Linke Gruppe löst sich auf

Widerstand hat sich erledigt

Die mao­is­tische Jugend­or­ga­ni­sation gibt am Sonntag ihre Selbst­auf­lösung bekannt. Ihre Arbeit sei getan, teilt der Jugend­wi­der­stand mit.

„Es ist vorbei. Nach fast 5 Jahren inten­siver anti­im­pe­ria­lis­ti­scher und revo­lu­tio­närer Jugend­arbeit mit dem Jugend­wi­der­stand geben wir nun das Ende unserer Orga­ni­sation bekannt“, ver­kündet der Jugend­wi­der­stand (JW) am Sonntag via Mit­teilung auf seiner Homepage. Die mao­is­tisch geprägte Orga­ni­sation hat in den ver­gan­genen Monaten vor allem durch .…

„Wider­stand hat sich erledigt“ wei­ter­lesen
Ein Bericht über die Fuldaer Verhältnisse

Deutschlands Mitte – rechts daneben

Die ost­hes­sische Stadt Fulda ist vielen als Umstei­ge­bahnhof bekannt. Manche haben auch schon mal das Fuldaer Barock­viertel besucht. Dort bekommt man mit, dass Fulda eine Bischofs­stadt ist und lange Zeit auch als Hort eines besonders reak­tio­nären Katho­li­zismus galt. Das waren die Zeiten, als der rechts­kon­ser­vative Bischof Dyba und der extrem rechte CDU-Stahl­helmer Alfred Dregger als Ober­bürge meister die Hege­monie über die Stadt hatten.

Dreggers Ziehsohn Martin Hohmann musste 2003 die Partei nach einer als anti­se­mi­tisch bewer­teten Rede die CDU ver­lassen und sitzt heute für die AfD im Bundestag.Wolfgang Ham­berger, Dreggers Nach­folger als Ober­bür­ger­meister Fuldas, der mitt­ler­weile auch schon in Rente ist, klingt manchmal, als hätte er ein Anti­fa­flug­blatt gelesen. So erteilte er am 16. Februar 2019 dem Dresden-Mythos eine Absage, in dem er erklärte, die Stadt an der Elbe sei nicht ohne Grund bom­bar­diert worden. Sie sei für das NS-System als Fes­tungs­stadt wichtig gewesen. Solche Wahr­heiten hörte man im letzten Jahr­zehnt von Anti­fa­bünd­nissen, die gegen den Dresdner Opferkult von Nazis und gesell­schaft­licher Mitte auf die Straße gegangen sind. Ham­berger tat seine anti­fa­schis­ti­schen Anwand­lungen am 16. Februar 2019 kund, als in der Fuldaer Innen­stadt…

„Deutsch­lands Mitte – rechts daneben“ wei­ter­lesen
Besetzte Wohnung in Kreuzber

Raus und rein

Die Groß­bee­ren­straße 17a wurde kurz geräumt, weil die besetzte Wohnung zu voll war. Wie es wei­tergeht, bleibt unklar.

BERLIN taz | Nach mehr­stün­digen Ver­hand­lungen konnte am Mitt­woch­abend die Räumung einer vor acht Monaten besetzten Wohnung in der Groß­bee­ren­straße 17a in Kreuzberg ver­hindert werden. In der Wohnung dürfen sich nach einer Ver­ein­barung mit der Eigen­tü­merin, der Aachener Sied­lungs­ge­sell­schaft (ASW), nur maximal fünf Per­sonen auf­halten. Weil es am Mittwoch deutlich mehr waren, drohte die Räumung. Poli­zei­wagen pos­tierten sich vor dem Haus und auch die Beset­ze­rInnen bekamen Unter­stützung. Nach Ver­hand­lungen, an denen auch Poli­ti­ke­rInnen der Grünen, unter anderem die Fried­richshain-Kreuz­berger Bun­des­tags­ab­ge­ordnete Canan Bayram, beteiligt waren,…

„Raus und rein“ wei­ter­lesen
Wenn eine Band wie eine "Terrorgruppe" behandelt wird

Rebellen-Romantik

Die linke tür­kische Band »Grup Yorum« will am 1. Juni in Lud­wigs­hafen ein Konzert geben. In der Friedrich-Ebert-Halle wollen sie unter dem Motto »Ein Herz und eine Stimme gegen Ras­sismus« auf­treten. Ob die Ver­an­staltung statt­findet, ist fraglich. Immer wieder werden Kon­zerte der Band in Deutschland ver­boten.

Es werden Besu­che­rInnen aus ganz Deutschland und dem west­eu­ro­päi­schen Ausland erwartet, sagen die Ver­an­stalter. Doch wie immer bei den Kon­zerten der Grup Yorum, ist nicht sicher, ob die Gäste denn auch Musik erwartet, ein Poli­zei­auf­gebot oder mög­li­cher­weise gar nichts. Das liegt aller­dings nicht an der Band selbst. Der Grund für die Pro­bleme mit den Auf­tritten in Deutschland sind…

„Rebellen-Romantik“ wei­ter­lesen
Arbeitskampf im Berliner Hostel »Wombat’s«

Ein Fall von Hostel Busting

Eine Hostel-Kette will sich einer kämp­fe­ri­schen Beleg­schaft in Berlin durch die Schließung der Filiale ent­le­digen. Die Unter­stützung für die Beschäf­tigten ist groß.

Für aus­tra­lische Beu­tel­säuger bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Zwar stand der Slogan »Wombats ent­eignen« auf Schildern bei einer Pro­test­kund­gebung am Freitag ver­gan­gener Woche in Berlin. Gemeint waren aber nicht die Tiere, sondern ein Unter­nehmen. Die For­derung zeigt, dass die Ent­eig­nungs­de­batte weitere Kreise zieht. Denn Wombat’s ist kein Immo­bi­li­en­konzern, sondern eine Hostel-Kette mit Filialen in München, London, Budapest, Wien und ab Anfang August vor­aus­sichtlich auch in Venedig. Die Ber­liner Filiale im ehe­ma­ligen Scheu­nen­viertel in Berlin-Mitte soll zum 31. August geschlossen werden. Des­wegen hatten die Beschäf­tigten zu einer Pro­test­kund­gebung vor dem Hostel auf­ge­rufen. Der Grund für die dro­hende Schließung ist nicht etwa.…

„Ein Fall von Hostel Busting“ wei­ter­lesen
Die Repression des Macronismus ist natürlich für die grünen Menschenrechtskrieger kein Thema

Grüne im Bündnis mit Macron

Was als Bollwerk gegen rechts gelabelt wird, ist der Versuch, die Libe­ralen auf euro­päi­scher Ebene zu einigen

In den späten 1980er Jahren gab es von der grünen Basis immer große Empörung, wenn Jutta Dit­furth, die damals eine wichtige Rolle im Par­tei­vor­stand spielte und aktuell mit einer öko­linken Liste zum Euro­pa­par­lament kan­diert, vor einer grünen FDP warnte.Kurz vor ihren Aus­tritt bei den Grünen sah Dit­furth in dieser Pro­gnose keine Warnung mehr, sondern eine Zustands­be­schreibung. Doch je real­po­li­ti­scher die Grünen wurden, desto hef­tiger wehrten sich noch immer deren Prot­ago­nisten, mit der FDP ver­glichen zu werden. Auch die Lindner-Partei tat in Deutschland alles, um solche Beschrei­bungen als über­triebene Polemik erscheinen zu lassen. Schließlich führte die FDP scheinbar einen poli­ti­schen Kampf gegen die Grünen. Dabei wurde auch über­sehen, dass es dabei um einen vor allem…

„Grüne im Bündnis mit Macron“ wei­ter­lesen
Mit der Verschwörungstheorie von der russischen Beeinflussung wird nun auch gegen linke Gruppen vorgegangen

Wie schnell man zum russischen Agenten wird

Kom­mentar: Recherche scheint über­flüssig, wenn Medien »den Feind im Osten« im Visier haben

Die North-East-Antifa gehört zu den linken Gruppen in Berlin mit einer beacht­lichen Kon­ti­nuität. Während viele Anti­fa­gruppen meistens nach wenigen Jahren wieder ver­schwinden, gibt es die NEA schon mehr als ein Jahr­zehnt. Nun hat sie es gemeinsam mit einer West­ber­liner Anti­fa­gruppe sogar geschafft, in der New York Times erwähnt zu werden. Der Anlass war natürlich nicht die kon­ti­nu­ier­liche »Antifa-Arbeit« der Gruppen, sondern …

„Wie schnell man zum rus­si­schen Agenten wird“ wei­ter­lesen
Anpassung der kritischen Wissenschaft?

Unsachliche Drohungen

Merkels Afri­ka­be­auf­tragter Nooke reagiert auf Kritik emp­findlich. Einer For­scherin droht er mit Job­verlust

»Anpassung der kri­ti­schen Wis­sen­schaft? Kritik der ange­passten Wis­sen­schaft!«, lautet der Titel einer Ver­an­stal­tungs­reihe am Asien-Afrika-Institut der Ham­burger Uni­ver­sität, die am ver­gan­genen Dienstag startete. Vor rund 70 Teilnehmer*innen wurde an einem sehr kon­kreten Bei­spiel auf­ge­zeigt, .…

„Unsach­liche Dro­hungen“ wei­ter­lesen