.»

Wie kamen Sie zu ihrem Lebens­thema, den Kampf um men­schen­würdige Arbeit?
Zentral war meine leib­liche Erfahrung als.…

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Die Wahlschlappe bei der EU und die Verluste der Linkspartei vor allem in Ostdeutschland sorgen in der Partei für Diskussionen

Welche Arbeiter wenden sich von den Linken ab?

In ganz Europa und auch darüber hinaus ist zu beob­achten, dass mit dem Ver­schwinden der for­dis­ti­schen Klas­sen­for­ma­tionen – die darauf basierten, dass eine mehr oder weniger weit­gehend in den Staat inte­grierte Arbei­ter­klasse von Gewerk­schaften ver­treten und in unter­schied­lichen For­ma­tionen der Sozi­al­de­mo­kratie reprä­sen­tiert wurde – auch das eben genannte Arran­gement brüchig geworden ist.

Ver­dächtig ruhig war es in der Links­partei nach dem schlechten Abschneiden der Partei bei der Euro­pawahl. Viel­leicht war die Stille auch der Ein­sicht geschuldet, dass ein interner Streit über die Ursachen des schlechten Wahl­er­geb­nisses die Krise nur ver­schärften würde.Schließlich ist ja schon lange bekannt, dass die Linke.…

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Auch die erfolgreichen Proteste im rheinischen Kohlerevier ändern nichts an der Tatsache, dass die entscheidenden gesellschaftlichen Kämpfe um eine Änderung der Energiepolitik noch bevorstehen

Radikalisiert sich die Klimabewegung?

Was ist, wenn die Umwelt­ak­ti­vis­tInnen merken, dass ihre For­de­rungen im Kapi­ta­lismus nicht umsetzbar sind? Werden sie sich radi­ka­leren oder zurück­ziehen?

»Heute Kohle, morgen Kapi­ta­lismus abschaffen«, lautete die Parole auf einem Trans­parent, dass Kli­ma­ak­ti­visten am Wochenende im rhei­ni­schen Kohle trugen. Die gesamt­ge­sell­schaft­liche Per­spektive dort war nicht ver­wun­derlich. Schließlich ist das Ende-Gelände-Bündnis [1], das wesentlich die Pro­teste mit­or­ga­ni­siert hat, von der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Linken [2], einer Gruppe der außer­par­la­men­ta­ri­schen Linken mit initiiert. Nach der Nie­derlage des linken Akti­vismus beim Kli­ma­gipfel von Kopen­hagen [3] vor 10 Jahren war das Bündnis ein erster Schritt, um die Frage um Klima und Umwelt mit anderen außer­par­la­men­ta­ri­schen Bewe­gungen zu ver­binden. Nun haben Teile der zweiten Jugend­um­welt­be­wegung, .…

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Friedensaktivist Willi van Ooyen über die Protestwoche gegen die Ramstein-Basis

Wo die Iran-Krise direkt spürbar ist

Vom 23.6. bis 30.6. findet unter dem Motto »Stoppt Ram­stein – Kein Droh­nen­krieg« eine Akti­ons­woche gegen den US-Stütz­punkt statt. Die Kam­pagne wurde von Per­sonen aus der Frie­dens­be­wegung initiiert. Im Interview berichtet der Aktivist Willi van Ooyen über die Pro­teste. Er enga­giert sich in der Friedens- und Zukunfts­werk­statt Frankfurt am Main.

Diese Woche findet eine Akti­ons­woche gegen den US-Stütz­punkt Ram­stein statt. Was sind die inhalt­lichen Schwer­punkte?

Ein Schwer­punkt ist der Kampf gegen den Droh­nen­krieg. Dieser wird auch über die Luft­waf­fen­basis Ram­stein koor­di­niert, das hatten die Ent­hül­lungen des Whist­leb­lowers Edward Snowden bekannt gemacht. Durch ein Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Münster vom März 2019 ist die Bun­des­re­gierung zur Prüfung ver­pflichtet,…

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