CG Gruppe ruft Polizei gegen Protestierer

Ein Modell des »Carré Sama-Riga« in Schräglage, halb­ver­sunken in einer Bud­del­kiste voller Sand und Schutt. Diese Über­ra­schung wollte die Fried­richs­hainer Mie­ter­initiative »Nordkiez lebt« am Mitt­woch­vor­mittag dem Vor­stand der CG Gruppe in seinen Büro­räumen über­reichen. Das Carré, ein Immo­bi­li­en­projekt des Unter­nehmens in der Rigaer Straße in Fried­richshain, sorgt bereits seit über einem Jahr für Wider­stand im Kiez. Anwohner befürchten Miet­stei­ge­rungen und Ver­drängung.

»Seit Mitte Januar 2017 machen Bewohner des Nord­kiezes vor der Rigaer Straße 71–73 mit Töpfen und Pfannen täglich zehn Minuten Lärm gegen das dort von der CG Gruppe geplante Nobel­projekt Carré Sama-Riga«, sagt eine Akti­vistin der Initiative, sie nennt sich Gudrun Gut, dem »nd«. Nun habe man das Scheppern in die Ber­liner Zen­trale der CG Gruppe verlegt. Die sieben Akti­visten hatten daher neben dem Über­ra­schungs­ge­schenk, Flyern und Trans­pa­renten auch Töpfe und Besteck im Gepäck. Ihr Trommeln und Scheppern schallte durch das Büro in Wil­mersdorf.

Statt der Fir­men­leitung kam nach einer halben Stunde die Polizei und nahm die Per­so­nalien der Anwe­senden auf, die mit einer Anzeige wegen Haus­frie­dens­bruchs rechnen müssen. Das Geschenk konnten sie aber noch aus­packen und auf einen Glas­tisch im Flur prä­sen­tieren. Dazu wurden Flyer ver­teilt. Die CG Gruppe wollte sich auf nd-Anfrage nicht äußern.

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Peter Nowak

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