Bernhard Sauer über einen Mord im angeblichen Röhm-Putsch

Der Fall Klausener

Bernhard Sauer: In Heyd­richs Auftrag. Kurt Gil­disch und der Mord an Erich Klau­sener während des »Röhm-Put­sches«. Metropol, 154 S., br., 16 €.

Noch immer werden die Ereig­nisse vom 30. Juni 1934 als Röhm-Putsch bezeichnet. Damit wird offi­zielle Ter­mi­no­logie der NS-Führung über­nommen, die auf einer Lüge beruhte. Die SA hatte keinen Putsch geplant. Bernhard Sauer rekon­struiert die Geschichte akri­bisch. An jenem Junitag im .…

„Der Fall Klau­sener“ wei­ter­lesen
200 Menschen gedachten des von der niedersächsischen Polizei erschossenen afghanischen Geflüchteten

Ermittlungen zur Tötung von Amin Alizada gefordert

Für Dörte Hinz vom Flücht­lingsrat Nie­der­sachsen ist es unver­ständlich, dass der Polizist, der den Schuss abge­geben hat, wei­terhin im Dienst ist.

Warum musste Aman Alizada sterben? Diese Frage stellten sich am Wochenende 200 Demonstrant*innen in der nie­der­säch­si­schen Stadt Stade. Sie gedachten des 19-jäh­rigen Geflüch­teten aus Afgha­nistan, der Mitte August in seiner Unter­kunft in Stade von einem Poli­zisten erschossen worden war (»nd« berichtete). Ein Mit­be­wohner von Aman Alizada hatte die Beamten zuvor gerufen. Der Grund: Der 19-Jährige Afghane .…

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Im bundesweit ersten Verfahren wegen der Veränderung von Werbeplakaten aus politischen Gründen wurde auch der dafür aufgewendete große Ermittlungsaufwand deutlich

Gefährdet Adbusting die Grundordnung?

Zudem konnten die Ermittler an den Bar­codes der Plakate, die bei der Durch­su­chung der Wohnung des Ange­klagten gefunden wurden, erkennen, ob sie schon mal in einer Wer­be­tafel gehängt hatten und in welcher Stadt sich diese befunden hat. So wurden die Bar­codes als Daten­träger kenntlich.

Großen Andrang gab es am Diens­tag­mittag vor dem Raum 500 des Ber­liner Amts­ge­richts. Schließlich han­delte es sich um eine juris­tische Pre­mière. Erstmals wurde vor Gericht über Adbusting-Aktionen ver­handelt. Dabei handelt es sich um die Ver­än­derung von Pla­katen aus poli­ti­schen Gründen. Gleich zu Beginn der Ver­handlung wurde der.…

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Gerichtsverfahren in Berlin

Adbusting kostet 1.200 Euro

Erstmals stand ein Mann wegen Adbus­tings vor Gericht. Das Ver­fahren wurde gegen Straf­zahlung ein­ge­stellt. Die Ermitt­lungen waren umfang­reich.

Großen Andrang gab es am Diens­tag­mittag vor dem Raum 500 des Ber­liner Amts­ge­richts. Obwohl der Prozess schon in einen grö­ßeren Saal verlegt wurde, fanden nicht alle Besu­che­rInnen Platz. Ver­handelt wurde über zahl­reiche Adbusting-Aktionen – also die über­spitzte Ver­fremdung oder poli­tische Umdeutung von Wer­be­pla­katen (taz berichtete). Bereits die Ver­lesung der ­Anklage gab Anlass zur Hei­terkeit im Publikum. Denn die Staats­an­walt­schaft .…

„Adbusting kostet 1.200 Euro“ wei­ter­lesen
Satire oder schwerer Diebstahl? Das entscheidet heute das Amtsgerich

Erste Anklage wegen Adbusting

In keinem der Fälle hatte die betroffene Wer- befirma selbst Anzeige gestellt. Die Staats­an­walt­schaft selbst erkannte ein öffent­liches Interesse in der Ver­folgung der Urhe­be­rInnen der sati­ri­schen Plakate.

Mimimimi Free Boehmi Satire darf alles humorlose Kack­bratze“. Ein Plakat mit diesem Inhalt beschäftigt am heu­tigen Dienstag das Ber­liner Amts­ge­richt. Um 12 Uhr beginnt in Raum 571 in der Turm­straße 91 der Prozess gegen einen Mann, der wegen Sach­be­schä­digung und schweren Dieb­stahls ange­klagt ist. Er soll.…

„Erste Anklage wegen Adbusting“ wei­ter­lesen
In der Lüneburger Heide gerät ein nationalsozialistisches Zwangsarbeitslager immer mehr in Vergessenheit. Eine Initiative will dem entgegenwirken.

Erinnern an das Grauen

Es konnte nie geklärt werden, wer für die Ver­schleppung der Insas­sinnen des Lagers Tannen­berg ins KZ Bergen-Belsen in den letzten Tagen des NS-Regimes ver­ant­wortlich war.

Hinter den von Gebüsch über­wach­senen Resten einer Mauer beginnt das mit Sta­chel­draht abge­sperrte »Erpro­bungs­zentrum Unterlüß« (EZU) in der Lüne­burger Heide. »Betreten streng ver­boten. Lebens­gefahr« steht auf Schildern. Dort werden die neu­esten Waffen des Rüs­tungs­kon­zerns Rhein­metall getestet. Zu der Mauer gelangt man über das Gelände des ehe­ma­ligen Gäste­hauses von Rhein­metall, in dem der Konzern jah­relang Poli­tiker und Wirt­schafts­ver­treter bewirtete. Hinter der Mauer befand sich zur Nazizeit das Lager Tan­nenberg, ein Außen­lager des.…

„Erinnern an das Grauen“ wei­ter­lesen
Wie Denkfabriken in die Klimadiskussion eingreifen

Eine Strategie des Leugnens

Anders als in den USA wollen in Europa neo­li­berale und kon­ser­vative Klimaschutzbremser*innen nicht mit der offen rechten Klimaleugner*innenszene öffentlich in Ver­bindung gebracht werden«, beschrieb die Jour­na­listin Susanne Götze ihre Beob­ach­tungen.

Nach dem Euro und der Zuwan­derung soll der Kampf gegen den Umwelt­schutz das dritte große Thema für die AfD werden, erklärte der Chef der Rechts­partei, Alex­ander Gauland, vor einigen Tagen. Das ist nicht über­ra­schend. Denn die AfD hat schon länger ver­schie­denen Klimawandelskeptiker*innen und ‑leugner*innen Podien geboten. So hatte die AfD bereits im Juni 2017 eine gemeinsame Pres­se­kon­ferenz mit dem .…

„Eine Stra­tegie des Leugnens“ wei­ter­lesen
Rom*nja-Bundeskonferenz debattiert über Geschichtsrevisionismus und Organisationsstrategien / Finanzierung im kommenden Jahr unklar

Antiziganismus austreiben

»Wie ist es möglich, dass die Ver­wendung solcher Begriffe nicht ver­boten wird«, wurde Petra Pau gefragt. Die Abge­ordnete verwies darauf, dass es dafür im Bun­destag keine Mehrheit gäbe.

Wir sind die Zukunft« lautete das Motto einer Kon­ferenz, zu der sich in Berlin mehrere Hundert junge Rom*nja und Sinti*zze (geschlech­ter­ge­rechte Schreib­weise für Sinti und Roma) getroffen haben. Unter­stützt wurde diese von der Orga­ni­sation Amaro Drom, die es sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Roma und Sinti zu poli­ti­scher und gesell­schaft­licher Akti­vität zu ermu­tigen. Am Sams­tag­abend dis­ku­tierten die Teil­neh­menden mit der.…

„Anti­zi­ga­nismus aus­treiben“ wei­ter­lesen