Gefängnisse als Sonderwirtschaftszonen

In den meisten Bun­des­ländern sind Gefangene zur Arbeit ver­pflichtet. Die Beschäf­tigten arbeiten zu Dum­ping­löhnen und haben fast keine Rechte. Die Gefan­ge­nen­ge­werk­schaft GG/BO will das ändern.

Die Bun­des­länder ver­dienen Geld mit der Arbeits­kraft von Häft­lingen

»Im Auftrag externer Kunden bieten wir in groß­zügig dimen­sio­nierten Pro­duk­ti­ons­hallen in der Abteilung Groß Hesepe fol­genden Service an: Be- und Ver­ar­beitung von Kunst­stoffen, Metallen und anderen Mate­rialien, Montage- und Ver­pa­ckungs­ar­beiten. Pro­fi­tieren Sie von unseren fairen Preisen und unserer lang­jäh­rigen Erfahrung.« Dieser Text hört sich zunächst wie ein übliches Dienst­leis­tungs­an­ge­boten an. Der Ein­druck wird noch durch das Foto einer großen Lager­halle mit vielen Paletten ver­stärkt.

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»Diskussionen sind weiterhin wichtig«

Helge Lehmann, IT-Spe­zialist, über seine Recherchen zum Tod der RAF-Gefan­genen in Stammheim 1977

Helge Lehmann ist IT-Spe­zialist und war Betriebsrat in einem trans­na­tio­nalen Unter­nehmen. 2011 gab er nach mehr­jäh­rigen Recherchen das Buch »Die Todes­nacht in Stammheim. Eine Unter­su­chung: Indi­zi­en­prozess gegen die staats­of­fi­zielle Dar­stellung und das Todes­er­mitt­lungs­ver­fahren« heraus.

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Stammheimer Todesnacht: Es bleiben zahlreiche Widersprüche

Kann der Tatort »Der rote Schatten« die Dis­kussion um die Todes­um­stände der RAF-Gefan­genen neu beleben?

Der Tatort-Krimi Der rote Schatten[1], der am letzten Sonntag aus­ge­strahlt wurde, hat ein Ver­dienst. Er lenkt noch einmal die Auf­merk­samkeit auf die Tat­sache, dass zahl­reiche Wider­sprüche zur offi­zi­ellen Version der Todes­um­stände der RAF-Gefan­genen am 18.Oktober 1977 in dem Iso­la­ti­ons­trakt von Stammheim unauf­ge­klärt sind.

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Immer noch nicht alle Unklarheiten beseitigt

Helge Lehmann zu seiner Unter­su­chung, die die offi­zielle Todes­version der RAF-Gefan­genen Baader, Ensslin und Raspe infrage stellt

Warum bezweifeln Sie noch immer, dass die RAF-Gefan­genen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe Selbstmord verübt haben?

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Knackis in der Altersarmut

Sozi­al­ver­bände kämpfen für den Ren­ten­an­spruch von Inhaf­tierten. Doch viele Gefäng­nisse ver­hindern, dass die Insassen über ihre Rechte auf­ge­klärt werden.

Jahr­zehn­te­langes Arbeiten ohne Aus­sicht auf Alters­bezüge – genau das droht vielen ehe­ma­ligen Straf­ge­fan­genen, obwohl sich immer mehr in ei­genen Gewerk­schaften orga­ni­sieren (Jungle World 48/2015).

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Haft für Linke, Bewährung für Nazis

Ein Buch über den Umgang der Justiz mit Nazi­über­fällen und Antifa-Aktionen in der Wei­marer Republik zeigt irri­tie­rende Par­al­lelen zur Gegenwart auf.

Die Sil­ves­ter­feier des sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Sän­ger­bundes im Ber­liner Bezirk Prenz­lauer Berg endete 1931 in einem Blutbad. NS-Anhänger eines nahen SA-Sturm­lokals über­fielen ihre poli­ti­schen Kon­tra­henten und erschossen zwei junge Männer.

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