Die sich nicht brechen ließen

»Sie hätten klar und deutlich schreiben müssen, dass Noetzel als Nazi-Opfer ver­storben ist … Es hieß damals, Noetzel hätte sich auf­ge­hängt. Leute, die es noch besser wissen müssen als ich, behaupten aller­dings, er sei ermordet worden.«

Diesen Leser­brief schrieb der ehe­malige SPD-Ober­bür­ger­meister von Wies­baden, Georg Buch, am 30. Dezember 1980 an den »Wies­ba­dener Kurier«. Das kon­ser­vative Lokal­blatt hatte über eine Aus­stellung des Malers Adolf Noetzel berichtet und seinen Kampf gegen den Faschismus ver­schwiegen. Er sei 1941 in Wies­baden gestorben, hieß es in dem Blatt. Von der Folter, der er in den letzten Wochen seines Lebens in den Händen der Gestapo aus­ge­setzt war, kein Wort.

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