Magdeburger Antifaschisten wollen Dresdner Verhältnisse

Die Autonome Hoch­schul­gruppe Mag­deburg hat gemeinsam mit dem Liber­tären Zentrum der Stadt und dem par­tei­losen Stadtrat Oliver Wen­den­kampf dazu auf­ge­rufen, auch in der Haupt­stadt von Sachsen-Anhalt künftig Nazi­auf­märsche zu blo­ckieren. Unter­stützt wird das Anliegen mitt­ler­weile auch von ver­schie­denen Antifa- und Jugend­gruppen sowie von Poli­tikern der Linken. Hin­ter­grund sind die regel­mä­ßigen Nazi­auf­märsche in Mag­deburg Mitte Januar, die die rechte Szene zum Jah­restag der alli­ierten Bom­bar­dierung orga­ni­siert. Die Nazidemo hat sich in den ver­gan­genen Jahren zum Auftakt des rechten Febru­ar­auf­mar­sches von Dresden ent­wi­ckelt.

Die Ver­fasser und Unter­stützer des Offenen Briefes kri­ti­sieren den bis­he­rigen Umgang mit dem rechten Auf­marsch. Während die Mag­de­burger Zivil­ge­sell­schaft eine »Meile der Demo­kratie« in der Innen­stadt ver­an­staltet, könnten die Neo­nazis weit­gehend unge­stört einige Kilo­meter ent­fernt mar­schieren. Einige Blo­cka­de­ver­suche von Anti­fa­schisten am 15. Januar diesen Jahres wurden von der Polizei ver­hindert. Das soll sich nach den Willen der Unter­zeichner ändern. »Unserer Ansicht nach ist es möglich, den ›Gedenk­marsch‹ der Neo­nazis zu ver­hindern – oder zumindest effektiv zu stören. Rea­li­sierbar ist dies aller­dings nur, wenn der Protest von einem breiten Bündnis vor­be­reitet und getragen wird«, heißt es in dem Brief. Die Blo­ckaden sollen aus­drücklich in Koope­ration mit den zivil­ge­sell­schaft­lichen Gruppen orga­ni­siert werden.

offener​-brief​.tk

http://​neues​-deutschland​.warenform​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​1​9​6​2​4​9​.​b​e​w​e​g​u​n​g​s​m​e​l​d​e​r​.html

Peter Nowak


Kommentare sind geschlossen.