Satirischer MieterInnenprotest

Der Grottian mimt den Laudator

Mie­te­rIn­nen­in­itiative vergibt Aus­zeichnung an umstrit­tenen Immo­bi­li­en­un­ter­nehmer Gijora Padovicz. Den haben Kri­tiker schon länger im Visier.

Einige Pas­san­tInnen staunten nicht schlecht über das merk­würdige Treiben am Olivaer Platz. Der Immo­bi­li­en­un­ter­nehmer Gijora Padovicz bekam in Wil­mersdorf am Samstag Vor­mittag die Ehren­bür­ger­schaft von Berlin ver­liehen. Doch schnell stellte sich heraus, dass es sich bei der „Gala für Padovicz“ um eine.…

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Die Diskussion um den Berliner Mietendeckel ist ein weiter Grund für Aufregung für die Eigentümerlobby

Wohnungen – Grundrecht oder Ware?

Das Fehlen bezahl­barer Woh­nungen in Berlin ist gerade ein Folge des großen Inter­esses, das das Kapital am Woh­nungs­markt der Haupt­stadt hat. Das Problem ist auch nicht, dass dort keine Woh­nungen gebaut werden. Es werden nur über­wiegend hoch­preisige Woh­nungen errichtet.

»Nach dem 17. Juni 2019 werden Sie in Berlin womöglich Ihre Miete nicht mehr erhöhen können. Für lange Zeit!« Was für viele Mieter eine gute Nach­richt ist, passt [1] dem Ber­liner Eigen­tü­mer­verband Haus und Grund über­haupt nicht ins Konzept. Deshalb werden die Mit­glieder auf­ge­fordert, bis zum 17.Juni noch schnell die Miete zu erhöhen.

In der Begründung pole­mi­siert der Inter­es­sen­verband der Woh­nungs­ei­gen­tümer nicht nur gegen den vom Ber­liner Senat geplanten Mie­ten­deckel, sondern ver­sucht sich auch, .…

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Eine Fotoausstellung in Kreuzberg erinnert an über drei Jahrzehnte BesetzerInnengeschichte

Alte, neue Kämpfe

Umbruch wurde 1988 von Foto­gra­fInnen gegrün- det, die sich gegen die Unter­be­lichtung der linken Bewegung wehrten.“

Von Peter Nowak

Bei dem älteren Herrn mit Anzug und Brille würde man auf den ersten Blick keinen Sym­pa­thi­santen der Ber­liner Haus­be­set­ze­rIn­nen­be­wegung ver- muten. Doch das Foto, das Teil der Foto­aus­stellung „Die Häuser ser denen, die drin wohnen“ ist, zeigt den damals bekannten linken Theo­logen Helmut Goll­witzer, der 1981 in ein besetztes Haus in der Arndt­straße 42 am Cha­misso­platz zog, das akut von Räumung bedroht war. Goll­witzer gehörte zu einer grö­ßeren Gruppe von Wis­sen­schaft­le­rInnen und Intel­lek­tu­ellen, die.…

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Transnationale Vernetzung von MieterInneninitiativen und Recht-auf-Stadt-Gruppen

Europaweites Vernetzungstreffen von Mieter/​innen in Berlin

Das Treffen machte deutlich, dass der Kampf um bezahlbare Mieten bei allen lan­des­spe­zi­fi­schen Unter­schiede keine Grenzen kennt

Der Kampf um bezahlbare Woh­nungen ist längst ein euro­päi­sches Thema geworden. Die Immo­bi­li­en­wirt­schaft agiert global. Höchste Zeit, dass auch die Mieter/​innen über Lan­des­grenzen hinweg koope­rieren. Dazu hat auch die Ber­liner Mie­ter­ge­mein­schaft in den Jahren 2013 – 2015 mit der Ver­an­stal­tungs­reihe „Wohnen in der Krise“ einen wich­tigen Beitrag geleistet. Zu Wort kamen dort Mieteraktivist/​innen aus zahl­reichen euro­päi­schen Ländern (https://​www​.bmgev​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​w​o​h​n​e​n​-​i​n​-​d​e​r​-​k​r​i​s​e​.html). Die trans­na­tionale Ver­netzung war auch das Anliegen eines Treffens von Dele­gierten des Netz­werks „European Action Coalition for the Right of Housing and to the City” aus 12 Ländern, die sich vom 7.- 10. Juni in Berlin getroffen haben. Schon im Namen wird deutlich, dass hier .…

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Besetzte Wohnung in Kreuzber

Raus und rein

Die Groß­bee­ren­straße 17a wurde kurz geräumt, weil die besetzte Wohnung zu voll war. Wie es wei­tergeht, bleibt unklar.

BERLIN taz | Nach mehr­stün­digen Ver­hand­lungen konnte am Mitt­woch­abend die Räumung einer vor acht Monaten besetzten Wohnung in der Groß­bee­ren­straße 17a in Kreuzberg ver­hindert werden. In der Wohnung dürfen sich nach einer Ver­ein­barung mit der Eigen­tü­merin, der Aachener Sied­lungs­ge­sell­schaft (ASW), nur maximal fünf Per­sonen auf­halten. Weil es am Mittwoch deutlich mehr waren, drohte die Räumung. Poli­zei­wagen pos­tierten sich vor dem Haus und auch die Beset­ze­rInnen bekamen Unter­stützung. Nach Ver­hand­lungen, an denen auch Poli­ti­ke­rInnen der Grünen, unter anderem die Fried­richshain-Kreuz­berger Bun­des­tags­ab­ge­ordnete Canan Bayram, beteiligt waren,…

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Eine Fotoausstellung in der Regenbogenfabrik zeichnet die Geschichte der Hausbesetzer-Bewegung in Berlin nach

Häuserkampf ums Recht auf Wohnen

Binnen weniger Monate wurden im West­berlin der 1980er Jahre 160 Häuser besetzt. Viele wurden geräumt, manche Besetzung wurde lega­li­siert. Eine Aus­stellung schlägt eine Brücke vom Gestern ins Heute.

»Des Spe­ku­lanten Brot ist Woh­nungsnot«, steht auf dem Front­trans­parent einer Demons­tration durch den Ber­liner Stadtteil Gru­newald im Jahr 1981. Dieser Protest am Wohnort der Reichen sorgte damals in West­berlin für viel Furore. Kon­ser­vative Kritiker*innen sprachen von einer Stig­ma­ti­sierung von Leistungsträger*innen. Fast drei Jahr­zehnte später gibt es…

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Schon vor 100 Jahren wurde in Deutschland über Sozialisierung nicht diskutiert, die Befürworter wurden mit allen Mitteln bekämpft

Ein Mythos soll in die Verfassung

Während wieder ver­stärkt über Ent­eignung dis­ku­tiert wird, wollen Markt­ra­dikale der »sozialen Markt­wirt­schaft« Ver­fas­sungsrang geben

»Die Sozia­li­sierung mar­schiert«« – Diese Parole stammt nicht etwa von der Kam­pagne Deutsche Wohnen und Co. Ent­eignen. Sie ist 100 Jahre alt und wurde damals von der Sozi­al­de­mo­kratie pro­pa­giert. Damit sollte die damals…

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In der Rigaer Straße werden Mieten gesenkt: in einem Non-Profit-Haus

Weniger Miete ist möglich

Das Bei­spiel Rigaer Straße 77 zeigt, welche Mieten möglich wären, wenn mit Woh­nungen kein Profit gemacht wird

„Gemäß Beschluss erfolgt hier die Miet­senkung auf die aktuell gültige Basis­miete.“ Eine solche Mit­teilung halten viele Mie­te­rInnen für einen Traum. Doch Anne Damrau aus der Rigaer Straße 77 bekam Ende letzten Jahres mit diesen Worten schriftlich, dass ihre Miete.…

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